Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder Medium vervielfältigen und weiterverbreiten
Bearbeiten — das Material remixen, verändern und darauf aufbauen und zwar für beliebige Zwecke, sogar kommerziell.
Der Lizenzgeber kann diese Freiheiten nicht widerrufen solange Sie sich an die Lizenzbedingungen halten. Unter folgenden Bedingungen:
Namensnennung — Sie müssen angemessene Urheber- und Rechteangaben machen, einen Link zur Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht werden, allerdings nicht so, dass der Eindruck entsteht, der Lizenzgeber unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung besonders.
Keine weiteren Einschränkungen — Sie dürfen keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen, was die Lizenz erlaubt.
Hinweise:
Sie müssen sich nicht an diese Lizenz halten hinsichtlich solcher Teile des Materials, die gemeinfrei sind, oder soweit Ihre Nutzungshandlungen durch Ausnahmen und Schranken des Urheberrechts gedeckt sind.
Es werden keine Garantien gegeben und auch keine Gewähr geleistet. Die Lizenz verschafft Ihnen möglicherweise nicht alle Erlaubnisse, die Sie für die jeweilige Nutzung brauchen. Es können beispielsweise andere Rechte wie Persönlichkeits- undDatenschutzrechte zu beachten sein, die Ihre Nutzung des Materials entsprechend beschränken.
Maschinenlesbares Transkript der Rezensionen der ersten Auflage von Eduard Hanslicks Ästhetik-Traktat „Vom Musikalisch-Schönen“.
Mitte November.
„
einen unserer hiesigen musikalischen Kritiker, Herrn Dr. Ed. Hanslick zum Verfasser
Wenn man sagt, daß man den meisten Arien auch unserer ersten musikalischen Größen
einen ganz andern Text mit diametral entgegen stehendem Sinne unterlegen könne,
ohne daß dadurch ein musikalischer oder auch nur deklamatorischer Unsinn entstünde, so
ist das gewiß kein Baustein zu einer zukünftigen Aesthetik. Es mag das eine Wahrheit
sein; aber sie weist der Frau Musica einen ganz andern, mehr nach abwärts gelegenen
Rang an als der ist, den sie seit ihrer größeren Entwickelung eingenommen hat.
Uebrigens gebe ich Ihnen einen Auszug aus dem Buche, um Ihnen mit einigen
Zügen die
als Kind sich wohl an dem wechselnden Farbenspiele eines Kaleidoscops ergötzt.
Ein solches Kaleidoscop auf incommensurabel höherer Erscheinungsstufe ist Musik. Sie
bringt in stets sich entwickelnder Abwechselung schöne Formen und Farben, sanft über
gehend, scharf contrastirend, immer symmetrisch und in sich erfüllt. Der Hauptunterschied
ist, daß solch unserm Ohr vorgeführtes Ton-Kaleidoscop sich als unmittelbare Emana
tion eines künstlerisch schaffenden Geistes giebt, jenes sichtbare aber als ein sinnreich
mechanisches Spielzeug. Will man nicht blos im Gedanken, sondern in Wirklichkeit die
Erhebung der Farbe zur Musik vollziehen und die Mittel der einen Kunst in die Wir
kungen der andern einbetteln, so geräth man auf die abgeschmackte Spielerei des „Farben
claviers“ oder der „Augenorgel,“ deren Erfindung jedoch beweist, wie die formelle Seite
beider Erscheinungen auf gleicher Basis ruhe.“
Herr
gelesen und vielfach in
schon aus diesem Grunde hier entschiedenes Glück. Man findet es in den Händen aller
Leute, die sich für Musik interessiren, und es hat nicht versäumt in den betreffenden
Kreisen große Sensation zu erregen, um so mehr, als es klar, wenn auch nicht ohne
einen gewissen Beigeschmack philosophischer Gelehrsamkeit, für jeden Gebildeten verständ
lich und keineswegs für Fachmänner allein berechnet ist.
Bei der kürzlich abgehaltenen Stiftungsfeier des Männergesangvereins hörten wir
eine neue
schwierig. Bei dem Mangel an Vokalmessen für vier Männerstimmen müssen wir jeden
neuen Zuwachs mit Freude begrüßen, besonders im Hinblick darauf, welche große
Schwierigkeit es bietet, für den so begrenzten Spielraum der Männerstimme ohne Be
gleitung eine so abstracte Composition wie eine Messe zu schaffen. Man denke nur an
die Schwierigkeit des Credo für volles Orchester und Singstimmen, und nun gar erst
für Männerchor allein!
Die vom Verein veranstaltete Liedertafel war in dieser traurigen Zeit des Kriegs
und der Krankheit frostig und unerquicklich. Man konnte sich für die Vorträge, unter
welchen einige sonderbar genug waren, nicht erwärmen.
In der Oper genießen wir jetzt Fräulein La Grua als Gast nachdem ihre En
Herr
den Coulissen gehabt haben, deren Springfluth sich später in einer Abbitte, welche die
Zuhörenden mit Ehrfurcht erfüllte, ebnete. Unser Repertoire macht sich zwar nicht übel,
denn der
und sich bedeutend auf das lückenbüsende Ballet zu stützen.
Frau Hasselt-Barth kündigt plötzlich Concerte an und wird im Theater an der