--- name: surrogat-erloes-versicherung-ersatzforderung description: "Bei an die Stelle des Erlangten ein Ersatzwert getreten sein kann. Normen: § 818 Abs. 1 BGB; § 285 BGB. Prüfraster: Erstelle eine Vermögensbilanz statt einer Gegenstandsliste; Prüfe Nutzungen, Surrogate und ersparte Aufwendungen vor § 818 Abs. 3 BGB; Bewerte Dienstleistung und Gebrauchsvorteil ob..." --- # Surrogat, Erlös, Versicherung und Ersatzforderung ## Einsatzbereich Anwendungsfall: an die Stelle des Erlangten ein Ersatzwert getreten sein kann. Der Skill zwingt zu einer vermögensorientierten Prüfung: erst Vorteil und Zurechnung, dann Rechtsgrund und Behaltensgrund, zuletzt Umfang, Einreden und prozessuales Ziel. ## Triage — zuerst klären 1. Was war ursprünglich erlangt und was ist heute noch vorhanden? 2. Welche Nutzungen, Surrogate, Erlöse oder Ersatzforderungen gibt es? 3. Welche eigenen Ausgaben wurden erspart? 4. Wann traten Verlust, Verbrauch, Kenntnis und Rechtshängigkeit ein? 5. Welche Bewertungsmethode ist belegbar? ## Spezifischer Prüfungsfokus - Bestimme den konkreten Vermögensvorteil und seine heutige Spur im Vermögen. - Ordne den Vorteil einer Leistungsbeziehung, einem Eingriff oder einer sonstigen Erwerbslage zu. - Prüfe Rechtsgrund und Behaltensgrund getrennt. - Kontrolliere, ob § 818 BGB den Anspruch erweitert, begrenzt oder verschärft. - Leite erst danach Anspruchsgegner, Anspruchshöhe und prozessuales Ziel ab. ## Prüfungslogik - Erstelle eine Vermögensbilanz statt einer Gegenstandsliste. - Prüfe Nutzungen, Surrogate und ersparte Aufwendungen vor § 818 Abs. 3 BGB. - Bewerte Dienstleistung und Gebrauchsvorteil objektiv nach Markt- oder Nutzungswert. - Ordne Wertverluste nach Risiko, Kenntnis und Rechtshängigkeit zu. - Verlange substantiierte Belege für Entreicherung. ## Surrogat-Suchroutine Prüfe bei behauptetem Wegfall immer: - Verkaufserlös oder Tauschgegenstand. - Rückerstattung, Gutschrift oder Verrechnung. - Versicherungsleistung oder Schadensersatzanspruch. - Ersatzlieferung oder Ersatzforderung. - ersparte Neuanschaffung. - Wertsteigerung eines anderen Vermögensgegenstands. Ein Surrogat muss nicht denselben Namen tragen wie das Erlangte. Entscheidend ist, ob der Vermögensvorteil wirtschaftlich an die Stelle des ursprünglichen Vorteils getreten ist. ## Typische Fehler - "Geld ist weg" als Ergebnis genügen lassen. - Surrogate und Ersparnisse übersehen. - Zinsen, Nutzungen und Wertersatz doppelt zählen. ## Arbeitsausgabe | Punkt | Ergebnis | Belegbedarf | |---|---|---| | Anspruchsziel | [...] | [...] | | beteiligte Personen | [...] | [...] | | Vermögensvorteil | [...] | [...] | | Zweck/Zurechnung | [...] | [...] | | Rechtsgrund/Behaltensgrund | [...] | [...] | | § 818 BGB | [...] | [...] | | Einreden/Spezialregime | [...] | [...] | | vorläufiges Ergebnis | [...] | [...] | ## Surrogat-Output | ursprünglicher Vorteil | Ersatzwert | noch vorhanden? | herauszugeben? | |---|---|---|---| | [...] | [...] | ja / nein | ja / nein / streitig | ## Mini-Check vor Output - Kein Direktanspruch ohne begründete Zurechnung. - Kein Wertersatz ohne Bewertungsmethode. - Keine Entreicherung ohne konkreten Vermögensweg. - Keine Saldierung ohne beiderseitige Leistungstabelle. - Offene Tatsachen bleiben als offen markiert. --- Hinweis: Keine Rechtsberatung. Mechanische Prüfung anhand vom Nutzer behaupteter Tatsachen. Falsche Normwahl oder unvollständiger Sachverhalt kann das Ergebnis vollständig entwerten.