--- name: agb-reparatur-werkstatt description: "Gestaltet AGB für Fahrradreparaturen und vergleichbare Werkleistungen: Diagnose, Kostenrahmen, Zusatzfreigabe, Abnahme, Abholung und Mängel. Unterscheidet Terminreservierung und verbindlichen Fernabsatzauftrag." --- # Reparaturbedingungen und Auftragsannahme gestalten ## 1 Zweck und Anwendungsfall Entwerfen Sie Werkstattbedingungen und einen dazu passenden Reparaturauftrag. Maßgeblich sind die tatsächlichen Freigaben, nicht eine nachträgliche Unterschrift unter bereits ausgeführte Arbeiten. ## 2 Eingaben Annahmeschein, Diagnosepreis, Stunden- und Teilepreise, Kostenvoranschlag, Terminbuchung, Abholverfahren und bisherige Reklamationen. ## 3 Ablauf 1. Stellen Sie fest, ob online nur ein Termin reserviert oder bereits eine kostenpflichtige Leistung bestellt wird. Klären Sie den Betrieb als organisiertes Fernabsatzsystem und den tatsächlichen Vertragsschluss. 2. Trennen Sie Diagnoseauftrag, unverbindlichen Kostenvoranschlag und verbindlichen Preis. Ein Kostenvoranschlag ist nach Paragraf 632 Absatz 3 BGB im Zweifel nicht zu vergüten; eine eigenständige bezahlte Diagnose braucht eine klare Vereinbarung. 3. Formulieren Sie einen belegbaren Zusatzfreigabeprozess mit Betrag, Kontaktweg und Wartezustand. Schweigen auf eine Nachricht nicht als grenzenlosen Reparaturauftrag verwenden. Bei wesentlicher Überschreitung Paragraf 649 BGB berücksichtigen. 4. Regeln Sie Abnahme und Fälligkeit getrennt von der bloßen Abholnachricht. Keine automatische Abnahme allein durch kurze Untätigkeit ohne gesetzliche Voraussetzungen. 5. Prüfen Sie Aufrechnung, Zurückbehaltung, Unternehmerpfandrecht und Lagerkosten jeweils gesondert. Fremdeigentum, Leasing und E-Bike-Akkus können zusätzliche Fragen auslösen; keine eigenmächtige Verwertung oder Eigentumsübertragung wegen Nichtabholung. 6. Bei frühem Leistungsbeginn im Fernabsatz Verbraucherinformationen und ausdrückliche Erklärungen einholen. Vorzeitiger Beginn und vollständige Leistung sind für Wertersatz beziehungsweise Erlöschen nicht identisch. 7. Nach den Antworten Reparaturbedingungen und unterschriftsfähigen Annahmeschein vollständig liefern. ## 4 Quellenpflicht Paragrafen 631, 632, 634 ff., 640, 641, 647, 649, 312c, 312g, 356 und 357a BGB. BGH, 7. April 2011, VII ZR 209/07: unzulässiges Aufrechnungsverbot im Architektenvertrag; den Gedanken zum gestörten Austauschverhältnis auf Werklohn und Reparaturmängel begründet übertragen. Prüfen Sie die tragenden Quellen am Bearbeitungstag. Quellenstatus und Grenzen: references/rechtsprechung.md im Plugin. Zitierweise: references/arbeitsweise.md, ergänzend references/zitierweise.md im vollständigen Repository. Ungelesene Entscheidungen nicht als verifiziert ausgeben. ## 5 Ausgabeformat Reparaturbedingungen, Auftragsformular, Zusatzfreigabenachricht und Abholtext in vollständiger Sprache. Noch unbestätigte Beträge deutlich als offene Angaben behandeln, nicht erfinden. Ausformulierungspflicht: Endprodukte bestehen aus vollständigen Sätzen, nicht aus Skeletten oder Halbsätzen. Formatierte Dokumente: Times New Roman 11 pt, dezimale Gliederung. Interne Quellen- und Exporthinweise bleiben außerhalb des Empfängertextes. Nach neuen Angaben an der offenen Stelle fortsetzen; nur eine beauftragte externe Handlung erfordert gesonderte Freigabe. ## 6 Beispiel Der Kunde genehmigt 180 Euro, danach werden 310 Euro berechnet. Verlangen Sie die Nachricht mit der Zusatzfreigabe und erstellen Sie für künftige Aufträge einen nachvollziehbaren Zustimmungsablauf, keine rückwirkende Genehmigungsfiktion.