Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder Medium vervielfältigen und weiterverbreiten
Bearbeiten — das Material remixen, verändern und darauf aufbauen und zwar für beliebige Zwecke, sogar kommerziell.
Der Lizenzgeber kann diese Freiheiten nicht widerrufen solange Sie sich an die Lizenzbedingungen halten. Unter folgenden Bedingungen:
Namensnennung — Sie müssen angemessene Urheber- und Rechteangaben machen, einen Link zur Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht werden, allerdings nicht so, dass der Eindruck entsteht, der Lizenzgeber unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung besonders.
Keine weiteren Einschränkungen — Sie dürfen keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen, was die Lizenz erlaubt.
Hinweise:
Sie müssen sich nicht an diese Lizenz halten hinsichtlich solcher Teile des Materials, die gemeinfrei sind, oder soweit Ihre Nutzungshandlungen durch Ausnahmen und Schranken des Urheberrechts gedeckt sind.
Es werden keine Garantien gegeben und auch keine Gewähr geleistet. Die Lizenz verschafft Ihnen möglicherweise nicht alle Erlaubnisse, die Sie für die jeweilige Nutzung brauchen. Es können beispielsweise andere Rechte wie Persönlichkeits- undDatenschutzrechte zu beachten sein, die Ihre Nutzung des Materials entsprechend beschränken.
Maschinenlesbares Transkript der Kritiken von Eduard Hanslick.
Ed. H. Das zweite Gesellschaftsconcert
bot eine interessantere Mannigfalt von Tonstücken und Per
sonen, als die ihm vorausgegangene zweite Production der
Philharmoniker. Diese bescheerte uns die
Ouvertüre
Symphonie
Es bleibt somit nur der Erfolg zu constatiren, welchen
Herr Richard Epstein mit dem virtuosen Vortrage
Im Gesellschaftsconcert concentrirte sich der Antheil
des Publicums zumeist auf Herrn Eugen d’Albert. Zuerst
ewig hoffender, ewig enttäuschter
ist die schon im Text begründete Verwandtschaft der Com
position
auch mit dem „
Gedicht gleicht einer Paraphrase der
„denen es gegeben ist, auf keiner Stätte zu ruhen“.
Sehr natürlich, daß
gleichen Farben gewählt hat wie
nicht, wie dieser in dem herrlichen Nachspiele des
lied
den Ausblick.
das gibt noch nicht dasselbe Bild oder ein gleich gutes.
sehr gefährlicher Nachbar. An solche Werke erinnert nur mit
Vortheil, wer ihnen sehr nahe kommt.
größeren Dimensionen und reicheren Mitteln als
(vier Hörner, drei Trompeten, drei Flöten, drei Pauken,
Tuba, Contrafagott, Harfe), erreicht aber nicht die er
schütternde und zugleich erhebende Wirkung des
Werkes, weil die gleiche Kraft und Tiefe des musikalischen
Gedankens fehlt. Mit dieser sich nothwendig aufdrängenden
Vergleichung sollen aber die Vorzüge von
dichtung nicht geschmälert sein. „
ein Werk reifer Kunst, von großer Auffassung des Ganzen und
vornehmem Ernst in jeder Note. Unter den jüngeren Componisten
vereinigt künstlerischen Ernst und Aufrichtigkeit mit voll
kommener Beherrschung aller Kunstmittel. Erstaunlich, wie
der Neunundzwanzigjährige, der bis vor Kurzem ganz der
Virtuosenlaufbahn angehörte, zu so früher Meisterschaft ge
langen konnte. Was auch in seinen neuesten Werken uns
noch immer abgeht, ist der Stempel der Persönlichkeit, die
individuelle Physiognomie. In seiner Instrumentalmusik ver
nehmen wir zwar nicht die Worte, aber die Stimmen
ich nach dem Clavierauszug des „
die Stimme
Seelenproceß vollzogen zu haben, nur früher, wie bei
und
worin alle drei Meister eine noch höhere Stufe und größeren
Ruhm nicht mehr erreichen konnten, entfachte in ihnen die
glühende Sehnsucht nach eigenem Schaffen und nach gleicher
Anerkennung als Tondichter.
reiferen Mannesalter,
Palme des Tondichters gelangt in den größten, schwierigsten
Musikformen. Soweit wir
trifft er
lung, in contrapunktischer Kunst, in Beherrschung der Form
und des polyphonen Styls. Er erreicht sie aber nicht an
sinnlicher Kraft und Eigenart. Uebrigens steht
Componist im Anfang seiner Laufbahn und läßt noch einen
weiten Ausblick offen. Diesen hier nur ganz allgemein wieder
gegebenen Eindruck hat mir auch
(op. 11) bestätigt, das kürzlich von dem Böhmischen Quartett
verein mit großem Beifall gespielt worden ist. Es scheint
mir bezeichnend, daß der weitaus gelungenste und
effectvollste Satz derjenige ist, welcher durch geschickteste
Mache und geistreiche Zuspitzung wirkt: das Scherzo. Alle
vier Instrumente mit Sordinen, die zwei oberen Geigen in
Terzen pianissimo, geisterhaft auf und nieder sausend, bald
von abgerissenen Pizzicato-Tönen geneckt, bald von breiten,
gehaltenen Baßnoten gestützt — ein Stück von glänzender
Aeußerlichkeit. Das Scherzo, von dem „Böhmischen Streich
quartett“ ganz unübertrefflich vorgetragen, mußte wiederholt
werden, während die drei anderen Sätze, welche nach tieferer
Gemüthserregung streben, nur schwachen Eindruck erzielten.
Besäße
Kraft, so viel melodische Mitgift wie erworbene Kunst, alle
Herzen wären sein.
In einer kürzlich erschienenen autobiographischen
betont
Namens und seiner
Gewiß, den echt
kann Niemand anfechten. Weniger vermag mich seine Polemik
gegen die
sagt, daß „vielleicht mit Ausnahme von
angenommen wird“. Das möchte ich doch bezweifeln; freilich
rechne ich zu dem „eigenen Werth“ einer Oper auch den Vorzug
der Bühnentauglichkeit und Wirksamkeit.
wer sich in die Gunst eines Intendanten einschmeichelt oder
die Schulden eines allmächtigen Capellmeisters tilgt, in
größte
Schund, die „
seiner Person, als vom Gesellschaftsconcert abgelenkt. Ich
kehre zu diesem zurück, um
für seinen Vortrag des
auszudrücken. An Kraft und Zartheit, an glänzender
Technik und eindringendstem lebendigen Verständniß der
Composition, welcher von
Fälschung oder eigenwillige Deutung widerfuhr, war die
ganze Leistung unübertrefflich. Der Künstler feierte mit
diesem Stück, was doch kaum die Hälfte seiner Virtuosität
in Anspruch nimmt, einen Triumph ohnegleichen.
Zwei Chöre mit Orchesterbegleitung von Hugo Wolf,
geglückt. Beide Stücke gehören jener schildernden, malenden
Gattung an, welche dem Talent dieses Componisten am
willigsten entgegenkommt. Die gut declamirte und meistens
stimmgemäß gesetzte Chorpartie bewegt sich über einem
blendenden, raffinirt effectvollen Orchester. Im „
sind die subtilsten Künste, im „
modernen Instrumentirungskunst mit Erfolg aufgeboten.
An manchen Stellen des „
der Orchesterlärm so stark, daß man kein Wort versteht, was
doch gerade in der Ballade nicht ganz gleichgiltig ist. Im
Gesellschaftsconcert hat Herr Hugo
male einem größeren, nicht ausschließlich wölfisch gesinnten
Publicum mit Glück vorgestellt. Unzweifelhaft ein Mann
von Geist und Talent, hat er sich nur zu hüten vor Ueber
hebung und vor „guten Freunden“.
Die letzte Nummer des Gesellschaftsconcerts war dem
Andenken Rubinstein’s gewidmet. Drei Chöre aus seiner