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Maschinenlesbares Transkript der Kritiken von Eduard Hanslick.
Ed. H. Der „Akademische Gesangverein“ hatte
die glückliche Idee, uns in seinem sehr zahlreich besuchten
Concert nicht blos eine umfangreiche neue Composition, son
dern zugleich einen neuen Componisten leibhaftig vorzuführen.
„
Max Bruch
der
weiteren Ausbildung Ferdinand Hiller
Nachdem er sich mit einigen kleineren Compositionen hervor
gethan, glückte es ihm, die Erlaubniß Em. Geibel’s zur
nach allgemeinem Urtheil beste Werk des jungen Componisten
selbst zu hören.
Es sind sechs Stücke aus Esaias Tegner’s bekanntem
Bruch behandelt den „
der ruhige Fluß der Empfindung häufig unterbrochen. Dies
Untertauchen der Lyrik in die Unruhe des Dramatischen fin
det in den „
besondere in jener zwischen Recitativ und Arioso schwanken
den Melodienbildung, die wir aus
noch markirter aus R.
stehen, nur an einem sehr sparsamen Gebrauch dieser Misch
form Gefallen zu finden; lange fortgesetzt, verfällt sie unleid
licher Monotonie und macht den Hörer, der nach abgeschlos
senen Melodien, nach wirklichen Themen verlangt, unruhig.
Hierin liegt das einzige wesentliche Bedenken, das wir gegen
kende Gesangstyl, das uferlose Melodisiren ohne eigentliche
Melodie, festeren musikalischen Gebilden Platz macht, da bie
ten uns die „
hin gehört vor Allem
rakteristischen Hintergrund des düstern Hochzeitsmarsches, dann
die ausdrucksvollen ersten Strophen von „
Der „Tempelbrand“ ist von einschlagendem Effect, werthvoller
scheint uns trotzdem der kurze einleitende Priesterchor in
Es-moll. Den Chorsatz für Männerstimmen behandelt
vortrefflich, mit großer Vorliebe verwendet er nach
sohn
in vorwiegend recitativischen Gängen. Ein tieferes Eingehen
ins Einzelne müssen wir uns für heute versagen und betonen
nur noch die Einheit des Styls und der Stimmung, welche
die wechselvolle Scenenreihe zu einem wahrhaften Ganzen zu
sammenfaßt. Das Publicum nahm die Novität äußerst günstig
auf und zeichnete nach jeder Nummer den Componisten und
die Mitwirkenden aus. Ein großes Verdienst an dem Erfolge
hatte Frau Dustmann, welche — vortrefflich bei Stimme —
ditorium fand in dieser Leistung einen neuen Anlaß, sich über
das nun entschiedene Verbleiben der geschätzten Künstlerin am
Hofoperntheater zu freuen. Herrn Hrabanek’s „
Die andere, aus vier Chören bestehende Abtheilung des
Concertes leitete der tüchtige Chormeister des Vereins, Herr
Weinwurm.
Das Programm des „vierten Gesellschafts-Con
certs“ war interessant in jeder Nummer, wenn auch nicht
in jeder erfolgreich. Berlioz’ Ouverture zu „
Wie in den meisten, insbesondere den frühesten Werken
Triviales dicht neben den gewaltigsten Impulsen; ein leiden
schaftlich bewegtes inneres Leben bringt es zu erschütternden
Ausrufen, aber zu keiner zusammenhängenden Sprache. Trotz
aller von Herbeck darauf verwendeten Mühe war das Or
Es folgte die „ Glinka, das erste
Ganzes ist das Stück zu inhaltslos und zu unförmlich, um
einen bestimmten Totaleindruck hervorzubringen. Das Publi
cum schien die „
Curiosum ohne inneren Antheil hinzunehmen. Am selben
Tage fiel dieselbe Composition im „
durch, obwol sie trefflich einstudirt und überdies ganz getreu
in der nationalen Weise wiedergegeben war, deren Studium
Herrn Johann Strauß von seinem
scheint von Zeit zu Zeit als gerngesehener Gast. Es ist viel
äußerliche Spielseligkeit und veralteter Putz darin, mit
hoven
Nachbarschaft) muß man es nicht vergleichen. Allein der lie
benswürdigste, echt musikalische Geist strömt so wohlthuend
durch diese von Meisterhand gefügte Form, daß man in ver
gnügtem Behagen unermüdet lauscht und bewundert. Die
Herren Hellmesberger,
teren Sätze, vor Allem der Fluch, klangen zu polternd und
zerhackt, dabei undeutlich in der Aussprache. Daß die junge
Sängerin dieser anstrengenden Aufgabe so tapfer Stand hielt,
ist anzuerkennen und der ihr enthusiastisch gespendete Beifall
sicherlich wohlverdient. Aufrichtig freuen können wir uns sol
cher Erfolge nicht, die unseres Erachtens auf Kosten der
Stimme errungen sind. Die beiden Vocalchöre („
Volkslied Mendelssohn) bil