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Maschinenlesbares Transkript der Kritiken von Eduard Hanslick.
Ed. H. Die musikalische Saison ist soeben mit Gesang
und Spiel durch den Männergesang-Verein und die Phil
harmoniker förmlich eröffnet worden. Letztere introducirten ihr
erstes Concert mit
Blas
Kunstwerk keine der „Concert-Ouverturen“
erreichend, hat „
men, seiner glänzenden Ritterlichkeit doch einen Zug für sich,
welchen weder der märchenhaft vergeistigte und vergeisterte
„
lusina
aufweist. Daß die
im eminenten Sinn theatralisch ist, nimmt ihr die Ebenbür
tigkeit mit diesen Concert-Ouverturen, wahrt ihr aber eine
gewisse realistische Selbstständigkeit neben diesen. Wir beken
nen uns zu einer kleinen Schwäche für die jugendliche cheva
lereske Energie im „
Sentimentalität mancher späteren, viel kunstvolleren Com
position
Sinn ist ohnehin kaum die Rede bei einem Tondichter, der
mit zwanzig Jahren den „
„
am Sonntag von den „Philharmonikern“ kann die Ouver
ture eine lebhaft anregende Wirkung nicht verfehlen.
Etwas abgeblaßt nahm sich daneben
„
tischen Ernstes und des überaus feinen zweiten Themas den
besten Ouverturen des
gleichstellen können. Ueber die Mitte ihrer Entwicklung, an
dem Punkte angelangt, wo man eine energische Steigerung
und Erhebung erwartet, nickt die Ouverture geradezu ein und
schläft einen längeren, pastoralen Schlummer, aus dem sie
endlich, wie von derber Hand gerüttelt, auffährt und in zwei
Sprüngen zur Thür hinaus ist.
Eine sehr anziehende Novität war Julius
viersätzige „
Indem diese Composition (die wol richtiger mit „Symphonie“
bezeichnet wäre) sich durchaus den Zwang der canonischen
Schreibart auflegt und überdies auf jede Mitwirkung von
Blasinstrumenten verzichtet, schafft sie sich positive und ne
gative Schwierigkeiten, die zu bewältigen nur ein entschie
denes Talent und große Gewandtheit vermag. Beide Vorzüge
muß man dem Componisten ohneweiters zugestehen. Seit lan
ger Zeit hat uns kein Erstlingswerk so viel Achtung und An
theil abgezwungen. Die canonische Imitation ist durch alle
vier Sätze und ununterbrochen durchgeführt (meist tactweise),
aber mit so viel Geschick und Grazie, daß der Hörer davon
nur den Reiz dieser tönenden jeux d’esprit empfängt, das
behagliche Vergnügen musikalischen Vor- und Nachdenkens,
ohne von der Schwere und Starrheit der Regel irgendwie
belästigt zu werden. Grimm trägt seine canonischen Bande
hervor. Stünde der vierte Satz auf der Höhe der früheren,
die er von rechtswegen sogar zu überflügeln hätte, so ließe
die Totalwirkung nichts zu wünschen übrig. Leider ermattet
die Erfindungskraft des Componisten gerade hier, wo der schon
etwas angestrengte Hörer einen tüchtigen Schwung nach oben
brauchte. Das Publicum, dessen Stimmung während des
Finalsatzes etwas erkaltete, blieb trotzdem dem ganzen Werk
günstig gestimmt. Ein doppelt ehrenvoller Erfolg für eine
Composition, die durch ihre freiwillig angelegte musikalische
Rüstung sich förmlich gegen jeden populären Erfolg verschanzt.
Die mit musterhafter Glätte und Präcision ausgeführte
Beethoven beschloß das vom Ca
Die Fest-Liedertafel des Wiener Männergesang-
Vereins lieferte einen neuen Beweis für die ungemeine
Engelsberg, der seinen ersten raschen Erfolg auf dem