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Maschinenlesbares Transkript der Kritiken von Eduard Hanslick.
Ed. H. Es fehlte nicht viel, und kein Mensch hätte
hier an
doch schlecht zu Gesicht gestanden, für die
Werk geschaffen und die seinen Opern so fröhliche Abende
verdankt. Vor hundert Jahren ist er gestorben, und ganz
Werken. Da nahmen in Eisner-Eisen
, der musikalische General-Consul
Die so lehrreiche und sehenswerthe
im Künstlerhause ward leider bald geschlossen. Als bleibende
Erinnerung hinterließ sie uns einen werthvollen illustrirten
Katalog mit vortrefflichen Einleitungen von Dr. Hirsch
und Archivar
scheidenen Opernvorstellungen der Conservatoriums-Zöglinge.
Niemand erscheint da mit rigorosen Anforderungen an die
Gesangs-Virtuosität und Schauspielkunst der jungen Sing
vögel. Um so erfreulicher wirkt ihre frische Unmittelbarkeit,
ihre noch unverstörte Naivetät und jener zuversichtliche Eifer,
der oft das halbe Gelingen ist. Mit der „
wagten sie ihren ersten Ausflug — zu Aufgaben, welche zu den
Glanzvollen der berühmtesten
haben. Warum hat man auf dem Theaterzettel die
Personennamen, die noch im Hofoperntheater
getastet geblieben, in philisterhaft
dem
„Herrn Sander“, aus
Solche Geschmacklosigkeit war vor hundert Jahren sehr be
liebt an kleinen
Ottavio
fack“ heißen mußte. Namen sind nichts Gleichgiltiges. Zu
dem
sch
wie ein falscher Ton in das Ganze hinein. ... Director
v. Perger hat die Oper mit großer Pietät
Herr August Stoll eifrig und erfolgreich gesorgt. Kein
Gewaltige Aufregung wird Niemand erwartet haben von
der „
durch dessen komische Verwicklungen und Mißverständnisse
sich ein zarter Liebesfaden spinnt. Die Flucht der heimlich
Vermälten und der Zorn des Vaters lassen am Ende fast
eine tragische Wendung befürchten, aber die Versöhnung
folgt rasch, und das Stück glänzt nach flüchtiger Umwortung
wieder in vollem Sonnenschein.
jene echte, leichte Goldfarbe, welche so einzig für das Lust
spiel paßt und auch in den sentimentalen Scenen nicht in
Schwarz oder Dunkelroth übergehen darf. Es quillt und
perlt in dieser Musik Alles so leicht und frohgemuth hin,
daß der Hörer sich nur hinzusetzen und zu genießen
braucht. Jeder Tact verräth eine fabelhaft leichte,
dabei meisterlich geschulte und von gutem Geschmacke ge
leitete Hand. Die Charaktere und Situationen sind flüchtig,
aber treffend gezeichnet, die Singstimmen überall herrschend
über das fein begleitende Orchester, grelle Dissonanzen und
kühne Modulationen durchwegs vermieden. Mozart über
zweite mit unfehlbarer Sicherheit voraus. Lange Musikstücke
hindurch werden wir in derselben Tonart auf zwei, höchstens
drei Accorden festgehalten und endlich mit denselben Schluß
cadenzen umständlich hinauscomplimentirt. Diesen Mangel
an allem Unvorhergesehenen, Ueberraschenden und Scharf
gewürzten müssen wir Kinder einer modernen, nervösen Zeit
als eine zu weit getriebene Tugend empfinden. Als die
besten Scenen wirken noch heute die komischen. Zuerst die
lebhaft bewegten Trios, Quartette und Quintette, deren
Einführung (schon
alten
dem
Ohne letzteres wäre das berühmte Männerduett in
und Zimmermann
Cabinetsstücken komischen Styls wirken manche ernste
Nummern wieder durch echt
Melodie: die zärtliche Arie
Duett des zur Flucht bereiten Liebespaares. P. Scudo,
Jahren ganz
Man begann nun gegen dieselben gleichgiltiger zu werden,
denn sie boten nichts mehr Ueberraschendes, Unvorhergesehenes.
Man sehnte sich nach einem neuen musikalischen Genie, und
um so ungeduldiger, als es nicht so bald erschien. Erst
Rossini war dieser neue große Erfinder, neben dessen
stellung außerordentlich gefallen. In den Applaus des Publi
cums und die wiederholten Hervorrufe des Directors
v.
wir sie jemals wieder, diese liebenswürdige Musik? Schwer
lich. Den ablehnenden Bescheid des Directors
greifen wir vollkommen. Ganz abgesehen davon, daß das
Hofoperntheater beinahe zum
(fünfdrei
im vorigen!) — so einfach melodiöse, schüchtern instrumentirte
Musik wie die
zudringen. Ja, wenn wir ein eigenes kleineres Theater für
die komische Oper besäßen! Da hörten wir gar viele ältere
und neue Werke dieser Gattung, deren ehrbare Annäherung
unsere Hofoper nur mit einem majestätischen „Zurück“ er
ledigt. Unser Traum von einer eigenen „Opéra comique“
in
Jetzt dürfte er aller Wahrscheinlichkeit nach sich ein
zweitesmal verwirklichen. Es circulirt hier ein Auf
ruf zur Gründung einer „Volksoper“. Zwei ge
wichtige Namen stehen darin, Fellner und
Subscribenten, welche, rasch anwachsend, die finanzielle Frage
bald gelöst haben dürfte. Von dieser finanziellen Frage ver
stehe ich gar nichts; ich vermag nur vom rein künstlerischen
Standpunkt die Gründung eines zweiten kleinen Opern
hauses für wünschenswerth zu erklären. Wie viel genußreiche
Abende hatten wir der ehemaligen „Komischen Oper“ am
Schottenring zu verdanken, vor ihrem durch unkluge, wag
halsige Führung verschuldeten Zusammensturz! Die ersten
Vorstellungen mit Minnie Hauck, Anton