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Maschinenlesbares Transkript der Kritiken von Eduard Hanslick.
Ed. H. In dem Martyrium von
wallen bilden seine Opern eine eigene Leidensstation. Uner
schöpflich im Produciren, unabgeschreckt von zahllosen Ent
täuschungen sehen wir
für die Bühne. Nicht weniger als vierzehn Opern und Sing
spiele hat er hinterlassen. Mit Bewunderung und Trauer
blicken wir auf die reiche dramatische Thätigkeit
Wenn man dies unerschöpfliche Talent zu benützen gewußt
hätte, was konnte
Während sein ungestümer Schaffensdrang sich wahllos an
das albernste Textbuch, an die erstbeste Gelegenheitsarbeit
für ein Vorstadt-Theater hingab, hätte es von der Einsicht
eines Opern-Directors abgehangen,
Schmucke, zu einem ganzen Schmuckkästchen der
Oper zu machen. Zumal der komischen Oper im weiteren
Sinne, welche ja ernste und gefühlvolle Momente nicht aus
schließt. Mit seinem Melodiensegen und seiner Vorliebe für
das Lied schien dieser goldhelle, heitere Geist für das musika
lische Lustspiel wie geschaffen. Das beweisen die beiden Singspiele,
mit welchen sich das Hofoperntheater heute an der
Feier betheiligt hat: „ Der vierjährige Posten“ und
Mahnung an die Componisten: „Ihr klagt immer über
den Mangel an heiteren Operntexten; da habt ihr
einen!“ Schubert componirte das Libretto und —
Seite, Letzterer sorgt für den Spaß und hat natürlich eine
Liebschaft mit dem
Tenoristen auszulangen, verschmolz der
die beiden Rollen
die Partie des Ersteren singen. Während also bei
Ritter
ein jubelndes Liebesduett anstimmt, singt in der
arbeitung
mit — seinem
in
brechen. Den Ideen des
statt denen
Bedienten für den Herrn nehmen. Der Director einer tenor
armen Provinzbühne soll nach diesem Muster überlegt haben,
ob sich das große Duett in „
ließe, daß
der ihr eiligst die Freudenbotschaft überbringt, ihr Gatte sei
amnestirt.
Die
Jahre, bis man ihr endlich den verdienten Abschied gab und
reuig zu dem Original zurückkehrte. Seither hat der „
liche Krieg
des
wieder an die Oberfläche. Selbstverständlich in seiner ur
sprünglichen echten Fassung. Nur den Knappen
wir zum erstenmale einer Sängerin zugetheilt, ob mit Recht
oder Unrecht, bleibt insoferne streitig, als
gangsduett mit
dem Tenor zugetheilt hat, im späteren Verlaufe hingegen
einer Sopranstimme. Ueber die Oper selbst haben wir nichts
Neues zu sagen; wer kennt und liebt sie nicht? Sie gleicht
einem Garten voll Blumenduft und Sonnenschein. Ritter
licher Muth, zärtliche Hingebung, verliebte Neckerei, schalk
hafter Humor — das Alles lebt und sprudelt in dieser
Musik, die in ihrer naiven Genialität und Herzlichkeit stärker
und nachhaltiger wirkt, als manches Musikdrama jüngster
Zeit. Dieser bescheidene Einakter ist als Kunstwerk reiner
und dauerhafter, auf der Bühne effectvoller, als
große, heroische Opern, welche trotz köstlicher Einzelheiten
uns doch unbefriedigt, ermüdet entlassen und zu erneuerten
Aufführungen kaum einladen. „
„
ihrem überquellenden Reichthum liedmäßiger Lyrik. Die „
schworenen
styls; geistreich, gemüthvoll, nirgends zur Posse herabsinkend
und nirgends hinaufstrebend zu dem Pathos der großen
Oper. In der großen Wüste, welche in der Geschichte der
und
so ziemlich die einzige Blume, die heute noch glänzt und
duftet.
Die Aufführung ging unter Director Fuchs’ sorg
Das einactige Singspiel „ Der vierjährige
“, ein Jugendwerk des 18jährigen
sollte nach des Dichters Absicht vollständig durchcomponirt
werden, nach Art eines Finales. Damit schien
nicht einverstanden; er componirte nur fünf Gesangstücke
lyrischen Inhalts und ließ die den dramatischen Fort
gang vermittelnden Scenen durchaus sprechen. In dieser
Originalgestalt macht
dürftige Figur. Der bescheidene Umfang des „
gen Postens
eilen, gesprochenen Scenen Platz zu machen, mußten einen
Erfolg bei unserem heutigen Publicum zweifelhaft erscheinen
lassen. Dennoch empfahl sich gerade zur Jubiläumsfeier die
Wahl eines noch unbekannten Singspiels, das zwei gefeierte
Namen vereinigt: Theodor Körner und Franz
glaube,
rufen. Daß er ihn nicht selber ausführte, lag theils im
Zeitgeschmack, noch mehr vielleicht an der unglaublichen
Schnelligkeit, mit welcher
niederschrieb. Er, der das einactige Singspiel „
in sechs Tagen fix und fertig componirt hat, wird zu
dem „
braucht haben.
theater einen freundlichen Eindruck gemacht. Dem klein
bürgerlichen Stoff und Costüm gemäß ist die Musik
durchaus knapp und einfach gehalten; den romantischen
Duft, den chevaleresken Glanz, welcher den „
Krieg
vierjährige Posten
neun Jahre vor dem „
neun Jahre bedeuten für
raum. In ihrer melodiösen und harmonischen Einfach
heit mahnt diese Musik vielfach an die damals flori
renden
und durch diese hindurch auf ihre
bilder in der Opéra Comique:
Modulationen verkünden den späteren reifen
Was dem kleinen Singspiel an erregender Kraft abgeht,
das that die Feststimmung des Publicums hinzu, die starke
Strömung, welche jetzt alles
Höhe hebt. Fräulein Abendroth und Herr