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Maschinenlesbares Transkript der Kritiken von Eduard Hanslick.
Ed. H. Wir möchten nicht behaupten, daß es überall,
wo man’s packt, interessant ist, das vor uns aufsteigende
Gebirglein von musikalischen Novitäten; aber Mancherlei
steckt doch darin, was die Theilnahme musikliebender Leser
anruft und hervorgezogen zu werden verdient. Holen wir
uns gleich das Beweglichste, Fröhlichste heraus: die Lanner’
Materials mitgewirkt. Interessant ist, daß
Stimmen für seine Capelle stets eigenhändig, und zwar sehr
schön herausgeschrieben hat und auf jede dieser Orchester
stimmen oben die Wort setzte: Mitt Gott! Der heitere
Wir entnehmen dieses Citat einem kürzlich erschienenen,
sehr anziehenden und vortrefflich geschriebenen Buch von
Julius Eckardt: „
Spohr, dem Großmeister des
Ueber das
wunderlich genug anmuthen. „So verschiedene Beobachter
wie Heinrich
Weltreisenden Alexander v.
ein, daß
viel zu ausgedehnt erscheine, wenn man die spärliche
Menschenbewegung auf ihren Gassen und Plätzen ins Auge
fasse, und daß ein Zug unüberwundener Kleinstädterei sich
in allen ihren Lebensäußerungen verrathe.“ Als die Familie
Mendelssohn-Bartholdy im Jahre
die Hausfreunde, daß Mendelssohns so weit aus der Welt
in eine so abgelegene todte Gegend zögen, wo das Gras auf
den Steinen wachse.
Mendelssohn’schen Hause; dort zugelassen zu sein, war
der größte Vorzug, der einem strebsamen jungen
Berliner damals überhaupt zu Theil werden konnte.
Mit dem siebzehnjährigen, schon als Meister anerkannten
Felix
dächtniß bei den Betheiligten jahrzehntelang fortgelebt hat.
Im Jahre
sohn
tritt in dessen Streichquartett nach
verlebte
delssohn blieb er in regem schriftlichen Verkehr. Wir be
kommen da einige köstliche Briefe von
Leah
überströmen. Kein Zweifel, daß
Humor, der in keinem seiner Briefe gänzlich fehlt, von
geerbt hat, während er, ganz wie
strenge Führung“ dem
meister des Theater- und Gewandhaus-Orchesters in
ernannt, fand
jähriger Wünsche und die Stellung, deren Ausfüllung die
Arbeit seines Lebens sein sollte. Mit dem ersten von
sohn
belebender Hauch über das Institut gekommen. Auch
erstes Auftreten fiel glänzend aus, und mit Feuereifer ging
der 25jährige Concertmeister an die Aufgabe, das Orchester
um sich zu sammeln, dessen Thätigkeit neu zu regeln
und für Heranziehung tüchtiger junger Kräfte zu sorgen.
Am Schluß eines Briefes an
gewährt uns einen tiefen Blick in den echten künstlerischen
Adel des Meisters: „Meine Symphonie soll gewiß so
gut werden, wie ich kann; ob aber populär, ob für die Dreh
orgel, das weiß ich freilich nicht. Ich fühle, daß ich mit
jedem Stück mehr dahin komme, ganz so schreiben zu lernen,
wie mir’s ums Herz ist, und das ist am Ende die einzige
Richtschnur, die ich kenne. Bin ich nicht zur Popularität ge
macht, so mag ich sie nicht erlernen oder erstreben, oder
wenn du das unrecht findest, so sag’ ich lieber, ich kann sie
nicht erlernen. Denn wirklich, ich kann es nicht und möchte
es nicht können. Was so von Innen herauskommt, das
macht mich froh, auch in seinem äußerlichen Wirken, und
darum wäre mir’s freilich viel werth, wenn ich dir und
meinen Freunden den Wunsch erfüllen könnte, den du mir
aussprichst — aber ich weiß eben nichts dazu und nichts
davon zu thun.“ Wie unbehaglich sich
General-Musikdirector berief, ist bekannt. In mehreren
ausführlichen Briefen an
behagen ebenso lebhaft, als er es gründlich motivirt. Er
ist froh, wieder in
Oberleitung des neugegründeten Conservatoriums übernimmt
und seinem Freunde
Energie, womit dieser sich dem Lehrberuf hingab, hat länger
als drei Jahrzehnte vorgehalten und dem Conservatorium
unschätzbare Dienste erwiesen. Im November
schütternden Schlag niemals verwunden. Er hat zwar den
unerbittlichen Anforderungen des Lebens gehorcht und uner
müdlich weitergearbeitet, aber innerlich war er nicht mehr,
der er zur Zeit seines glücklichen Zusammenwirkens mit
delssohn
kränkelt, aber sich leidlich wieder erholt hatte, ist ihm das
Glück eines ganz plötzlichen, leichten, ja heiteren Todes zu
Theil geworden. Am Morgen des 18. Juli
nahm er von
vretta-Gletscher
Höhe, daß er sich unbeschreiblich wohl fühle: plötzlich brach
er lautlos zusammen, ein Herzschlag hatte dem Leben des
dreiundsechzigjährigen Mannes ein Ende gemacht.
Tritt man aus dem idealen Kreise, in welchem
sohn
mittelbar in die neueste
wie von einem betäubenden Qualm angeweht. Nicht lange
sollen unsere Leser darin aufgehalten werden. Nur Ein auf
fallendes Moment sei hier hervorgehoben: die stetige Pro
gression, in welcher die obersten Worführer sich selbst
und einander überbieten in dem crassesten Götzendienst
Wir wollen gar nicht Herrn Edmund v.
citiren, der seinen Einfall, ein ganzes
tung der ersten Scene des
die zweite Scene zu schreiben, noch überboten hat durch eine
Abhandlung von 52 enggedruckten
zigen Ton, das A zu Anfang der
Exaltado, dessen Selbstbiographie ein rührendes Beispiel von
Größenwahn ist, spricht aber, wenn er von
doch noch von
der Mode. Den Auserwählten von
als Dogma, daß
zu haben, unsterblich bliebe als Dichter, als Philosoph, als
socialer und religiöser Reformator. Vor einigen Jahren be
wiesen uns
größer sei als
nügt heute nicht mehr. Im Juli dieses Jahres erschien in
Satze gipfelt: „Richard Wagner ist der Luther
des neunzehnten Jahrhunderts. Wie
95 Streitssätze an die Thür der Schloßkirche zu
schlug, so erbaute
Gralstempel und stellte im Kirche der Zukunft.“ Kann der Wahnwitz noch weiter
gehen? Wahrscheinlich wird er es; denn die Gleichstellung
reichend erscheinen und demnächst der Proclamation Platz
machen: „
seine Philosophie direct aus
reits als großer Philosoph, als zweiter
wundert wurde, ist bekannt. Aber auch das genügt heute
nicht mehr;
ringere Philosoph hinter Wirth — derselbe, der in