--- name: liquiditaetsbruecke-firmenkunde-bankinstrumente description: "Bankinstrumente als Liquiditätsbrücke für Firmenkunden strukturieren: Aval, Kontokorrent, Factoring, Forfaitierung, Akkreditiv, Lieferantenkredit, Stundung, Waiver und Sanierungsnähe mit Rechts- und Risikomatrix im Bank-Rechtsabteilung." --- # Liquiditätsbrücke durch Bankinstrumente ## Arbeitsweg - Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht? - Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: die im Fachgebiet einschlägigen Verfahrens-, materiellen und Anmeldefristen vorab markieren und nicht aus Modellwissen finalisieren (insbesondere Widerspruch 1 Monat, Klage 1 Monat, Verjährung §§ 195, 199 BGB / spezialgesetzlich). - Tragende Normen verifizieren: BGB §§ 305-310, AGBG (alt), EuGH zu Klauseltransparenz (z. B. C-26/13, C-186/16), VerbrG; StaRUG §§ 1, 29, 31, 39, 49-55, 84, 102, IDW S 6, IDW S 11, InsO § 270 — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate. - Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail). - Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis. ## Fachkern: Liquiditätsbrücke durch Bankinstrumente - **Normen-/Quellenanker:** KWG, ZAG, WpHG, WpIG, MaRisk/BAIT-DORA-Schnittstellen, BGB/AGB, HGB, GwG, BaFin-Praxis, Sanierung/InsO/StaRUG. - **Entscheidende Weiche:** Bankgeschäft, Erlaubnis, Vorstandsvorlage, Risikoappetit, Kundenschutz, Sicherheiten, Aufsichtskommunikation und externe Kanzleisteuerung trennen. - **Arbeitsprodukt:** Erzeuge eine konkrete Prüf- oder Entscheidungsmatrix mit Norm, Tatbestand, Beleg, Einwand, Risikoampel und nächstem Schritt; Anschluss-Skills nur bei echter Vertiefung nennen. ## Instrumentenkarte | Instrument | Liquiditätseffekt | Hauptprüfung | | --- | --- | --- | | Aval/Kautionsaval | Barkaution wird ersetzt | Abruf- und Regressrisiko | | Kontokorrentlinie | Zahlungsfähigkeit kurzfristig | Kündigung, Limit, Covenants | | Factoring | Forderungen werden zu Liquidität | Abtretbarkeit, Debitoren, Delkredere | | Forfaitierung | Einzelforderung wird verkauft | Rechtsbestand, Einwendungen, Export | | Akkreditiv | Lieferant erhält Sicherheit | Dokumentenstrenge, Sanktionen | | Stundung/Waiver | Abfluss wird verschoben | Forbearance, NPE, Anfechtung | | Lieferantenfinanzierung | Working Capital wird entlastet | Rollen, ZAG/KWG, Transparenz | ## Prüfworkflow 1. **Liquiditätslücke:** Betrag, Zeitpunkt, Ursache, einmalig oder strukturell. 2. **Instrument passend wählen:** Welches Instrument löst die Lücke mit geringstem Rechts-/Aufsichtsrisiko? 3. **Kreditakte:** Rating, Limit, Sicherheiten, Covenants, Forbearance, Beschlusskompetenz. 4. **Rechtsrisiken:** AGB, Abtretungsverbote, Insolvenzanfechtung, ZAG/KWG, Datenschutz, Sanktionen. 5. **Dokumentation:** Warum ist die Entscheidung bankmäßig vertretbar? ## Ergebnis Liefere eine **Liquiditätsbrücken-Matrix**: | Option | Liquidität | Risiko Bank | Risiko Kunde | Aufwand | Empfehlung | | --- | --- | --- | --- | --- | --- | Ergänze: - konkrete nächste Unterlagen, - Beschluss-/Kompetenzweg, - Kundentext, - Red-Team-Fragen von Risk, Revision und BaFin. ## Anschluss-Skills - `avalrahmenlinie-kautionsaval-praxis` - `dokumentengeschaeft-akkreditiv-inkasso-standby` - `stundung-standstill-waiver` - `forbearance-npe-risikoklassifizierung` - `sanierungsgutachten-idw-s6-bewertung`