--- name: erstgespraech-mandatsannahme description: "Erstgespraeach und Mandatsannahme im Strafrecht: Anwendungsfall Beschuldigter oder Verdaechtiger meldet sich nach Polizeivorladung oder Festnahme und Strafverteidiger muss Mandat strukturiert aufnehmen: Erstgespraeach und Mandatsannahme im Strafrecht: Anwen..." --- # Erstgespraeach und Mandatsannahme im Strafrecht: Anwendungsfall Beschuldigter oder Verdaechtiger meldet sich nach Polizeivorladung oder Festnahme und Strafverteidiger muss Mandat strukturiert aufnehmen ## Arbeitsweg - Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht? - Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: die im Fachgebiet einschlägigen Verfahrens-, materiellen und Anmeldefristen vorab markieren und nicht aus Modellwissen finalisieren (insbesondere Widerspruch 1 Monat, Klage 1 Monat, Verjährung §§ 195, 199 BGB / spezialgesetzlich). - Tragende Normen verifizieren: StGB §§ 13, 22, 23, 25, 32, 35, 46, 47, 56, 57, StPO §§ 100a, 102, 105, 112, 136, 137, 140, 147, 152, 153a, 244, 257c, 261, 264, 265, 267, 304, 341, 344, 349; StPO; StGB — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate. - Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail). - Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis. **Fokus:** Erstgespraeach und Mandatsannahme im Strafrecht: Anwendungsfall Beschuldigter oder Verdaechtiger meldet sich nach Polizeivorladung oder Festnahme und Strafverteidiger muss Mandat strukturiert aufnehmen. § 136 StPO Belehrung Schweigerecht, § 137 StPO Verteidigerrecht, § 147 StPO Akteneinsicht. Prüfraster Konflikt-Check, Schweigerecht kommunizieren, Sachverhalt aufnehmen, Akteneinsicht beantragen, Honorarvereinbarung treffen. Output Mandats-Aufnahmeprotokoll mit Sofortmassnahmen-Liste und Belehrungsprotokoll. Abgrenzung zu Wahlverteidiger-Mandat für spezifischen Mandatstyp und zu Mandat-Triage. ### Erstgespraech und Mandatsannahme im Allgemeines und Wirtschaftsstrafrecht ## Wann dieser Arbeitsgang greift - Neue Anfrage aus dem Bereich Allgemeines und Wirtschaftsstrafrecht (Telefon, Mail, Empfehlung, Walk-in). - Mandantin oder Mandant beschreibt Sachverhalt unstrukturiert; oft mit Vorladung, Strafbefehl, Durchsuchungsbeschluss, Anklageschrift, U-Haft-Anordnung, Anhörung als Zeuge oder Anklageschrift mit Nebenklage-Option. - Vor jeder weiteren Bearbeitung: erst Annahme klaeren, Rolle bestimmen (Beschuldigte/r, Verletzte/r oder Nebenklage, Zeuge/in mit Beistand), Konflikt- und GwG-Pruefung, Vollmacht, Gebührenvereinbarung, Fristen. ## Phasen des Erstgespraechs ### 1. Rollenklarheit und Konstellation (10-15 Min.) Erste Frage: Wofür braucht Mandantschaft Sie? - **Beschuldigte oder Angeklagte** - Verteidigung im Strafverfahren. - **Verletzte oder Anzeigeerstattende** - Beratung, Strafanzeige, Akteneinsicht der Verletzten, ggf. Nebenklage-Anschluss. - **Zeuginnen oder Zeugen** - Zeugenbeistand gemaess § 68b StPO, Auskunftsverweigerungsrecht gemaess § 55 StPO. - **Insolvenzverwalter/Geschaeftsfuehrung** mit StA-Berlin-Beruehrung - paralleles Insolvenz-/Strafverfahren. Standard-Fragenraster: - Beteiligte (Vor-/Nachname, Geburtsdatum, Anschrift, Rolle und Aktenzeichen StA / Gericht). - Tatvorwurf in einem Satz (StGB-Paragraf, OWiG, Nebenstrafrecht). - Konkrete fachliche Stossrichtung: Akteneinsicht, Beschuldigtenvernehmung, U-Haft, Strafbefehl-Einspruch, Hauptverhandlung, Revision, Anklage gegen Beschuldigte/n als Nebenklage. - Bisherige Korrespondenz (Vorladung, Anhörungsbogen, Durchsuchung, Bescheide). - **Fristenscreening sofort:** Einspruch gegen Strafbefehl 2 Wochen (§ 410 Abs. 1 StPO), Revisionseinlegung 1 Woche (§ 341 StPO), Revisionsbegruendung 1 Monat (§ 345 StPO), Klageerzwingung 1 Monat (§ 172 Abs. 2 StPO), Antrag auf gerichtliche Entscheidung (§ 23 EGGVG) 1 Monat, Beschwerdefristen § 311 StPO. ### 2. Konflikt-Pruefung und GwG-Check (5 Min.) - Konflikt-Check ueber Mandantsystem: Mit-Beschuldigte, Verletzte, frueheres Mandat? - Bei Mehrfach-Beschuldigten zwingend pro Person eigene Verteidigung (§ 146 StPO). - GwG-Identifizierung: amtlicher Lichtbildausweis, bei juristischer Person Handelsregister-/Transparenzregister-Auszug, ggf. wirtschaftlich Berechtigte/n. - Risikobewertung (niedrig/mittel/hoch) abhaengig von Auslandsbezug, Vermoegensherkunft, Tatvorwurf (insbesondere § 261 StGB Geldwaesche, § 370 AO Steuerhinterziehung). - Doku im Mandatsbogen (Pflicht nach §§ 10 ff. GwG, BRAK-Identifizierungsleitfaden). - Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren. ### 3. Vollmacht und Akteneinsicht - Strafprozessvollmacht (§§ 137 ff. StPO, BORA, RVG). - Akteneinsichtsantrag gemaess § 147 StPO (Verteidigung) oder § 406e StPO (Verletzten-/Nebenklagevertretung) oder ohne Sondervorschrift für Zeugenbeistand. - Bei Pflichtverteidigerbestellung Antrag gemaess § 141 StPO frueh stellen (Belehrung gemaess § 136 Abs. 1 S. 3 StPO). - Bei Nebenklage: Anschlusserklaerung gemaess § 396 StPO und Pruefung der Nebenklage-Befugnis gemaess § 395 StPO. ### 4. Gebührenvereinbarung im Strafverfahren Strafrechtsspezifische Gebührentatbestaende statt zivilrechtlicher Streitwert-Logik: - **RVG-Strafsachen-Tatbestaende** (VV-RVG Teil 4 Abschnitt 1): Grundgebuehr Nr. 4100, Verfahrensgebuehr Ermittlungsverfahren Nr. 4104, Verfahrensgebuehr Gerichtsverfahren erster Instanz Nr. 4106 oder 4112 bzw. 4118 je nach Gericht, Terminsgebuehr Nr. 4108 bzw. Nr. 4114 bzw. Nr. 4120, Hauptverhandlungstag-Zuschlag bei Strafkammer. - **Bei Bussgeldverfahren:** VV-RVG Teil 5 (Nrn. 5100 ff.). - **Pflichtverteidigung:** Festgebuehren gemaess RVG-Tabelle Teil 4 Abschnitt 1 mit besonderem Gebührentatbestand für den bestellten Verteidiger. - **Vereinbarungshonorar / Stundenhonorar:** zulaessig nach § 3a RVG mit Schriftform und ausdruecklichem Hinweis; oberhalb der gesetzlichen Gebuehr ueblich bei Wirtschaftsstrafrecht. - **Erfolgshonorar:** nur in engen Grenzen gemaess § 4a RVG; im Strafverfahren regelmaessig problematisch (kein Erfolg im klassischen Sinne, Risiko des Wertungs-Widerspruchs). - **Vorschuss:** Vorschussanforderung nach § 9 RVG, in Strafsachen ueblich pro Instanz oder pro Hauptverhandlungstag. - **Bei Nebenklage:** Gebühren VV-RVG Teil 4 Abschnitt 2 (Nrn. 4124 ff.). Streitwert-Aequivalent nur für adhaesionsrechtliche Anspruche relevant. - **Bei Adhaesion (§§ 403 ff. StPO):** Gebühren VV-RVG Teil 4 Abschnitt 6 (Nrn. 4143-4147), berechnet nach Gegenstandswert des geltend gemachten Anspruchs. ### 5. Strategie-Erstskizze Drei Weichen am Ende des Erstgespraechs: - **Mandat annehmen:** vollstaendig (Verteidigung durch alle Instanzen) oder begrenzt (nur Akteneinsicht und Gutachten, nur Erstellung Einspruch gegen Strafbefehl, nur Zeugenbeistand für einen Vernehmungstermin). - **Verweisen:** wenn Spezialgebiet ausserhalb (Wirtschaftsstrafrecht vs. allgemeines Strafrecht), oertlich unzuständig oder Mehrfachbeschuldigtenkonstellation. - **Ablehnen:** Konflikt mit § 146 StPO, GwG-Hit beim Honorar, fehlende Vertrauensbasis. ## Pflicht-Output am Ende 1. **Mandatsbogen** mit Beteiligten, Rolle, Konflikt-Check, GwG-Status, Tatvorwurf, Aktenzeichen. 2. **Frist-Liste** (Einspruch, Revisionseinlegung, Revisionsbegruendung, Beschwerdefristen, Anschluss-Frist Nebenklage, U-Haft-Pruefungsfristen § 121 StPO). 3. **Anlagenverzeichnis** des uebergebenen Datenraums (Bescheide, Schreiben, Anhörungsbogen). 4. **Naechster-Schritt-Plan:** binnen 24 / 48 / 72 h, Owner, Output (Akteneinsicht stellen, Pflichtverteidigerbeiordnung beantragen, U-Haft-Beschwerde). 5. **Honorarvereinbarung** unterschrieben oder Hinweis auf RVG-Festgebuehr / Pflichtverteidiger-Beiordnung. ## Relevante Rechtsgrundlagen und Standards - BORA, BRAO, FAO Strafrecht (§ 13 FAO). - Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren. - StGB, StPO, BtMG, AO (§§ 369 ff.), OWiG, JGG, Nebenstrafrecht (StVG, WaffG, KCanG, AWG, WiStrG 1954). - RVG mit VV-RVG Teil 4 (Strafsachen) und Teil 5 (Bussgeldsachen). - DSGVO und BDSG für den Umgang mit Mandanten- und Verletzten-Daten. ## Typische Fehler im Erstgespraech - Rolle der Mandantschaft nicht klar getrennt - Mehrfachvertretung Beschuldigter und Nebenklaegerin im gleichen Verfahren ist berufsrechtswidrig. - Frist uebersehen, weil Mandantschaft sie nicht selber genannt hat (immer aus jedem Schreiben Frist herausziehen, insbesondere Strafbefehl mit Zustellungsdatum). - Pflichtverteidiger-Antrag erst spaet gestellt - Vergutungsrisiko für Wahlverteidiger bis Beiordnung. - Akteneinsicht zu spaet beantragt - Hauptverhandlungsvorbereitung leidet. - Honorarvereinbarung muendlich oder ohne § 3a-RVG-Form - Honorar nur in Hoehe der gesetzlichen Gebuehr durchsetzbar. - GwG-Pruefung verfehlt - Risiko § 261 StGB beim Honorar-Bezug aus inkriminierter Quelle. ## Praxis-Checkliste - [ ] Rolle der Mandantschaft eindeutig festgestellt - [ ] Personalien und Aktenzeichen aller Beteiligten erfasst - [ ] Konflikt-Check durchgefuehrt (auch Mit-Beschuldigte gemaess § 146 StPO) - [ ] GwG: Identifizierung + Risikobewertung notiert - [ ] Strafprozessvollmacht unterschrieben - [ ] Akteneinsicht beantragt (§ 147 oder § 406e StPO) - [ ] Pflichtverteidigerbestellung beantragt, soweit Voraussetzungen vorliegen (§ 140 StPO) - [ ] Honorarvereinbarung schriftlich (§ 3a RVG) oder Hinweis auf RVG-Festgebuehr - [ ] Fristenliste angelegt und in Kalender eingetragen - [ ] Mandatsbogen vollstaendig - [ ] Naechster-Schritt-Plan kommuniziert (E-Mail-Zusammenfassung) ## Konkrete Praxis-Konstellationen ### Konstellation A: Strafbefehl mit Einspruchsfrist Mandantschaft bringt Strafbefehl am Donnerstag, Einspruchsfrist 2 Wochen ab Zustellung. Handlungs-Sequenz: 1. Zustellungsdatum aus Strafbefehl auslesen (Zustellungsurkunde, EB). 2. Akteneinsicht (§ 147 StPO) sofort schicken. 3. Einspruch fristwahrend einlegen, Begruendung nachreichen. 4. Wiedereinsetzung in den vorigen Stand (§§ 44 ff. StPO) als Reserve dokumentieren. ### Konstellation B: U-Haft Mandantschaft sitzt seit Wochen in U-Haft. Pflichtverteidiger noch nicht beantragt. 1. Pflichtverteidigerbestellung beantragen (§ 140 Abs. 1 Nr. 4 StPO). 2. Akteneinsicht beantragen, soweit § 147 Abs. 2 StPO nicht entgegensteht. 3. Haftpruefung (§ 117 StPO) oder Haftbeschwerde (§ 304 StPO). 4. Mandantengespraech in der JVA terminieren (Sprecherlaubnis). ### Konstellation C: Verletzte/r mit Nebenklage-Option Mandantschaft ist Opfer einer Sexualstraftat oder schweren Koerperverletzung. 1. Akteneinsichtsantrag für Verletztenvertretung (§ 406e StPO). 2. Pruefung Nebenklagebefugnis (§ 395 StPO). 3. Antrag auf Beiordnung als Opferanwalt (§ 397a StPO). 4. Adhaesion (§§ 403 ff. StPO) und psychosoziale Prozessbegleitung (§ 406g StPO) erwaegen. 5. Cross-Ref: `fachanwalt-strafrecht-nebenklage-opfervertretung`. ### Konstellation D: Zeuge mit Auskunftsverweigerungsrecht Mandantschaft hat Vorladung als Zeuge in einem Verfahren erhalten, ist aber selber Mit-Beschuldigte/r in anderer Sache. 1. Pruefung § 55 StPO (Selbstbelastungsgefahr) und § 52 StPO (Angehoerigenstellung). 2. Zeugenbeistand gemaess § 68b StPO; Beiordnung gemaess § 68b Abs. 2 StPO bei Bedrohung. 3. Vorbereitung der Aussage und Auskunftsverweigerung in der Vernehmung. 4. Cross-Ref: `fachanwalt-strafrecht-zeugenbeistand`. ### Konstellation E: Wirtschaftsstrafverfahren mit Insolvenzantrag der StA Mandantschaft ist Geschaeftsfuehrer/in einer GmbH; StA hat Insolvenzantrag gemaess § 14 InsO gestellt, parallel laeuft Strafverfahren wegen Insolvenzverschleppung (§ 15a InsO) oder Untreue (§ 266 StGB). 1. Doppelgleisige Strategie: Strafverteidigung + Insolvenzverteidigung. 2. Pruefung Anhörungsantraege im InsO-Verfahren. 3. Vermoegensabschoepfung gemaess §§ 73 ff. StGB und Beschlagnahme gemaess § 111b StPO im Auge behalten. 4. Cross-Ref: `fachanwalt-strafrecht-insolvenzantrag-staatsanwaltschaft`. ## Mandanten-Erwartungsmanagement - Realistische Strafmass- und Bewaehrungs-Prognose (nicht: "Wir bekommen sicher Freispruch"). - Verfahrensdauer: Ermittlungsverfahren Wochen bis Monate, Hauptverhandlung Termine pro Instanz, Revision mehrere Monate. - Verstaendigungschance gemaess § 257c StPO und Einstellung gemaess § 153a StPO als Option offen halten. - Schriftliche Zusammenfassung des Erstgespraechs binnen 48 h. ## Mandatsbogen-Muster (Mindestinhalt für Strafsachen) - Mandantschaft (Name, Geburtsdatum, Anschrift, Telefon, E-Mail). - Rolle (Beschuldigte, Nebenklaegerin, Zeugin, Insolvenzschuldnerin/GF). - Aktenzeichen StA / Gericht / Polizei. - Tatvorwurf (Paragraf, Tatzeit, Tatort). - Kurzbeschreibung Sachverhalt (5-10 Saetze). - Ziel des Mandats (eine Zeile). - Strittige Fragen (bullet). - Geprueft: Konflikt - GwG - Vollmacht. - Gebührentatbestaende (Nrn. 4100 ff. VV-RVG / Vereinbarung). - Frist-Liste. - Aktenanlage Datum. - Naechster-Schritt. ## Cross-Refs - `vergleichsverhandlung-strategie` (im selben Plugin) für Verstaendigung gemaess § 257c StPO, Einstellung gemaess § 153a StPO und Adhaesion. - `schriftsatzkern-substantiierung` (im selben Plugin) für Verteidigungsschriftsaetze (Einspruch, Revision, Klageerzwingung). - `fachanwalt-strafrecht-nebenklage-opfervertretung` (im selben Plugin) für Verletzten- und Nebenklagevertretung. - `fachanwalt-strafrecht-zeugenbeistand` (im selben Plugin) für Zeugenbeistand gemaess § 68b StPO. - `fachanwalt-strafrecht-adhaesionsverfahren` (im selben Plugin) für Adhaesion. - `fachanwalt-strafrecht-insolvenzantrag-staatsanwaltschaft` (im selben Plugin) für parallelen Insolvenzantrag der StA. - `kanzlei-allgemein` für Konflikt-, GwG- und Aktenanlage-Routinen. ## Aktuelle Rechtsprechung Erstgespraech / Mandatsannahme - Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren. ## Erstgespraech Normen-Check - § 136 Abs. 1 StPO — Beschuldigtenbelehrung: Schweigerecht, Verteidigerwahl - § 137 StPO — freie Wahl des Verteidigers - § 140 StPO — notwendige Verteidigung: Katalog der Pflichtfaelle - § 146 StPO — Verbot Mehrfachvertretung - §§ 10-17 GwG — Identifizierung, Risikoeinschaetzung, Dokumentation - § 261 StGB — Geldwaesche: Strafbarkeit auch des Verteidigers bei Vorsatz/Leichtfertigkeit - § 3a RVG — schriftliche Honorarvereinbarung; Mindestangaben