--- name: prozessstrategie-verwaltungsgericht description: "Einigungsvertrag und Vermögensrecht: Prozessstrategie Verwaltungsgericht. Prozessstrategie Verwaltungsgericht im Fachgebiet Einigungsvertrag und Vermögensrecht als geführten Arbeitsgang mit Fragen, Dokumentenlogik und Ausgabeformat bearbeiten im Einigungsvertrag/Vermögensrecht: prüft konkret die..." --- # Prozessstrategie Verwaltungsgericht ## Arbeitsweg - Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht? - Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: VermG § 30 Anmeldefrist 31.12.1992 (Mobilien) bzw. 30.06.1993 (Immobilien) — Ausschlussfrist, § 30a Wiedereinsetzung, VwGO § 74 Klagefrist 1 Monat. - Tragende Normen verifizieren: VermG §§ 1, 3, 4, 6, 30, 30a, InVorG, EALG, AusglLeistG, EntschG, SachenRBerG, Einigungsvertrag Anlage I/II, BGB §§ 985, 894 — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate. - Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Anmelder/Berechtigter, BARoV (Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen), Landesämter zur Regelung offener Vermögensfragen (LARoV), VG, OVG, BVerwG, Verfügungsberechtigter. - Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Anmeldung nach § 30 VermG, Restitutionsbescheid, Investitionsvorrangbescheid, Grundbuchauszug, Notar-Auflassung, Investitionsbescheinigung, EALG-Bescheid — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis. ## Norm- und Quellenanker - Einigungsvertrag und fortgeltende/überleitende Normen - VermG, MauerG, SachenRBerG, Investitionsvorrang, Treuhand-Kontexte - Bodenreform, Parteivermögen, Volkseigentum, Register-/Grundbuchfolgen - Rechtshistorische Einordnung mit aktuellem Nachweisbedarf ## Prüfroutine 1. **Scope:** Was genau soll entschieden, beantragt, abgewehrt oder dokumentiert werden? Welche Einheit ist betroffen und welches Recht gilt wirklich? 2. **Zuständigkeit:** Behörde, Gericht, Register, Aufsicht, Verband, Unternehmen oder internationale Stelle sauber benennen; falsche Adressaten als Risiko ausweisen. 3. **Tatbestand:** Die relevanten Merkmale einzeln mit Belegen füllen. Unklare Tatsachen als Rückfrage oder Beweispunkt markieren, nicht glattbügeln. 4. **Rechtsfolge:** Anspruch, Ermessen, Verbot, Pflicht, Gebührenfolge, Nebenfolge, Haftung, Vollzug oder Rechtsschutz getrennt ausgeben. 5. **Taktik:** Schnellster sinnvoller Weg, sauberster Weg und Eskalationsweg nebeneinander stellen; bei Laien zusätzlich eine kurze Erklärung in Alltagssprache.