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Maschinenlesbares Transkript der Kritiken von Eduard Hanslick.
Ed. H. Die
Herolde von Veilchenduft und Frühlingswärme, sind heuer
zwischen Schneebarricaden frierend bei uns eingezogen. Auch
mit ihrer ersten Vorstellung, den „
crociata
mehr als einem Decennium ohne sonderliches Vergnügen mit
machte, wird sich kaum danach gesehnt haben, neuerdings unter
den Polkaklängen der Regimentsbande zum heiligen Grab zu
marschiren. Die „
telbar nach dem „
einer Zeit, wo nur
als ein neues glänzend aufsteigendes Gestirn feierte — im
selben Jahre (
und von der Kritik mit verächtlichem Hohn zurückgewiesen
wurde.
Die Italiener hatten Verdi gleich bei seinem ersten
eines
Dreinfahren, mit kecker Rhythmik und Instrumentirung. Die
Italiener, die, mit den feineren Unterschieden ihrer eigenen
Musik natürlich genauer vertraut, in zwei einem
Ohr kaum unterscheidbaren Opern verschiedene Stylrichtungen
nachweisen (gerade wie die Neger sich untereinander sehr
unähnlich vorkommen, während sie für den Europäer alle Ein
Gesicht haben), die Italiener bewiesen an den ersten Ver
suchen Verdiʼs jedenfalls die feinere Spürnase. Eine
Solera verdient einen Kranz von Stechpalmen dafür —
(durch ein Tableau dargestellt) und hört die Stimme des ver
ewigten
Ständchens in der zweiten Coulisse gesungen). „Es war kein
Traum!“ ruft sie nach dem Verschwinden dieser Erscheinungen,
und singt das lustig-freche Allegro in F („Non fù sogno“)
das, später in „
entgegen klingt. Wir hören also hier eine Nonne ihre reli
giösen Gefühle mit denselben Tönen ausdrücken, in welchen
die feurige
austobt. Dieses Allegro ist eine der ersten Originalknospen
des späteren specifischen Verdi-Styls; es beginnt, als wenn Je
mand plötzlich durch das Fenster hereinspringend uns eine
schallende Ohrfeige versetzte.
Die Musik zu den „
vial, theils matt und langweilig, ein abgestandener Trank,
gegen den „
cken. Nur wenige Nummern heben sich vortheilhaft heraus,
wie die A-dur-Arie des
letizia infondere“) und das Finalterzett im dritten Act
(„Qual voluttà trascorrere“). Hin und wieder gibt es auch
ein kleines Arioso, das, an sich unbedeutend, durch die Stimme
und die Kunst des Sängers zu einiger Wirkung gelangt.
Wahrhaft kannibalisch und von höchster unbeabsichtigter Komik
sind die Männerchöre mit Begleitung der Regimentsbanden.
Eine schöne „Cultur“, die diese Kreuzritter nach Osten tragen!
Die Aufführung der Oper war sehr lobenswerth, trug
jedoch mehr den Charakter des Anständigen als des Glänzen
den. Imposante Stimmmittel, Temperament und dramatische
Gestaltungskraft bringt keiner der drei Hauptdarsteller mit,
weder Frau Lotti della Santa (
aber schätzen wir als tüchtig geschulte Künstler, welche ihrer
Mittel vollständig Herr sind, allen Unarten und Roheiten
ferne stehen und vor Allem — singen können. Die Blüthen
zeit ihrer Stimme liegt hinter ihnen, seit dem vorigen Jahre
jedoch hat diese, wie wir mit Vergnügen bemerkten, eine wei
tere Einbuße bei keinem von ihnen erlitten. Herr
nimmt in dieser Trias entschieden die erste Stelle ein; seine
gewinnende Persönlichkeit, sein wohllautendes Organ und die
edle, liebenswürdige Grazie seines Vortrags erzielten auch
diesmal den besten Eindruck und sicherten ihm ungetheilten
Beifall. Unmittelbar nach den Herren Ferenczy,