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Maschinenlesbares Transkript der Kritiken von Eduard Hanslick.
Ed. H. Berückt von dem poetischen Zauber der
Königstochter Tschaikowsky Henrik
und der gleichmäßigen Rhythmik. Was an dem Drama des
und Erörterungen über das Licht, das Sehen — geistreiche,
poetische Gedanken, welche dieses Thema sowol nach der
Gefühlsseite, wie nach der psychologischen und pathologischen
beleuchten. Davon kann das Wenigste in Musik rein auf
gehen und wird das Meiste im Gesangsvortrag undeutlich
verschwimmen.
Da hätten wir vorläufig und voreilig schon Entschul
digungsgründe vorgebracht, warum die Oper „
keinen großen Erfolg erzielen kann. Keinen Erfolg wie
besondere Vorliebe; trotz der sehr ungleichen Erfindung und
dem unglücklichen letzten Act, der das Werk nicht abschließt,
sondern abbricht. In „
als eine geprägte Individualität, eine geistvolle, liebens
würdige Natur, deren west
Nationalität trotzdem nicht verleugnet. Diese reizvollen natio
nalen Anklänge, welche der Musik zu „
teristische Farbe geben, müssen wir in der provencalischen
„
hätten wir der neuen Oper einen ähnlichen tiefen Eindruck
verdankt und nachgerühmt, wie jener älteren. Aber das will
uns trotz mancher schönen Einzelheit in „
gelingen. Es ist dem Componisten diesmal nicht viel Neues
eingefallen; wohl uns, daß er diesem Mangel nicht durch
Rohheit und Bizarrerie abzuhelfen sucht, wie so viele seiner
Landsleute. In
wiegend Natürlichkeit und zarte Empfindung, die manchmal
zum Gewöhnlichen herabsinkt, manchmal aber sich zu schöner
Anmuth erhebt.
Man höre gleich die einleitenden idyllischen Scenen im
Garten. Ein Gespräch
Recitativ und Cantilene schwankend, wird von einer un
gemein einfachen lieblichen G-dur-Melodie der Violinen und
Harfen getragen. Daran schließt sich ein zartes Arioso der
noch Kummer mein Sinn?“ und ein heiterer Mädchenchor
„Bringen die Blumen“. Die naive, herzliche Melodie mit
den jubelnden Vogelstimmen im Orchester wirkt in ihrer
Reinheit ebenso köstlich wie das darauf folgende Schlummer
lied in Es-dur. Es wird abwechselnd erst von zwei Solo
stimmen gesungen, denen sich dann die tiefere dritte und ein
leise verhallender Mädchenchor anfügt. In diesen einleitenden
idyllischen Scenen zeigt sich
in voller sanfter Leuchtkraft. Alles etwas breit ausgesponnen,
aber stimmungsvoll, in musikalisch schön gerundeter Form.
Nun sind wir aber beinahe fertig mit den Scenen, die wir
uneingeschränkt, so recht von Herzen loben können.
Jagdhörner verkünden das Nahen des
Begleitung des maurischen Arztes
Arie, in welcher der
klagt, ist dankbar für den Sänger, aber stark an
Muster ausklingend, von geringer Originalität. Charakteristi
scher erscheint unmittelbar darauf die Arie des
ihrer wunderlichen Monotonie. Das etwas steife Pathos der
beiden Bassisten wird erfreulich abgelöst durch die kühn
eindringenden jungen Freunde
Entzücken beim Anblick des herrlichen Gartens in reizenden
Orchester-Effecten ausklingt. Ritter
recht banalen Arie die Schönheit einer gewissen
Mathilde, die wir leider nicht zu sehen bekommen:
„Wer kann mit Mathilden sich messen an Macht, mit
ihres schwarzblickenden Augenpaars Pracht?“ Von der
schrecklichen „Umdichtung“ des Originals durch Herrn Hans
Proben.
ich ertragen Alles, denn mir werth ist er.“ Worauf der
die großartige Entscheidung fällt: „So sei sie dein, mein
Sohn, denn!“
Der Ritter
denn“) hat die schlafende
mischen Liebeserklärung entdeckt er allmälig, daß
blind ist. Durch seine Fragen wird die bisher Ahnungslose
zum erstenmale ihres Gebrechens inne. In dem ermüdend
langen Duett der Beiden leuchten einige feine Wendungen
auf; wo aber die Melodie endlich in festem, breitem Bett
sich zu sammeln beginnt („Ist des Schöpfers erstes Werk“),
verfällt sie der gewöhnlichen Opernphrase. Und doch steht
die Scene hier auf ihrem Höhepunkt, wie der Componist
durch eine spätere Wiederholung des Themas bekräftigt. Wo
aber die Kraft der originellen Melodie fehlt, da helfen alle Harfen
der Welt nichts. Der
Dienerinnen
Anwesenheit eines Fremden. Ein breiter, allmälig sich
steigender Ensemblesatz („Er sprach zu mir vom Strahl der
Sonne“) legt sich beruhigend auf die Erschütterung der
Anwesenden. Dann fleht
lichen Allegro um Gnade für
sich mit
kurzer Zeit kehren sie zurück; ein jubelnder Ausruf des
Chors „
Errettete. Eine große dramatische Scene
allmälig ihre Umgebung erkennt, gipfelt in ihrem Gebet
„O Herr zu dir!“, worauf ein kurzer Dank- und Preis
chor die Oper beschließt.
Das Publicum folgte der Oper sehr aufmerksam, mit
mehr Andacht als Begeisterung. Das liegt in der Natur
dieser Musik. Weder Meisterwerk noch Effectstück, wol aber
sorgfältige Arbeit eines vornehmen Künstlers. Die ersten
Scenen mit den Mädchenchören, zahlreiche Feinheiten im
Dialog, vor Allem die Reize der charakteristischen Instru
mentirung konnten von unserm Publicum nicht übersehen,
nicht unterschätzt werden. Der Erfolg von „
hat der
gegeben, dem
zu öffnen.
geschrieben; sehr wenig, wenn man seine enorme Fruchtbar
keit auf dem Gebiete der Symphonie, der Kammermusik,
des Liedes und des Clavierstückes dagegen hält. Für die Auf
führung der „
Bühnen und die frühere Beliebtheit der
große Opern: „ Der Opritschnik“ (nach einer
Die
verdient das wärmste Lob. Fräulein Selma Kurz besitzt