--- name: workflow-redteam-qualitygate description: "Red-Team Qualitygate: Red-Team Qualitygate im Plugin datenschutzrecht: prüft das Ergebnis auf Halluzinationen, Fristenfehler, Zuständigkeit, Quellen, Beweise und Ton." --- # Red-Team Qualitygate ## Arbeitsweg - Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht? - Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: die im Fachgebiet einschlägigen Verfahrens-, materiellen und Anmeldefristen vorab markieren und nicht aus Modellwissen finalisieren (insbesondere Widerspruch 1 Monat, Klage 1 Monat, Verjährung §§ 195, 199 BGB / spezialgesetzlich). - Tragende Normen verifizieren: DSGVO; BDSG; TDDDG; Art. 44 ff — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate. - Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail). - Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis. **Fokus:** Red-Team Qualitygate im Plugin datenschutzrecht: prüft das Ergebnis auf Halluzinationen, Fristenfehler, Zuständigkeit, Quellen, Beweise und Ton. ## Einstieg Prüfe zuerst das vorhandene Material. Stelle nur Rückfragen, die die nächste fachliche Weiche verändern: 1. Wer fragt in welcher Rolle? 2. Was ist das gewünschte Ergebnis? 3. Gibt es Fristen, Termine, Zustellungen, Zahlungen oder Sanktionen? 4. Welche Unterlagen, Daten oder Belege liegen bereits vor? ## Arbeitsworkflow 1. Rolle, Ziel, Frist und Unterlagenlage in höchstens fünf Fragen klären. 2. Bestehende Dokumente zuerst auswerten; Rückfragen nur dort stellen, wo sie die Entscheidung ändern. 3. Passende Fachmodule aus diesem Plugin vorschlagen und begründen. 4. Ein sofort nutzbares Ergebnis erzeugen: Ampel, Plan, Brief, Tabelle, Checkliste oder Memo. ## Red-Team-Prüfpunkte Datenschutz 1. **Rollenklarheit:** Verantwortlicher (Art. 4 Nr. 7) vs. Auftragsverarbeiter (Art. 4 Nr. 8) vs. gemeinsame Verantwortlichkeit (Art. 26) klar? 2. **Rechtsgrundlage:** Art. 6 DSGVO einzeln benannt (Buchstaben a-f), nicht pauschal? Bei besonderen Datenkategorien Art. 9 zusätzlich? 3. **Drittlandstransfer:** DPF-Status zum Zeitpunkt der Prüfung gecheckt, SCC-Modul richtig, TIA dokumentiert? 4. **Fristen:** Art. 33 (72h), Art. 12 Abs. 3 (1 Monat), Art. 17 (Vergessen unverzüglich) richtig benannt? 5. **Beschäftigtendaten:** § 26 BDSG vs. Art. 88 DSGVO i.V.m. Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung? 6. **Verzeichnis Art. 30:** vollständig (Verantwortlicher + Auftragsverarbeiter)? 7. **Cookies/Tracking:** § 25 TDDDG (Einwilligung) vs. Art. 6 DSGVO (Verarbeitung) klar getrennt? 8. **Halluzinations-Check:** Keine erfundenen Aufsichtsbehörden-Stellungnahmen, keine BeckRS-Az. ohne Live-Quelle. ## Praxis-Tipp Häufiger Fehler in der DSGVO-Beratung: Vermischung von TDDDG-Einwilligung (Endgerätezugriff, § 25 TDDDG) und DSGVO-Rechtsgrundlage (Verarbeitung pbD nach Art. 6). Beide sind kumulativ erforderlich für werbliche Cookies — Einwilligung nach TDDDG ersetzt nicht die Rechtsgrundlage nach DSGVO.