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Maschinenlesbares Transkript der Kritiken von Eduard Hanslick.
Ed. H. Das zweite von J. Brahms dirigirte Con
Beiden mit einer Art von Anthologie aus
Außer der Ballade „
ganz und unverstümmelt wiedergegeben ist) werden dann
dem
und dem Chor herausgerissene Stücke aus den Gedichten
„
gers
und Anderes in den Mund gelegt. Herr
den kostbarsten Dichtungen wenig Federlesens, versetzt die
Verse nach Belieben, verwendet oft nur die Hauptwörter
und Reime zu ganz anderem Sinn u. s. w. Wenn
führt, verlockt ihr nun mein Weib?“ so fügt Herr
hinzu: „Stirb, feiger Sklavensohn!“, was als Probe seines
feinen Geschmacks genügen wird. Die wohlfeile Praxis un
serer musikalischen Quodlibet- und Potpourri-Fabrikanten
ist hier literarisch auf
kann man nicht sagen, daß diese Versündigung an
land
gewogen oder getilgt würde. Wer
dessen erstem wilden Flügelschlage an mit Bewunderung, ja
mit schwärmerischer Vorliebe gefolgt ist, dem fällt es schwer,
über die Productionen einer todmüden Phantasie, wie es
größtentheils diese späteren Balladen des Meisters sind,
rückhaltlos zu urtheilen. Es ist schmerzlich, diese einst so
verschwenderisch reiche Einbildungskraft auf Halbsold gesetzt,
dieses blühende, warme Herz grämlich, kahl, wie vom Alter
durchkältet zu sehen. In „
jene Herrschaft weichlicher Sentimentalität und rhythmischer
Monotonie, welche auf die Dauer so lähmend wirkt. Mit
ten inne freilich wieder Tonblumen von jugendlicher Anmuth
und rührender Innigkeit. Auch „
hatte noch, neben sehr dürftiger, schattenhafter Behandlung
der Solostellen, namentlich der Liebesscenen, prachtvolle
Partien, wie der Chor der Nixen mit dem hinzutretenden
Gesang des
mungsvolle Landschaftsmalerei in den Zwischenspielen des
Orchesters. Wir hätten diese nur Einmal, vor vierzehn Jah
ren in
als des „
neuen Bekanntschaft sprach. Eine eigenthümliche Mattigkeit
und Mühsal charakterisirt letzteres Werk, das sich nur selten
zu packendem Rhythmus und kräftiger, herzenswarmer Melo
die erhebt. Weitaus der glücklichste Moment des Ganzen ist
das anmuthige „
klang aus besseren
sich noch die
ihre ans Bizarre streifende Schärfe der Charakteristik. Hin
gegen ist die ganze Partie der
Bearbeitung eine von
terie entfaltet) leblos und verschwommen, die Rolle des
der Eindruck des Ganzen, trotz einzelner Schönheiten, freud
los, ernüchternd und ermüdend.
Unvergleichlich schöner und bedeutender als die
mann Mendelssohn’s „
Mädchen, das rechte Gedicht für den Componisten. Und
obgleich es bisher doch immer noch mehr Violinspieler und
Jungfrauen als Componisten gibt, ist der letztere Fall doch
beiweitem der schwierigste. In der Oper ist es
nicht gelungen, ein Buch zu finden, wie er es verlangte;
in der „
besten Neigungen, die Freude am Frühling und am Freien,
und das phantastische Element und das Licht des Herzens,
das jeden Glauben zu erhellen vermag.“ Dieses Citat
macht mir gerade heute ein apartes Vergnügen, denn ein
glückliches, halb zufälliges Zusammentreffen von Umständen
machte den Citirten zum Zuhörer und Mitwirkenden in dem
hier besprochenen Concerte. Ferdinand Hiller war näm
Ansichten über Musik und Musiker verbreitet, als mancher
gelehrte Foliant. Insbesondere seine
Jubiläum ist ein unschätzbares Gegenstück und Gegengift
gegen all den bei diesem Anlasse gesprochenen und geschrie
benen philosophisch-religiös-culturhistorisch-ästhetischen Dünkel;
sie sollte in jedem Conservatorium unter Glas und Rahmen
hängen. Und so freuten wir uns denn neuerdings der jugend
lichen Rüstigkeit, welche Hiller als Dirigent, Schriftsteller
Der Ausführung nach war das zweite Gesellschafts
concert kein sehr gelungenes. Zwar hielt sich der Chor
des „Singvereins“ tapfer und zeichneten sich die Herren
Walter und
Das vierte „Philharmonische Concert“, zu
gleich das hundertste, welches Capellmeister
dirigirte, ward, wie bereits gemeldet, zum Anlaß einer ebenso
glänzenden als herzlichen Ovation für den Dirigenten. Wir
haben für diesen Vorgang nur Worte freudiger Zustimmung,
denn das Publicum ist Herrn
erlesene Kunstgenüsse zu Dank verpflichtet. Wenn ein Künst
ler sich aus schwierigen Anfängen durch Talent, reiches
Wissen und rastloses Streben zu bedeutender Höhe aufge
schwungen, so ist es
sah sich
pflanzt, das dem
der Acclimatisirung bereitet. Gedrückt von dem Dirigenten
ruhm seiner Vorgänger
anfangs kühl, von einem einflußreichen Theil der Journalistik
schlimmer als kühl behandelt, ließ
nicht sinken, sondern spannte um so energischer alle Kräfte
an, um die von ihm wiedererweckten „Philharmonischen
Concerte“ zu jener Vollendung zu bringen, welche sie heute
auszeichnet. Schon im alten Kärntnerthor-Theater leisteten
Local des großen Musikvereinssaales that aber hinzu, was
kein Dirigent geben kann: die günstige Akustik, und nun erst
machen die Productionen der Philharmoniker, welche vordem
an Klangeffect hinter anderen Orchester-Concerten oft zurück
standen, ihre volle Wirkung. Während im Kärntnerthor-
Theater zwar alle p und pp, alle feinen, zierlichen Details mit
unübertrefflicher Deutlichkeit herauskamen, aber die starken,
schlagenden Effecte versagten, ist gegenwärtig das rechte akustische
Gleichgewicht gewonnen und überdies durch eine Vermehrung
der Musiker von etwa 80 auf 109 in seiner Wirkung bedeu
tend gefördert. Unter ihrem Begründer, Otto Nicolai, waren
Concerte durchbrochen und neben den mit Recht immer vor
herrschenden Classikern auch die hervorragendsten Instru
mental-Componisten der Neuzeit zur Aufführung gebracht zu
haben. Ihm verdanken wir die Bekanntschaft der inter
essantesten Symphonien und Ouvertüren von
Talente:
Robert
rung ihrer Manuscripte. Da ich die Aufführungen
unter
trage, getraue ich mir auch zu behaupten, daß sie den Phil
harmonischen Concerten, wie diese gegenwärtig unter
dastehen, keineswegs überlegen, vielmehr in manchen Punk
ten technischer Vollendung unvollkommener waren. Damit
soll das ungemeine Verdienst jener Dirigenten nicht im ge
ringsten geschmälert, sondern nur daran erinnert sein, daß
man hier in früherer Zeit weit geringere Ansprüche an die
Technik von Orchester-Aufführungen stellte. Zur Zeit Ni
waren in