Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder Medium vervielfältigen und weiterverbreiten
Bearbeiten — das Material remixen, verändern und darauf aufbauen und zwar für beliebige Zwecke, sogar kommerziell.
Der Lizenzgeber kann diese Freiheiten nicht widerrufen solange Sie sich an die Lizenzbedingungen halten. Unter folgenden Bedingungen:
Namensnennung — Sie müssen angemessene Urheber- und Rechteangaben machen, einen Link zur Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht werden, allerdings nicht so, dass der Eindruck entsteht, der Lizenzgeber unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung besonders.
Keine weiteren Einschränkungen — Sie dürfen keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen, was die Lizenz erlaubt.
Hinweise:
Sie müssen sich nicht an diese Lizenz halten hinsichtlich solcher Teile des Materials, die gemeinfrei sind, oder soweit Ihre Nutzungshandlungen durch Ausnahmen und Schranken des Urheberrechts gedeckt sind.
Es werden keine Garantien gegeben und auch keine Gewähr geleistet. Die Lizenz verschafft Ihnen möglicherweise nicht alle Erlaubnisse, die Sie für die jeweilige Nutzung brauchen. Es können beispielsweise andere Rechte wie Persönlichkeits- undDatenschutzrechte zu beachten sein, die Ihre Nutzung des Materials entsprechend beschränken.
Maschinenlesbares Transkript der Kritiken von Eduard Hanslick.
Ed. H. Im Opernhause sind jetzt zwei interessante musi
kalische Raritäten ausgestellt: „
und „
unsichtbar die Gestalt
kürlich denken bei
auf
zu machen, uns aufzuregen oder hinzureißen, dafür sind die
beiden anspruchslosen Einacter nicht geschaffen, aber als eine
freundliche Erholung nach den Gewaltthaten des
liedes
Stunde. ... Papa
hat die Fürstin
Jahren eine einzige Aufführung des „
thätigkeits-Vorstellung im Carl-Theater veranlaßt mit den
ersten Kräften der
später hatte
bekommen. Jugendfrisch fortlebend in seinen Oratorien,
Symphonien, Quartetten, gehört
componist zu den Verschollenen. Zu den unrettbar
Verschollenen durfte man sagen, bevor sein „
überraschende Ausnahme uns eines Besseren belehrte. Dieser
feiert nun eine zweite Auferstehung in der praktischen und
geschmackvollen Bearbeitung Dr.
Ouvertüre, eine
Hörer gleich in die entsprechende musikalische Atmosphäre
versetzt. Etwas umständlich vor einem einactigen Singspiel,
wurde die
aufgenommen. In so vollendet feiner Ausführung bekommt
man ja
wenn überhaupt. Unter fröhlichem Applaus geht der Vor
hang auf. Da stoßen wir gleich auf eine zweite glückliche
Neuerung. Zum erstenmale erblicken wir im Orchester ein
Pianino, auf welchem Director
tative begleitet. So war es ehemals Sitte, und eine ver
nünftige Sitte. Der Capellmeister kann am Clavier sich dem
freien, halb gesprochenen Recitativ leichter anschmiegen; der
Eintritt des Orchesters wirkt darauf um so kräftiger. Die
Handlung des Stückes ist schnell erzählt. Der Apotheker
aller Lustspielmänner sich um seine schöne Nichte
bewirbt. In diesem Unternehmen wird er von zwei jungen
Leuten gehindert, die beide in
Eine, ein reicher Stutzer Namens
Lehrling bei dem Apotheker eingetreten ist. Diese beiden
Nebenbuhler, sowol der begünstigte
schmähte
nirten Zeitungslesers
Possen. Zuerst erscheinen sie als Notare, um
Heiratscontract aufzusetzen, dann spielt
kisch
Apotheker nach
der glückliche
die sich im Apothekerladen abspielt, entwaffnet uns durch
die Anspruchslosigkeit ihrer possenhaften Komik. Die Musik
ergötzt durch naive Anmuth und Drolligkeit; man genießt sie
überdies als einen historischen Leckerbissen. Glücklich er
funden und von solider Meisterhand ausgeführt, sind
insbesondere die Ensemble-Nummern: das Quartett
mit den beiden falschen Notaren und die durch
einen kleinen Männerchor verstärkte Türkenscene. Von den
Arien wirken am frischesten die erste des
Arie des mit dem Degen herumfuchtelnden
wir nicht zu trauern; eher wären noch ein und die andere
Kürzung, namentlich der sentimentalen Gesänge, zu befür
worten. An der Aufführung würde
habt haben, so dringend er in seiner Bescheidenheit sich dagegen
auch gewehrt hat, daß seine für das fürstliche Haustheater
in Esterhaz berechneten Singspiele auf große Bühnen ver
pflanzt würden. Den alten Apotheker gibt Herr Hesch voll
Lortzing’s einactige komische Oper „
Zeit: sein Haupteffect beruht, wie im „
Spaß mit Verkleidungen. Ein flotter junger Baron Adolph
entfernt, um einer von diesem geplanten Convenienz-Heirat
zu entgehen. Von seinem Diener
er in die Nähe eines gräflichen Schlosses, dessen Besitzer ein
Musik- und Theaternarr ist. Das ganze Haus bis zum
Küchenjungen herab musicirt. Baron
Diener
Schloß erwirkt und sollen in der bevorstehenden Opern
probe mitwirken. Kaum hat diese begonnen, als plötzlich der
alte
gebung bittend, und erfährt, daß die ihm zugedachte Braut keine
andere ist, als die junge hübsche
erobert hat. So endet die unterbrochene Opernprobe mit einem
Verlobungsschmaus und allgemeiner Zufriedenheit. Auch des
Publicums, können wir beifügen. Die einfache Handlung ist
geschickt geführt und mit manchem guten Scherz ausgestattet.
Einige Kürzungen in dem allzu geschwätzigen Dialog dürften
vielleicht nicht schaden. Die Musik ist echter, unverfälschter
„
gar nicht zu reden. An die „
hohen Maßstab zu legen, vermeiden wir um so lieber, als
die komische Oper in
jedem ihrer wenigen wackeren Pfleger ein schonendes Privi
legium gebührt, ähnlich dem Beneficium competentiae des
Schuldners im
schen Oper möchte ich nicht beschönigen, noch weniger unter
schätze ich ihre Vorzüge. Wir wollen und können heute
der letzte naive Operncomponist der Deutschen. Wie er
quickend frisch klingt nicht gleich das erste Duett
mit dem
dich liebe?“ Ich erwähne noch das Buffo-Duett zwischen
und das Finale — zwei wirksam ausgeführte En
sembles, deren Hauptthemen uns schon in der Ouver
türe verrathen sind. So weiß uns
zwar nicht viel Neues zu sagen, aber das Alte sagt
er mit gewinnender Heiterkeit, in fließender Rede. Die
„
das Friedrich-Wilhelmstädtische Theater in
er zuletzt, von Sorgen schwer bedrückt, als Capellmeister
gewirkt hat. Einige Monate nach seinem Tode (
langte die „
Repertoire wieder zu verschwinden. Erst in neuester Zeit ist
das liebenswürdige kleine Werk gedruckt und an mehreren
Bühnen mit Erfolg gegeben worden. Es ziemte und ver
lohnte sich, das Andenken
erwecken. In so guter Darstellung dürfte seine „
probe
standen die Herren Naval (
„Welch ganz anderen Einfluß,“ schrieb
vor fünfzehn Jahren, „könnte unsere
winnen, wenn unsere jungen Musiker sich entschlössen, weite
Reisen zu unternehmen und während einiger Jahre Pionniere
der
Meisters erfüllen jetzt die Herren Rabaud und
Largo der Einleitung mit dem Allegro; der Hörer kommt
zu keiner einheitlichen Stimmung, das Stück nicht zum
geraden Emporwachsen. Der zweite Satz vereinigt in
ähnlichem Wechsel Andante und Scherzo; aus ersterem
klingt viel Zartes und Inniges. Mit einem kräftigen
Allegro-Thema setzt das Finale ein, um aber fortwährend zu
Reminiscenzen aus den beiden früheren Sätzen zurückzu
greifen. Zu viele Motive lösen einander ab; über ihnen
herrscht allerdings ein die ganze Symphonie durchziehendes
Hauptthema leider nicht plastisch, nicht charakteristisch genug,
um in all seinen Verkleidungen und Verbindungen erkannt
zu werden. Diese Unruhe erzeugt im längeren Verlaufe
Monotonie und diese Monotonie wieder Unruhe im Zu
hörer. Die Instrumentirung deutet vielfach auf
sie hält sich abseits von der Klangspielerei wie von dem Ge
töse der jungen
Satz fällt die starke Verwendung des Bleches auf; die Baß
posaune unterstreicht da jedes einzelne Wort, das der
Autor spricht.
Von Saint-Saëns bekamen wir abermals ein
Weiter bescheerte uns das Concert ein paar neue
Orchesterstück von Lalo und
der
wir in
Impotenz, das vor etwa 20 Jahren der Fischer hier vortrug. So gut er das Stück auch gespielt hat, man