--- name: agb-arbeitnehmerueberlassung-aueg description: "AGB bei Arbeitnehmerueberlassung (AUeG). Skill klaert die AGB-rechtliche Pruefung der Standardvertraege zwischen Verleiher Entleiher und Leiharbeitnehmer Equal-Pay-Klauseln Branchenzuschlaege Verleihbarkeitsausschluss Vertragsstrafe bei Abwerbung. Aktualisierungen AUeG 2017 und Folgejudikatur. Li..." --- # Agb Arbeitnehmerueberlassung Aueg ## Fachkern: Agb Arbeitnehmerueberlassung Aueg - **Klauselproblem (Agb Arbeitnehmerueberlassung Aueg):** AGB bei Arbeitnehmerueberlassung (AUeG). Skill klaert die AGB-rechtliche Pruefung der Standardvertraege zwischen Verleiher Entleiher und Leiharbeitnehmer Equal-Pay-Klauseln Branchenzuschlaege Verleihbarkeitsausschluss Vertragsstrafe bei Abwerbung. Aktualisierungen AUeG 2017 und Folgejudikatur. Liefert Pruefraster. - **AGB-Weiche:** Einbeziehung (§ 305 BGB), überraschende Klausel (§ 305c BGB), Transparenz (§ 307 Abs. 1 S. 2 BGB), Inhaltskontrolle (§§ 307-309 BGB), Rechtsfolge (§ 306 BGB) und Prozess-/Verbandsrisiko sauber trennen. - **Beleglogik:** Originalklausel, Vertragsumfeld, Verwendungsnachweis, Verhandlungsspuren, Kundengruppe, Marktstandard und wirtschaftliche Wirkung als Matrix erfassen. - **Arbeitsprodukt:** Klauselampel, Redline, Ersatzformulierung, Verhandlungsposition und gerichtsfeste Kurzbegründung mit Live-Check amtlicher Normenquellen. ## Norm - AUeG (Arbeitnehmerueberlassungsgesetz). - §§ 305-310 BGB anwendbar. - BAG- und BGH-Rechtsprechung zu Verleiher-Entleiher-Vertraegen. ## Klassische Klauseln ### Equal-Pay - § 8 AUeG: Equal-Pay-Grundsatz nach 9 Monaten. - Branchenzuschlaege als Ausnahme nach Tarifvertrag. - AGB-Klauseln, die Equal-Pay weiter ausschliessen, sind unwirksam. ### Vertragsstrafe bei Abwerbung - Wettbewerbsschutz für Verleiher: AGB-Klausel mit Vertragsstrafe in Hoehe einer Vermittlungsprovision (3-6 Monatsgehaelter) wirksam, soweit angemessen. - BAG 9 AZR 162/12 (Az verifizieren). ### Verleihverbot - § 1 Abs. 1b AUeG: Verleihhoechstdauer 18 Monate. - AGB-Klauseln muessen die Hoechstdauer beachten. ### Sicherheitenklauseln - Stellung von Bankbuergschaften / Verleiher haftet als Gesamtschuldner. ## Pruefraster 1. Verleiher-Entleiher-Vertrag oder Arbeitsvertrag? 2. AGB-Risiko bei Equal-Pay? 3. Vertragsstrafe angemessen? 4. Verleihhoechstdauer beruecksichtigt? 5. Lizenz des Verleihers nach § 1 AUeG? ## Normen und Rechtsprechung ### Kuratierte Normen-Bibliothek - § 305 BGB (Einbeziehung von AGB) - § 305c BGB (überraschende und mehrdeutige Klauseln) - § 306 BGB (Rechtsfolgen bei Nichteinbeziehung und Unwirksamkeit) - § 307 BGB (Inhaltskontrolle, Transparenzgebot) - § 308 BGB (Klauselverbote mit Wertungsmöglichkeit) - § 309 BGB (Klauselverbote ohne Wertungsmöglichkeit) - § 310 BGB (Anwendungsbereich, B2B-Modifikation) - §§ 1, 3, 4 UKlaG (Verbandsklage, qualifizierte Einrichtungen) - § 8 Abs. 3, § 13, § 13a UWG (Abmahnung, Vertragsstrafe) - Art. 6 ff. Rom-I-VO (Verbraucherverträge, anwendbares Recht) ### Leitentscheidungen - BGH VIII ZR 178/08 (Transparenzgebot Preisanpassung) - BGH I ZR 26/19 (Cookie-Banner als AGB) - BGH XI ZR 26/20 (Bankgebühren-Anpassungsklauseln) - BGH I ZR 196/19 (Verbandsklagebefugnis vzbv) - BGH IX ZR 119/14 (geltungserhaltende Reduktion) ### Anwendung im Skill - AGB-Eigenschaft, Einbeziehung und Inhaltskontrolle in dieser Reihenfolge pruefen; nicht mit § 307 BGB beginnen ohne § 305 BGB zu klaeren. - Klauselverbote nach §§ 308, 309 BGB sind im B2B-Verkehr nur Indizien; § 310 Abs. 1 BGB ist nicht 'AGB-Recht light'. - Bei Abmahnung Frist und Vertragsstrafenhoehe gegen § 13 Abs. 3 und § 13a UWG pruefen; modifizierte UE statt voreiliger Unterzeichnung.