Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder Medium vervielfältigen und weiterverbreiten
Bearbeiten — das Material remixen, verändern und darauf aufbauen und zwar für beliebige Zwecke, sogar kommerziell.
Der Lizenzgeber kann diese Freiheiten nicht widerrufen solange Sie sich an die Lizenzbedingungen halten. Unter folgenden Bedingungen:
Namensnennung — Sie müssen angemessene Urheber- und Rechteangaben machen, einen Link zur Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht werden, allerdings nicht so, dass der Eindruck entsteht, der Lizenzgeber unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung besonders.
Keine weiteren Einschränkungen — Sie dürfen keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen, was die Lizenz erlaubt.
Hinweise:
Sie müssen sich nicht an diese Lizenz halten hinsichtlich solcher Teile des Materials, die gemeinfrei sind, oder soweit Ihre Nutzungshandlungen durch Ausnahmen und Schranken des Urheberrechts gedeckt sind.
Es werden keine Garantien gegeben und auch keine Gewähr geleistet. Die Lizenz verschafft Ihnen möglicherweise nicht alle Erlaubnisse, die Sie für die jeweilige Nutzung brauchen. Es können beispielsweise andere Rechte wie Persönlichkeits- undDatenschutzrechte zu beachten sein, die Ihre Nutzung des Materials entsprechend beschränken.
Maschinenlesbares Transkript der Kritiken von Eduard Hanslick.
Ed. H. Kein geringes Pensum für unsern Director
werthvollen Novitäten auszustatten. Die symphonische Pro
duction wirft nur mehr schwache Wellen und zieht enge
Kreise.
programme versorgt hat, steht seit etwa vierzig Jahren
darin zurück. Wir sind stark angewiesen auf
ihrem Schwerpunkt in der Oper ruhend, zählen im Orchester
concert fast gar nicht mit; für
zu viel. Was das heutige junge
Werken liefert, hat die Propaganda von
zösisch
certes von César Frank ist zwanzig Jahre alt, ebenso
Das imposante Vorspiel zur „
von der hier unbekannten Oper, kaum gebührend würdigen.
Es ist auf den drei Grundmotiven der Oper aufgebaut: dem
„Gerichtsruf“ und den Leitmotiven der
das ganze „Musikdrama“ hindurch, sowie dessen ungewöhn
liche Länge bezeugen den entscheidenden Einfluß
und damit die auffallende Abkehr
früheren Opernstyl. Der Componist selbst schätzte „
als sein bestes Werk. Trotzdem hat dasselbe gar
keine Verbreitung gefunden, während die „
mit ihrer bezwingenden Natürlichkeit und nationalen Eigen
art sich auf den meisten
Ob der Grund dafür in der viel schwereren, complicirteren
Musik liege oder in der die
den Dichtung? Wol in Beidem. Im Gegensatz zur „
kauften Braut
Worte; die musikalische Hauptmacht concentrirt sich im
Orchester. Nach dem Ausspruch eines
„
Ohne Zweifel ging auch dahin
ist eine Frucht von
Neigung zur neudeutschen Musik, seiner Reisen nach
seines Verkehrs mit dem ihn hilfreich schützenden
Repertoire-Oper, sondern ein Weihespiel für besondere na
tionale Festtage“, klingt wie ein Echo aus dem „
„
der Ouvertüre begnügt, welche Liszt „ein glänzend heroisches
Auf das
tung Vltava“ be
Bécs“ nennen wollten, anstatt „von
Hoffentlich wird in unserem Philharmonischen Cyklus
Dvořak nicht unver
zweimal sagen.“ Eine überaus anmuthige Zwischennummer
und dankbare Aufgabe für die trefflichen Bläser des Philharmo
nischen Orchesters wäre
instrumenteneuesten Werke
trifft, so hat uns Director
werther Schnelligkeit ihre Bekanntschaft vermittelt: „
Wassermann
Mit lebhaftestem Interesse haben wir sie gehört und an
ihren poetischen Details, ihrer Farbenpracht uns ergötzt.
Dennoch möchten wir ihnen kein so langes Leben prophezeien
wie den anderen Orchesterwerken
und blühende Musik ist da gewaltsam, stückweise auf die ein
zelnen Scenen theils unverständlicher, theils grausiger Local
sagen aufgeklebt. Ist einmal der prickelnde Reiz abgenützt,
den das stete Vergleichen jedes musikalischen Absatzes mit
dem erzählenden Capitel bietet, so gewinnt das Unbehagen
an der sprunghaften, zersplitternden Form die Oberhand,
und wir haben von dem Programmzwang nicht mehr die
geistige Anregung, sondern nur den Aerger. Leider wider
fährt dies
jenen von Richard
Zauber überragt.
Begeisterten Beifall entfesselte
noren-Ouvertüre
Hauptscenen der Oper mehr theatralisch als symphonisch an
einanderfügt. Director Mahler hat im Orchester die
rief: „Jetzt endlich wird man meine Compositionen auf
führen!“ Es ist ein Irrthum, daß
späteten Anerkennung“ gestorben sei; da mußte schon ein
Magenkrebs oder Aehnliches dazukommen. César
fühlte sich aber nicht einmal gekränkt, wenn seine Werke
ignorirt oder schlecht aufgenommen wurden. In seiner Be
dürfnißlosigkeit und weltabgewendeten Religiosität erinnerte
er an alte fromme Mönche. Einer seiner Schüler erzählte
mir eines Tages, wie
geschrieben hatte, bei der Vertheilung der Ehrenlegionskreuze
wieder übergangen ward. Seine Freunde äußerten im Saale
laut ihre Entrüstung;
„Vielleicht doch später einmal!“ Die „
tionen
„
anspruchslos ruhiger Haltung, fein und vornehm in der
Ausführung, athmen sie etwas von dem Geiste der
harmonischen Zug auch an
stellt nicht die hochgesteigerten Anforderungen moderner
Virtuosität. Gefällig und brillant, mehr im Geschmacke einer
früheren Epoche, vergnügt sie sich mit Passagentechnik,
Scalen, Trillerketten und leichten Umspielungen des vom
Orchester geführten Themas. Herr Karl Friedberg,