Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder Medium vervielfältigen und weiterverbreiten
Bearbeiten — das Material remixen, verändern und darauf aufbauen und zwar für beliebige Zwecke, sogar kommerziell.
Der Lizenzgeber kann diese Freiheiten nicht widerrufen solange Sie sich an die Lizenzbedingungen halten. Unter folgenden Bedingungen:
Namensnennung — Sie müssen angemessene Urheber- und Rechteangaben machen, einen Link zur Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht werden, allerdings nicht so, dass der Eindruck entsteht, der Lizenzgeber unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung besonders.
Keine weiteren Einschränkungen — Sie dürfen keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen, was die Lizenz erlaubt.
Hinweise:
Sie müssen sich nicht an diese Lizenz halten hinsichtlich solcher Teile des Materials, die gemeinfrei sind, oder soweit Ihre Nutzungshandlungen durch Ausnahmen und Schranken des Urheberrechts gedeckt sind.
Es werden keine Garantien gegeben und auch keine Gewähr geleistet. Die Lizenz verschafft Ihnen möglicherweise nicht alle Erlaubnisse, die Sie für die jeweilige Nutzung brauchen. Es können beispielsweise andere Rechte wie Persönlichkeits- undDatenschutzrechte zu beachten sein, die Ihre Nutzung des Materials entsprechend beschränken.
Maschinenlesbares Transkript der Kritiken von Eduard Hanslick.
Ed. H. In dem ersten Gesellschaftsconcert wurde
Händel’s Oratorium „
zweiten Galerie einen Gulden, der Eintritt 50 Kreuzer.
Die Preise sind dieselben für das Concert wie für
die Generalprobe. Das scheint auf den ersten Blick
befremdend. Aber diese „public rehearsals“ sind thatsächlich
gut vorbereitete, vollständige Aufführungen, denen drei bis
vier Proben vorausgegangen sind. Der Besuch der General
proben ist außerordentlich; wenn eine
phonie oder ein berühmter Gast auf dem Programm steht,
müssen Hunderte von Besuchern fortgeschickt werden, weil
keine Billette mehr vorhanden sind. Dieser Andrang gerade
zu den Proben erklärt sich daraus, daß sie Matinée-Concerte
sind. Die Zuhörer, welche 20 bis 30 Meilen
weit vom Lande oder aus benachbarten Städten nach
rend sie nach dem eigentlichen „Concert“ bei Nacht
heimfahren müßten. In diese Nachmittags-Aufführungen
kommen Töchter aus den besten Familien ohne jedwede Be
gleitung. Sehr bald zeigte sich das allgemeine Interesse an
den Symphonie-Concerten in lebhafter Zunahme; es schlich
sich ein Zwischenhandel mit Agiotage ein, welcher die Er
langung gewisser Sitzplätze erschwerte. Mr.
auf ein praktisches Gegenmittel: vor Beginn der Saison
werden die Sitze im Concertsaal versteigert — ein Verfahren,
das sich bewährt hat und bis heute besteht. Zwei solche
Auctionstage genügen jedesmal, um sämmtliche Sitze an die
Abonnenten abzusetzen. In den ersten drei Jahren des In
stituts leitete der bekannte treffliche Sänger Georg
die Concerte. Im vierten Jahre reiste Mr.
nach
zu halten nach einem neuen Dirigenten. Er besuchte auch
in
Ohne Zaudern schloß er den Contract mit
in
meiner Zufriedenheit absolvirte. Als einen hemmenden Uebel
stand empfand es
Saison stets viele neue Mitglieder bekam. Um so häufigen
Personenwechsel zu vermeiden und ein ständiges Orchester zu
erlangen, beantragte er mit Erfolg eine Verlängerung der
Saison und die Unternehmung einiger weiterer Tournées
mit seinem Orchester. Auch ersetzte er viele ältere
Musiker durch jüngere, holte einzelne tüchtige aus
Reorganisirung, die durch drei Jahre fortgesetzt wurde,
bis das Orchester seine jetzige Gestalt erhielt. Es besteht
größtentheils aus Deutschen, worunter viele Oesterreicher;
außerdem Amerikaner, Franzosen, Engländer, Holländer —
kurz, ein richtiges Weltorchester.
sachten natürlich neue große Auslagen. Das gewöhnliche
Deficit (das Mr.
lauf Einer Saison in den ersten Jahren etwa 20,000
Dollars; nach dem zweiten Jahre soll es sogar auf 40.000
Dollars gestiegen sein. Da mußten nun besondere An
strengungen gemacht werden, vor Allem der kühne Versuch,
mit dem Orchester nicht blos in kleineren Städten, sondern
auch in
treffliche Orchester besitzt, hatten die
bürgerten und seither alljährlich (vier bis fünf in der Saison)
wiederholen.
einige Städte setzen sich stets in Verbindung, sobald eine solche
kleinere Tournée der Bostoner im Werk ist, wozu in der Regel,
vom December ab, eine Woche in jedem Monat verwendet wird.
In diesen Reisewochen entbehrt natürlich
cert. Allein es geht den Abonnenten kein Concerttag verloren,
derselbe wird nur herausgeschoben durch Verlängerung der
Saison. Das erste Concert findet immer um die Mitte
October statt, das letzte Ende April. Die Bemühungen
brachte in
Als Beweis für die ungemeine Anziehungskraft dieser
Symphonie-Concerte sei erwähnt, daß in
Samstag in irgend einem Hause eine Abendgesellschaft statt
findet. Man weiß, daß Jedermann ins Concert geht. Das
Interesse für Musik ist dort nicht nur groß, sondern echt
und aufrichtig. Abgesehen von dem regelmäßigen Concert
besuch, macht man auch zu Hause schrecklich viel Musik; die
jungen Leute arbeiten die ganze Woche hindurch am Clavier
das Programm des nächsten Concertes durch und kommen wohl
vorbereitet zur Aufführung. So ruhig, ja andächtig das
Publicum sich während der Musik verhält, ebenso stürmisch
lärmend äußert es seinen Beifall, wenn ihm ein Stück
gefallen hat. Namentlich die
von
In ihren Programmen, sowie in der Dauer der Auffüh
rungen sind die
Philharmonischen. Vier bis fünf
dürfen in keiner Saison fehlen. Neben dem classischen Reper
toire brachte
große Anzahl von Concerten erfordert. Früher bestand die
Sitte, in jedem Concert einen Solisten auftreten zu lassen,
und dieser galt für die stärkste „attraction“. Aber die ersten
Versuche zeigten bald, daß die Anziehungskraft keineswegs
von den Solisten ausging.
zwei Concerte in jeder Saison ohne Virtuosen und
Gesangskünstler zu geben, und steigerte alljährlich die
Zahl dieser blos orchestralen Aufführungen. Schließlich
fand man letztere noch schöner und interessanter. Einen
eigenen Chor, wie in
fügung. Wenn ein solcher nothwendig war, erzielte man
seine Mitwirkung durch besondere Einladungen.
vier Chorvereine: drei gemischte (deren größter die „Händel
and Haydn-Society“ mit 500 Mitgliedern ist) und Einen
Männergesang-Verein. Ein Chor von 300 Sängern war
eingeladen zu Aufführungen der
und zu den zwei Aufführungen des
die zum Besten des
stattgefunden haben. Gericke, der sich um die musi
Die „Philharmoniker“ machten uns mit einer neuen
Mosz
bekannt. Für diese Wahl entschied wol weniger der
schen Applaus entfesselt hat. Diese war ein flott erfundenes,
brillant instrumentirtes Stück, das trotz der geringen Tiefe
und Originalität seiner Gedanken Effect machen mußte.
Nicht ebenso die neue
ein ganzes Elitecorps von Orchester-Effecten gegen den
Zuhörer los, sogar unter Mithilfe der Orgel; trotz
dem fühlt man sich schließlich ermüdet, ja gelang
weilt von dieser breit ausgelegten bunten Scenenreihe.
An gefälligen, pikanten Stücken und Stückchen fehlt es
natürlich bei
knapperen Formen Esprit und Grazie walten zu lassen, wie
in dem „Scherzo“ und „Intermezzo“, da ist er aufrichtigen
Beifalls sicher. Die beiden langsamen Sätze: „Präludium“
und „Larghetto“, dehnen sich in einer Art unendlicher Melodie
und steigern dieselbe mit
„höchsten Entrücktheit“. Am Schluß des ersten Satzes er
eignet sich etwas Ungeahntes: die Harfe beginnt plötzlich
ganz allein sich in langer virtuoser Cadenz zu ergehen.
Schon fürchten wir nach diesem Harfenconcert,
Lammermoor
Wunderbareres: ein Orgel-Solo von acht Tacten. Daran schließt
sich eine elegante Orchesterfuge, deren langes, in Sechzehnteln rasch
hingleitendes Thema zu effectvollen Verflechtungen der Saiten-
und Blasinstrumente geeigneten Stoff gibt. Die Orgel hat
nach ihren paar präludirenden Accorden bis ganz zum Schlusse
der Fuge geschwiegen, hier fällt sie, hauptsächlich wegen
Herstellung eines langen Orgelpunktes auf dem Contra-D,
wieder ein und hat fortan in der ganzen
zu thun. Es scheint mir doch etwas respectlos, einen großen
Herrn wie die Orgel zu solcher winzigen Nebenrolle zu in
commodiren. Immerhin sind die fünf ersten Sätze weit inter
essanter, als der sechste und letzte, ein „Marsch“, der mit
fettem Getöse die klägliche Magerkeit der Erfindung zu ver
hüllen bemüht ist. Unter das Finale seiner ersten
jenes hagelartig niederprasselnde Perpetuum mobile aller
Violinen, konnte
der Schlußsatz der neuen
Krönungsmarsch, eher eine feierliche Abdication mit Trom
peten und Pauken. Wahrscheinlich um die beiden für
kowski
Herr Hanns Mendelssohn’s Ouvertüre zu
Brahms wurde musterhaft gespielt und nach
Franz Ondriček hat zwei sehr erfolgreiche Concerte
Bei Rosé wurde ein neues