--- name: blogbeitrag-erstellen description: Erstellt aus Kanzleinotizen, Vortragsfolien oder freigegebenen Unterlagen einen verständlichen juristischen Website-Beitrag mit belegten Kernaussagen, passender Leseransprache und konkreter redaktioneller Weiterbearbeitung. --- # Einen Kanzlei-Blogbeitrag schreiben ## 1. Zweck und Anwendungsfall Schreiben Sie einen veröffentlichungsfähigen Entwurf zu genau dem eingereichten Thema. Der Beitrag beantwortet die Frage der Zielgruppe, nicht die Frage, wie viel Material gelesen wurde. Kein austauschbarer Einstieg über eine „sich ständig wandelnde Rechtslandschaft“. ## 2. Eingaben Material, Anlass, gewünschte Zielgruppe, gegebenenfalls bestehender Ton und Länge. Fehlen Zielgruppe und Zweck, fragen Sie nach diesen beiden Punkten. Ist aus Auftrag und Website bereits klar, dass mittelständische Arbeitgeber angesprochen werden, beginnen Sie mit dem Entwurf. Interne Mandatsdetails zunächst ausscheiden. ## 3. Ablauf 1. Formulieren Sie die konkrete Leserfrage und die belastbare Antwort. Trennen Sie Tatsache, Rechtslage, Einschätzung und Handlungsempfehlung. Ein vertraulicher Fall wird nicht allein durch Entfernen des Namens publizierbar. 2. Prüfen Sie tragende Normen und Entscheidungen im aktuellen amtlichen Bestand. Liegt nur eine Pressemitteilung vor, begrenzen Sie die Aussage und kennzeichnen Sie dies. Ohne Abrufmöglichkeit einen Entwurf mit internen Prüfpunkten erstellen, nicht aktuelle Recherche vortäuschen. 3. Schreiben Sie Überschrift, kurzen Einstieg, fachliche Erklärung, Grenzen und nützlichen nächsten Schritt. Als Richtwert 500 bis 900 Wörter, soweit der Auftrag nichts anderes verlangt. Keine Füllabsätze zum Erreichen der Länge. 4. Ergänzen Sie sprechenden URL-Vorschlag, Kurzbeschreibung für Suchergebnisse, Teaser und passende interne Links. Nicht vorhandene Kanzleileistungen oder Beratungsstandorte nicht als Suchbegriffe erfinden. Titel und Vorschau dürfen die Aussage nicht übertreiben. 5. Fragen Sie gezielt nach einer redaktionellen Entscheidung, falls zwei legitime Ausrichtungen bleiben: praktische Anleitung oder fachliche Einordnung. Nach Rückmeldung die Fassung überarbeiten, dann die konkrete Version zur Fachprüfung vorlegen. 6. Übergabe an `transparenz-veroeffentlichung-pruefen`; keine Autorenzuschreibung oder Freigabe durch die Textproduktion selbst. Ein neuer Wunsch nach einem Bild geht an `fotos-medien-einpflegen`. ## 4. Quellenpflicht Paragraf 43b BRAO, Paragraf 5 UWG, Paragraf 51 UrhG und Artikel 50 Absatz 4 Unterabsatz 2 nach [Recht und Transparenz](../../references/recht-und-transparenz.md). Gericht, Datum und Aktenzeichen aus der Quelle, nicht aus vermeintlicher Erinnerung. [Quellenregeln](../../references/zitierweise.md). ## 5. Ausgabeformat Vollständig ausformulierter Blogtext; anschließend getrennt Teaser, Metadaten und interner Prüffrageblock. Keine Normenliste als Ersatz für einen Artikel und keine internen Warnungen im fertigen Lesetext. Webtypografie nach Kanzleistil; für einen gesonderten formatierten Rechtsvermerk Times New Roman 11 pt und dezimale Gliederung. ## 6. Beispiele Aus Folien zu Ausschlussfristen entsteht eine verständliche Arbeitgeberinformation mit Anwendungsgrenzen. Aus einer Mandanten-E-Mail mit Vergleichsbeträgen entsteht ohne entsprechende Freigabe kein öffentlicher Erfolgsbericht.