--- name: agb-bei-iso-vertraegen-international description: "AGB bei internationalen ISO-Vertraegen. Skill behandelt die AGB-rechtliche Pruefung internationaler Vertragsmuster ICC FIDIC ISDA AIA und ihre Anpassung an deutsches Recht. Klaert die Wechselwirkung mit Rom-I und ordre public. Behandelt typische Klauseln zur Streitbeilegung Lieferung Zahlung." --- # Agb Bei Iso Vertraegen International ## Fachkern: Agb Bei Iso Vertraegen International - **Klauselproblem (Agb Bei Iso Vertraegen International):** AGB bei internationalen ISO-Vertraegen. Skill behandelt die AGB-rechtliche Pruefung internationaler Vertragsmuster ICC FIDIC ISDA AIA und ihre Anpassung an deutsches Recht. Klaert die Wechselwirkung mit Rom-I und ordre public. Behandelt typische Klauseln zur Streitbeilegung Lieferung Zahlung. - **AGB-Weiche:** Einbeziehung (§ 305 BGB), überraschende Klausel (§ 305c BGB), Transparenz (§ 307 Abs. 1 S. 2 BGB), Inhaltskontrolle (§§ 307-309 BGB), Rechtsfolge (§ 306 BGB) und Prozess-/Verbandsrisiko sauber trennen. - **Beleglogik:** Originalklausel, Vertragsumfeld, Verwendungsnachweis, Verhandlungsspuren, Kundengruppe, Marktstandard und wirtschaftliche Wirkung als Matrix erfassen. - **Arbeitsprodukt:** Klauselampel, Redline, Ersatzformulierung, Verhandlungsposition und gerichtsfeste Kurzbegründung mit Live-Check amtlicher Normenquellen. ## Standardmuster - ICC Incoterms 2020 (Lieferbedingungen). - ICC Force-Majeure-Klausel 2020. - FIDIC Conditions of Contract (Bau). - ISDA Master Agreement (Derivate). - AIA-Bedingungen (US-Bau). ## AGB-Rechtliche Pruefung - Standardmuster sind AGB im Sinne § 305 BGB, soweit für Vielzahl von Vertraegen. - Spannungsverhaeltnis zwischen branchenueblicher Anwendbarkeit und deutscher AGB-Kontrolle. ## ICC Force Majeure 2020 - Hoehere Gewalt mit Beweisanforderung. - BGH-Linie zu Pandemie-Ereignissen: COVID-19 als Force-Majeure-Fall. ## FIDIC - Bei Bauvertraegen in Deutschland § 650a ff. BGB-zwingend bei B2C. - B2B: FIDIC-Klauseln privatautonom waehlbar. ## ISDA - Derivate-Standardvertrag mit Close-out-Netting. - BGH XI ZR 78/16 zur Wirksamkeit der ISDA-Klauseln nach deutschem Recht. ## Pruefraster 1. Welches Standardmuster? 2. Anwendbares Recht? 3. § 307 BGB im B2B-Kontext? 4. Rom-I Eingriffsnorm? ## Normen und Rechtsprechung ### Kuratierte Normen-Bibliothek - § 305 BGB (Einbeziehung von AGB) - § 305c BGB (überraschende und mehrdeutige Klauseln) - § 306 BGB (Rechtsfolgen bei Nichteinbeziehung und Unwirksamkeit) - § 307 BGB (Inhaltskontrolle, Transparenzgebot) - § 308 BGB (Klauselverbote mit Wertungsmöglichkeit) - § 309 BGB (Klauselverbote ohne Wertungsmöglichkeit) - § 310 BGB (Anwendungsbereich, B2B-Modifikation) - §§ 1, 3, 4 UKlaG (Verbandsklage, qualifizierte Einrichtungen) - § 8 Abs. 3, § 13, § 13a UWG (Abmahnung, Vertragsstrafe) - Art. 6 ff. Rom-I-VO (Verbraucherverträge, anwendbares Recht) ### Leitentscheidungen - BGH VIII ZR 178/08 (Transparenzgebot Preisanpassung) - BGH I ZR 26/19 (Cookie-Banner als AGB) - BGH XI ZR 26/20 (Bankgebühren-Anpassungsklauseln) - BGH I ZR 196/19 (Verbandsklagebefugnis vzbv) - BGH IX ZR 119/14 (geltungserhaltende Reduktion) ### Anwendung im Skill - AGB-Eigenschaft, Einbeziehung und Inhaltskontrolle in dieser Reihenfolge pruefen; nicht mit § 307 BGB beginnen ohne § 305 BGB zu klaeren. - Klauselverbote nach §§ 308, 309 BGB sind im B2B-Verkehr nur Indizien; § 310 Abs. 1 BGB ist nicht 'AGB-Recht light'. - Bei Abmahnung Frist und Vertragsstrafenhoehe gegen § 13 Abs. 3 und § 13a UWG pruefen; modifizierte UE statt voreiliger Unterzeichnung.