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Maschinenlesbares Transkript der Kritiken von Eduard Hanslick.
Ed. H. Unter den Namen „
gestern bei uns zwei muntere Abenteurer debutirt, welche sich
seit mehreren Jahren der größten Ehrenbezeigungen von
Seiten der
angebundenen, mit flohartiger Elasticität aufschnellenden Namen
bilden die Firma eines komischen Zauberballets, das — am
bereits über hundert Wiederholungen erlebt hat. Ballet-Novi
täten von einigem Werth und Erfolg stehen an Seltenheit
guten neuen Opern kaum mehr nach, was konnte man somit
hier Besseres thun, als „
berufen und ihren würdigen Urheber, Herrn Taglioni, dazu?
Mynheer van der Straaten, nicht der ästhetische
Schulden und leere Wände. Was noch von den Möbeln an diesen
Wänden lehnt, wird bereits in den ersten Scenen auf Geheiß
eines bösgearteten
det und fortgetragen. Eben will diese militia vagans der
Gerechtigkeit auch an das Bildniß des verewigten Alchymisten
Hand anlegen, als dieses herabstürzt und einen geheimniß
vollen Gang in der Wand sichtbar werden läßt. Flick (der
Es ist eine prachtvolle Höhle! Von magischem Licht allmälig
erhellt, glänzen die Wände (Herr Brioschi hat nichts gespart)
Genug, daß die beiden Freunde pardonnirt und an die
Oberfläche der Erde zurückgebracht werden. Sie sollen aber
bald nur desto tiefer sinken. In einem Seesturm zerschellt
nämlich ihr Kahn, sie setzen sich rittlings auf das unterseeische
Telegraphen-Kabel, aus dem aber einige durchreisende Depe
schen Funken sprühen, und erreichen so den Meeresgrund.
Die „Bewohner des Meeres“ beeilen sich, unsere Kabelreiter
zu bewirthen und mit Tänzen zu unterhalten. Allein selbst
hier in demokratischester Meerestiefe soll es nicht ohne
bureaukratische Vexation ablaufen. Ein
erscheint in Gestalt eines riesigen gesottenen Krebses und
chicanirt die Reisenden auf das empfindlichste ob ihrer Passe,
wobei ihm seine beiden Zwickscheren die ersprießlichsten Dienste
leisten. Die Scene ist überaus drollig und wird noch durch
den lebhaften Antheil hinzutretender Häringe, Frösche und
anderer Meerbummler effectvoll gesteigert. Nach solchem Realis
mus kommt natürlich die Reihe wieder an das Ideale, das
— mit gewohnter Eleganz von Frau Telle repräsentirt —
Zu dem russischen Bild muß
Für Paris hätte die
Das Berliner Bild hätte bei uns einem ästhetisch
Der dritte Act — er fällt leider gegen die früheren
merklich ab — führt uns wieder in die vom Anfang her
wohlbekannte Stube der
Die Nella, trauern eben um die todt geglaubten Reisenden, als
angelegt als sein Freund, hat sich — in das Porträt der
zu machen, wie sie auf dem alten Bildniß aussieht, hatte
teille Verjüngungsbier entwendet.
entpuppt sich wirklich zu einem schönen, jungen Mädchen. Lei
der erlaubt sie sich auch in diesem Stadium noch einen kräf
tigen Zug aus der Zauberflasche, trinkt sich damit 12 bis 15
Jahre vom Leibe und bleibt als kleines Kind, mit Händchen
und Füßchen strampfend, auf dem Fußboden liegen.
Nun wäre wieder Alles verloren, wenn nicht der groß
müthige Herr Taglioni abermals ein Einsehen hätte und
Ein Ballet wie „
kommen anspruchslos, uns in lieblicher Zauberwelt von einem
Wunder zum andern schaukelt, hat selbst einige Aehnlichkeit
mit jenem unbändigen Verjüngungsgebräu: es macht uns
stellenweise zu kleinen Kindern und behandelt uns demgemäß.
Man kann sich das gelegentlich gern gefallen lassen, wir zum
mindesten befinden uns noch immer besser dabei, als in so vielen
ernsthaften Balleten, welche mit der Prätension, zu erwach
senen Leuten zu sprechen, diesen unablässig den langweiligsten
Widersinn zumuthen.
Den äußerst günstigen, für Herrn Taglioni sehr ehren
lieber betonen, meistens auch Sinnreiches und Geschmackvolles.
Hertelʼs Musik, von schwacher Originalität und nicht frei
Fanny Elsler
jugendlichen Debuts thätig interessirt haben. Möge ihr Name,
wie er dem Anfang jetzt schützend zur Seite stand, auch der
Zukunft des Kindes vorbedeutend werden.