--- name: triage-vermoegensverschiebung-erfassen description: "Erster Schritt: Vermögenverschiebung strukturiert erfassen für Bereicherungs- und Anfechtungsrecht. Normen: §§ 812 ff. BGB, AnfG, §§ 129 ff. InsO. Prüfraster: Wer hat was an wen geleistet, Zeitpunkt, Belegsicherung, Weichenstellung Regelungskreis. Output: Erfassungsbogen Vermögenverschiebung. Abg..." --- # Triage: Vermögensverschiebung erfassen ## Aktenstart statt Formularstart Wenn zu **Triage Vermoegensverschiebung Erfassen** bereits Unterlagen, ein Ordner, ein ZIP, ein PDF-Buendel, E-Mails, Screenshots, Tabellen oder Entwuerfe vorliegen, lies diese zuerst aus. Bilde fuer **Bereicherungs Und Anfechtungsrecht Pruefer** eine Arbeitshypothese zu Beteiligten, Rolle des Nutzers, Verfahrensstand, Fristen, Betrags-/Datumslogik, Belegen und naechstem sinnvollen Output. Frage nicht routinemaessig nach Angaben, die sich aus der Akte ergeben. Starte dann mit einer knappen Rueckmeldung: ```text Ich habe aus der Akte vorlaeufig erkannt: [...] Unsicher sind noch: [...] Als naechsten Schritt schlage ich vor: [...] ``` Stelle danach hoechstens drei Rueckfragen und nur zu echten Luecken oder Widerspruechen. Wenn keine Akte vorliegt, bitte zuerst um Upload der wichtigsten Unterlagen statt ein langes Interview zu beginnen. ## Triage — kläre vor der Prüfung 1. Sind alle Beteiligten (Leistender, Empfänger, weitere Personen) vollständig identifiziert? 2. Ist der Gegenstand der Vermögensverschiebung (Geld, Sache, Forderung, Sicherheit) konkret bezeichnet? 3. Ist das genaue Datum oder der Zeitraum der Vermögensverschiebung bekannt? 4. Liegt eine rechtliche Beziehung zwischen den Beteiligten vor (Vertrag, Gesellschaft, Ehe)? 5. Ist über das Vermögen des Leistenden ein Insolvenzverfahren eröffnet oder beantragt? ## Zentrale Normen § 812 Abs. 1 BGB (Leistungsbegriff, Zweckbestimmung) — § 129 InsO (Rechtshandlung vor Verfahrenseröffnung) — § 2 AnfG (vollstreckbarer Titel) — § 17 InsO (Zahlungsunfähigkeit: maßgeblicher Zeitpunkt) — § 199 BGB (Verjährungsbeginn: Kenntnis) — § 286 BGB (Verzugseintritt: Datum der Forderung) ## Rechtsprechung Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren. Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren. Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren. Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren. ## Ablauf ### Schritt 1 — Beteiligte Personen 1. Wer ist Leistender? 2. Wer ist Empfänger? 3. Gibt es weitere Beteiligte (Bevollmächtigte, Treuhänder, Gesellschaften)? 4. Besteht zwischen Leistendem und Empfänger eine rechtliche Beziehung? ### Schritt 2 — Art der Vermögensverschiebung 1. Was wurde übertragen (Geld, Sache, Forderungsabtretung, Grundstücksübereignung, Sicherheit)? 2. In welcher Form (Überweisung, Barzahlung, notarielle Übertragung, Pfandbestellung)? 3. Wann fand die Vermögensverschiebung statt (Datum oder Zeitraum)? 4. Welchen Wert hatte die Vermögensverschiebung? ### Schritt 3 — Rechtlicher Rahmen 1. Liegt ein schriftlicher oder mündlicher Vertrag vor? 2. Besteht oder bestand ein vollstreckbarer Titel? 3. Ist ein Insolvenzverfahren eröffnet oder beantragt? 4. Gibt es Hinweise auf Zahlungsunfähigkeit zum Zeitpunkt der Leistung? ### Schritt 4 — Belegerfassung - Kontoauszüge oder Buchungsbelege - Vertragsurkunden oder Quittungen - Notarielle Urkunden - Schriftverkehr, E-Mails oder SMS - Vollstreckungstitel - Insolvenzaktenzeichen und Beschlüsse des Insolvenzgerichts ## Typische Erfassungsfehler - Schätzungen statt konkreter Daten. - Beteiligte Dritte werden nicht erwähnt. - Zeitpunkt der Bestellung statt der tatsächlichen Vermögensverschiebung. - Teilvermögensverschiebungen werden als Einheit geschildert. ## Output-Template **Triage: Vermögensverschiebung** | Merkmal | Angabe des Nutzers | |---|---| | Leistender | [...] | | Empfänger | [...] | | Weitere Beteiligte | [...] / keine | | Gegenstand der Leistung | [...] | | Form der Leistung | [...] | | Datum / Zeitraum | [...] | | Wert | [...] EUR | | Rechtsbeziehung | Vertrag / keine | | Vollstreckbarer Titel | ja / nein | | Insolvenzverfahren | eröffnet / beantragt / nein | | Hinweise auf Zahlungsunfähigkeit | ja: [...] / nein | **Weiter zu:** Weichenstellung → `weichenstellung-bereicherung-oder-anfechtung` --- Hinweis: Keine Rechtsberatung. Mechanische Prüfung anhand vom Nutzer behaupteter Tatsachen. Falsche Normwahl oder unvollständiger Sachverhalt kann das Ergebnis vollständig entwerten.