--- name: gmbh-gruendung description: "Begleitung der GmbH-Gründung von der Satzungserstellung (§ 2 GmbHG) bis zur Eintragung ins Handelsregister (§ 7 GmbHG) einschließlich UG-Variante (§ 5a GmbHG), Gewerbeanmeldung und Transparenzregister. Lädt bei Mandaten zur Neugründung, Vorgesellschaft, Stammkapitalaufbringung oder Gesellschaftsv..." --- # GmbH-Gründung – Von der Satzung bis zum Handelsregistereintrag ## Arbeitsbereich Begleitung der GmbH-Gründung von der Satzungserstellung (§ 2 GmbHG) bis zur Eintragung ins Handelsregister (§ 7 GmbHG) einschließlich UG-Variante (§ 5a GmbHG), Gewerbeanmeldung und Transparenzregister. Lädt bei Mandaten zur Neugründung, Vorgesellschaft, Stammkapitalaufbringung oder Gesellschaftsvertrag. Arbeite entlang dieser konkreten Prüfungslinie und trenne Rolle, Frist, Zuständigkeit, Beweislast und gewünschten Output. ## Arbeitsweg - Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht? - Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: die im Fachgebiet einschlägigen Verfahrens-, materiellen und Anmeldefristen vorab markieren und nicht aus Modellwissen finalisieren (insbesondere Widerspruch 1 Monat, Klage 1 Monat, Verjährung §§ 195, 199 BGB / spezialgesetzlich). - Tragende Normen verifizieren: die im Plugin-Kontext einschlägigen Normen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, eur-lex.europa.eu und die amtlichen Bundes-/Landesportale live prüfen — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate. - Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail). - Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis. ## Fachlicher Kern — Gesellschaftsrecht und Corporate Law - **Problemfokus dieses Skills:** Bleibe beim konkreten Titel `GmbH-Gründung – Von der Satzung bis zum Handelsregistereintrag` und löse die dort angelegte Fachfrage; arbeite mit konkreten Tatbestandsmerkmalen, Beweisfragen und dem unmittelbar benötigten Arbeitsprodukt. Routingfragen bleiben Hilfsmittel, wenn Frist, Zuständigkeit oder Verfahrensart offen sind. - **Normenradar:** GmbHG §§ 3, 5, 13, 15, 16, 30, 34, 35, 40, 43, 46, 47, 49 ff.; AktG §§ 76, 93, 111, 119, 130, 243 ff.; HGB §§ 105 ff., 161 ff.; MoPeG/GesRÄndG-Folgen; UmwG; FamFG/Registerrecht; GWB/Fusionskontrolle bei Transaktionen. - **Verifizierte Anker:** BGH, Urteil vom 08.11.2022 - II ZR 91/21 (zutreffende Gesellschafterliste/Listenstreit); BGH, Beschluss vom 18.03.2025 - II ZB 11/24 (Registerordner/Gesellschafterliste, Prüfungsumfang); BGH, Urteil vom 11.12.2006 - II ZR 166/05 und Urteil vom 12.04.2016 - II ZR 275/14 (Treuepflicht, Zustimmungspflichten); BGH, Urteil vom 30.09.2025 - II ZR 154/23 (Drittvergleich/verdeckte Vermögenszuwendung, Organ-/Beschlusskontrolle). - **Arbeitsmodus:** Erst Gesellschaftsform, Organ, Beschlussweg, Vertretung, Registerlage, wirtschaftliches Ziel und Minderheitenposition sortieren; dann Treuepflicht, Kapitalerhaltung, Haftung, Transaktions-Closing und Beweis-/Vollzugsrisiko prüfen. - **Outputpflicht:** Beschluss-/Listenmatrix, Register-To-do, Board-/Beiratsvorlage, Closing-CP-Liste, Treuepflicht-Red-Team, Geschäftsführerhaftungsmemo oder Mandanten-Decision-Paper. - **Fehlerbremse:** Tragende Normen/Entscheidungen live oder aus der Akte verifizieren; Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle. Keine BeckRS-, juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen. ## Fachkern: GmbH-Gründung – Von der Satzung bis zum Handelsregistereintrag - **Normen-/Quellenanker:** GmbHG, AktG, HGB, BGB, UmwG, MoPeG, FamFG/Registerrecht, Gesellschafterliste, Beschlussmängel, Treuepflicht und Organhaftung. - **Entscheidende Weiche:** Gesellschaftsform, Organrolle, Beschluss/Vertrag, Registerwirkung, Minderheitenschutz, Haftung und Frist getrennt prüfen. - **Arbeitsprodukt:** Erzeuge eine konkrete Prüf- oder Entscheidungsmatrix mit Norm, Tatbestand, Beleg, Einwand, Risikoampel und nächstem Schritt; Anschluss-Skills nur bei echter Vertiefung nennen. ## Triage zu Beginn Vor Beginn der Gruendungsbegleitung klaeren: 1. **Rechtsform sicher?** GmbH oder UG (haftungsbeschraenkt, § 5a GmbHG)? Bei Stammkapital < 25.000 EUR: UG; bei nur 1 Gesellschafter und 1 Geschaeftsfuehrer: Musterprotokoll (§ 2 Abs. 1a GmbHG) moeglich. 2. **Gesellschafterkreis vollstaendig?** Alle Gesellschafter identifiziert, Geschaeftsfaehigkeit geprueft? Minderjaehrige: familiengerichtliche Genehmigung erforderlich? 3. **Gegenstand erlaubnispflichtig?** Zahlungsdienste (§ 32 KWG), Finanzanlageberatung (§ 34f GewO), Immobilienmakler (§ 34c GewO), Gesundheit, Waffen? Genehmigung VOR Gruendung einholen. 4. **Sacheinlagen?** Wird Stammkapital durch Sacheinlagen aufgebracht? → Sachgruendungsbericht (§ 5 Abs. 4 GmbHG) erforderlich; Zeitaufwand und Werthaltigkeitspruefung einplanen. 5. **Geschaeftsfuehrer geprueft?** Bestellungshindernisse nach § 6 Abs. 2 GmbHG ausgeschlossen? (insb. Insolvenzstraftaten, Betrug, Untreue) 6. **Transparenzregister-Pflicht bekannt?** Wirtschaftlich Berechtigte (§ 3 GwG) identifiziert? Eintragungsfrist 2 Wochen nach Gruendung. - **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist für den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.) ## Eingaben 1. **Gesellschafterkreis** – Namen, Adressen, Nationalität, Geschäftsfähigkeit; bei Minderjährigen: familiengerichtliche Genehmigung. 2. **Firma** – Unterscheidungskraft (§ 18 HGB), Irreführungsverbot (§ 18 Abs. 2 HGB), Namenszusatz "GmbH" (§ 4 GmbHG) oder "UG (haftungsbeschränkt)" (§ 5a Abs. 1 GmbHG). 3. **Stammkapital** – Mindestens 25.000 € bei GmbH (§ 5 Abs. 1 GmbHG); bei UG mindestens 1 € (§ 5a Abs. 1 GmbHG). 4. **Geschäftsführer** – Natürliche Person, Geschäftsfähigkeit, keine Vorstrafen nach § 6 Abs. 2 Satz 2 GmbHG (Bestellungshindernis). 5. **Unternehmensgegenstand** – Hinreichend bestimmt; Erlaubnispflichtige Tätigkeiten (z. B. § 32 KWG, § 34c GewO) vorab prüfen. 6. **Sacheinlagen** – § 5 Abs. 4 GmbHG: Sachgründungsbericht, Werthaltigkeitsprüfung. ## Rechtlicher Rahmen ### Zentrale Normen - **§ 2 GmbHG** – Notarielle Beurkundung des Gesellschaftsvertrags; Musterprotokoll für vereinfachte Gründung (§ 2 Abs. 1a GmbHG, max. 3 Gesellschafter, 1 Geschäftsführer). - **§ 5 GmbHG** – Stammkapital 25.000 €; Stammeinlage mind. 1 €; § 5 Abs. 4 GmbHG Sachgründungsbericht. - **§ 5a GmbHG** – UG (haftungsbeschränkt): Mindestkapital 1 €; Rücklage 25 % des Jahresüberschusses bis Aufstockung auf 25.000 € (§ 5a Abs. 3 GmbHG). - **§ 6 GmbHG** – Geschäftsführer; Bestellungshindernisse § 6 Abs. 2 GmbHG. - **§ 7 GmbHG** – Anmeldung zum Handelsregister; Voraussetzung: Einzahlung von mindestens 12.500 € (Hälfte) auf Bareinlage (§ 7 Abs. 2 GmbHG). - **§ 8 GmbHG** – Inhalt der Anmeldung; Versicherung des Geschäftsführers über Bestellungshindernisse (§ 8 Abs. 3 GmbHG). - **§ 11 GmbHG** – Entstehung der GmbH mit Eintragung; Haftung in der Vorgesellschaft. - **§ 39 GmbHG** – Anmeldung von Geschäftsführerwechseln. - **§ 3 GwG** i. V. m. **§§ 19 ff. GwG** – Transparenzregistereintragung der wirtschaftlich Berechtigten. ### Leitentscheidungen 1. Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren. "ARGE Weißes Ross": Grundsätze zur Haftung in der Vorgesellschaft; Handeln im Namen der noch nicht eingetragenen GmbH begründet persönliche Haftung der Handelnden nach § 11 Abs. 2 GmbHG, es sei denn, die Gesellschaft wird eingetragen und die Verbindlichkeit übernommen. 2. Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren. Zur Verlustdeckungspflicht der Gründergesellschafter in der Vor-GmbH: Das Prinzip der realen Kapitalaufbringung gebietet, dass bei Eintragung das Gesellschaftsvermögen mindestens dem angemeldeten Stammkapital entspricht. ### Quellenregel Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff. ## Ablauf **Vorab:** Der untenstehende ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm. 1. **Vorbereitung** – Firmenrecherche beim zuständigen Handelsregister und DPMA (Namensähnlichkeit); Gegenstandsformulierung; Bestellungshindernis-Prüfung § 6 Abs. 2 GmbHG; ggf. behördliche Genehmigungen vorab einholen. 2. **Gesellschaftsvertrag beurkunden** (§ 2 GmbHG) – Notar erstellt oder beurkundet den Gesellschaftsvertrag mit Mindestinhalt (§ 3 GmbHG: Firma, Sitz, Gegenstand, Stammkapital, Stammeinlagen). Bei vereinfachter Gründung: Musterprotokoll (Anlage zu § 2 Abs. 1a GmbHG). 3. **Stammkapital einzahlen** – Bareinlage auf Geschäftskonto einzahlen; bei UG: vollständige Einzahlung vor Anmeldung erforderlich (§ 5a Abs. 2 GmbHG). Bei GmbH: mindestens 12.500 € (§ 7 Abs. 2 Satz 1 GmbHG) vor Anmeldung. 4. **Geschäftsführer bestellen und Versicherung abgeben** – Gesellschafterbeschluss (§ 46 Nr. 5 GmbHG); Anstellungsvertrag; Versicherung nach § 8 Abs. 3 GmbHG gegenüber dem Registergericht. 5. **Handelsregisteranmeldung** (§ 7 GmbHG) – Notarielle Beglaubigung der Unterschrift (§ 12 HGB); Einreichung beim zuständigen Amtsgericht (HRB); Anlage: Gesellschaftsvertrag, Liste der Gesellschafter, Geschäftsführernachweis. 6. **Eintragung und Veröffentlichung** – Nach Eintragung entsteht die GmbH (§ 11 Abs. 1 GmbHG); Bekanntmachung im Bundesanzeiger (§ 10 GmbHG). 7. **Nachgelagerte Pflichten:** - Gewerbeanmeldung § 14 GewO bei der Gemeinde (innerhalb von 1 Monat). - IHK-Mitgliedschaft kraft Gesetzes (§ 2 IHKG); Beitragsbescheid folgt. - Transparenzregister: Eintragung wirtschaftlich Berechtigter (§ 20 GwG) innerhalb von 2 Wochen nach Gründung; Bußgeld bei Verstößen (§ 56 GwG). - Finanzamt: steuerliche Erfassung (USt., KSt., GewSt.) mittels ELSTER- Fragebogen. - Bankverbindung: Geschäftskonto für Stammkapital und laufenden Zahlungsverkehr. ## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden) Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige. | Konstellation | Empfohlener Weg | |---|---| | Standard — GmbH gruenden nach Standardprogramm | Gruendungsprotokoll nach Ablauf; Template unten | | Variante A — Gruendung eilt keine Zeit für Musterprotokoll | Musterprotokoll-GmbH § 2 Abs. 1a GmbHG als Schnelloption | | Variante B — Gesellschafter aus verschiedenen Ländern | Notarielle Gruendung im Inland; Vollmacht aus dem Ausland pruefen | | Variante C — Gruender will erst UG dann Hochstufung | UG-Gruendung zuerst; Hochstufung nach Kapitalaufbau | Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen. ## Output-Template **Adressat:** Gruender / Mandant — Tonfall: verstaendlich-erklaerend, fristen-orientiert ``` GRUENDUNGS-CHECKLISTE Mandant: [NAME] Gesellschaft (geplante Firma): [FIRMA GmbH / UG (haftungsbeschraenkt)] Sitz (geplant): [ORT] Erstellt von: [NAME], [KANZLEI] Datum: [TT.MM.JJJJ] > Vertraulich — Mandatsgeheimnis § 43a Abs. 2 BRAO. --- VORBEREITUNGSPHASE --- ☐ Firmenrecherche Handelsregister / DPMA — Name verfuegbar: [JA / OFFEN] ☐ Gesellschafterkreis vollstaendig — alle GF geprueft (§ 6 Abs. 2 GmbHG) ☐ Erlaubnispflichtige Taetigkeit geprueft — Genehmigung: [NICHT ERFORDERLICH / BEANTRAGT] ☐ Sacheinlagen: [KEINE / SACHGRUENDUNGSBERICHT ERFORDERLICH] ☐ Stammkapital: [BETRAG EUR] (GmbH: mind. 25.000 EUR; UG: mind. 1 EUR) --- BEURKUNDUNG (§ 2 GmbHG) --- ☐ Notar: [NAME], [ORT] — Termin: [TT.MM.JJJJ] ☐ Gesellschaftsvertrag beurkundet am: [DATUM / OFFEN] ☐ Musterprotokoll: [JA — § 2 Abs. 1a GmbHG / NEIN — individueller GV] ☐ Gesellschafterbeschluesse (GF-Bestellung § 46 Nr. 5 GmbHG) beurkundet --- STAMMKAPITAL-EINZAHLUNG (§ 7 Abs. 2 GmbHG) --- ☐ Geschaftskonto eroeffnet bei: [BANK] ☐ Einzahlung: [BETRAG EUR] eingezahlt am: [DATUM] (mind. 12.500 EUR bei GmbH vor Anmeldung) ☐ Einzahlungsnachweis: [VORHANDEN / AUSSTEHEND] --- HANDELSREGISTERANMELDUNG (§ 7 GmbHG) --- ☐ Versicherung GF (§ 8 Abs. 3 GmbHG) unterzeichnet: [TT.MM.JJJJ] ☐ Anmeldung durch Notar eingereicht am: [TT.MM.JJJJ] ☐ HRB-Nummer vergeben: [NUMMER / AUSSTEHEND] ☐ Eintragung erfolgt am: [TT.MM.JJJJ / AUSSTEHEND] --- NACHGELAGERTE PFLICHTEN --- ☐ Gewerbeanmeldung § 14 GewO — Frist: [4 Wochen nach Betriebsaufnahme] — erledigt: [DATUM / OFFEN] ☐ Transparenzregister § 20 GwG — Frist: 2 Wochen nach Eintragung ([TT.MM.JJJJ]) — erledigt: [DATUM / OFFEN] ☐ Steuerliche Erfassung ELSTER — Fragebogen abgesandt: [DATUM / OFFEN] ☐ IHK-Mitgliedschaft — Beitragsbescheid abgewartet: [JA / OFFEN] --- KOSTEN (SCHAETZUNG) --- Notargebuehren (GnotKG): ca. [BETRAG EUR] (abhaengig vom Geschaeftswert) Gerichtsgebuehren Handelsregister: ca. [BETRAG EUR] Beratungshonorar: [BETRAG EUR / nach RVG / Pauschalhonorar] Gesamtschaetzung: ca. [BETRAG EUR] --- STATUS GESAMT --- Phase: [VORBEREITUNG / BEURKUNDUNG / EINZAHLUNG / ANMELDUNG / ABGESCHLOSSEN] Naechster Schritt: [AKTION] — Frist: [DATUM] ``` --- vor Versand klaeren --- 1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Durchsetzung des Anspruchs / Vergleich / Reputationsschutz / schnelle Loesung] 2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestforderung / Zeitrahmen / Formerfordernis] 3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgesprach / Einigung vor Fristablauf] Schlussabsatz Variante A (kooperativ): Wir regen eine guetliche Einigung an und stehen für ein klaerenden Gesprach zur Verfuegung. Eine einvernehmliche Loesung erspart beiden Seiten Zeit und Kosten. Schlussabsatz Variante B (formal-streng): Eine aussergerichtliche Einigung kommt nur in Betracht wenn die Gegenseite innerhalb von [X] Tagen einen akzeptablen Vorschlag unterbreitet. Anderenfalls werden wir alle rechtlichen Schritte einleiten. ## Rote Schwellen - **Handeln vor HR-Eintragung ohne Hinweis auf Vorgesellschaftshaftung** — § 11 Abs. 2 GmbHG: persönliche Haftung der Handelnden; Mandant explizit warnen. - **Stammkapital nicht oder zu wenig eingezahlt vor Anmeldung** — § 7 Abs. 2 GmbHG: mind. 12.500 EUR vor Anmeldung; Registergericht lehnt sonst Eintragung ab. - **Bestellungshindernis § 6 Abs. 2 GmbHG uebersehen** — Vorstrafe des Geschaeftsfuehrers fuehrt zur Ablehnung der Eintragung; Strafregisterauszug vorab anfordern. - **Transparenzregister-Frist versaeumt** — Bussgeld bis 1.000.000 EUR (§ 56 Abs. 1 GwG); 2-Wochen-Frist ab Eintragung sofort im Fristenbuch verankern. - **Erlaubnispflichtige Taetigkeit ohne Genehmigung aufgenommen** — Ordnungswidrigkeitsrisiko, Betriebsuntersagung; Genehmigung VOR Aufnahme der Taetigkeit einholen. ## Beispiel *Sachverhalt:* Zwei Gesellschafter (A, 60 %; B, 40 %) gründen eine GmbH im IT-Dienstleistungsbereich mit einem Stammkapital von 25.000 €. A soll alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer werden. *Ablaufskizze (Urteilsstil):* Der Gesellschaftsvertrag ist nach § 2 Abs. 1 Satz 1 GmbHG notariell zu beurkunden. Das Stammkapital von 25.000 € ist gemäß § 5 Abs. 1 GmbHG zulässig. Vor der Anmeldung muss A mindestens 15.000 € (60 % von 25.000 €) und B mindestens 10.000 € (40 %) eingezahlt haben, so dass insgesamt 25.000 € auf das Geschäftskonto der Gesellschaft eingezahlt sind – § 7 Abs. 2 Satz 1 GmbHG verlangt Einzahlung von mindestens der Hälfte, hier also 12.500 €; es empfiehlt sich jedoch die volle Einzahlung zur Vermeidung der Vorbelastungshaftung Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren. Versicherung nach § 8 Abs. 3 GmbHG gegenüber dem Registergericht abzugeben. Die Transparenzregistereintragung ist innerhalb von 2 Wochen vorzunehmen (§ 20 Abs. 1 GwG). - Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen zitieren. Literatur nur nutzen, wenn der Nutzer die Quelle bereitstellt oder ein lizenzierter Live-Zugriff sie verifiziert. in: Altmeppen, GmbHG, 11. Aufl. 2023, § 2 Rn. 3.)* ## Risiken und typische Fehler - **Vorgesellschaftshaftung** – Handeln vor Eintragung begründet persönliche Haftung der Handelnden (§ 11 Abs. 2 GmbHG); Haftungsübernahme durch die Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren. 1. Rechtsprechung live prüfen: Keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über amtliche oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren. - **Vorbelastungshaftung** – Minderung des Gesellschaftsvermögens zwischen Gründung und Eintragung geht zu Lasten der Gesellschafter. - **Sacheinlagen unterschätzt** – Fehlender Sachgründungsbericht (§ 5 Abs. 4 GmbHG) führt zur Ablehnung der Eintragung durch das Registergericht. - **Bestellungshindernis** – Vorstrafen nach § 6 Abs. 2 Satz 2 Nr. 3 GmbHG schließen Geschäftsführeramt aus; Strafregisterauszug rechtzeitig einholen. - **Transparenzregister-Frist** – 2-Wochen-Frist nach § 20 Abs. 1 GwG; Bußgelder bis zu 1 Mio. € (§ 56 GwG). - **Datenschutz/Berufsrecht** – § 43a Abs. 2 BRAO, § 203 StGB: keine Mandantendaten in externe KI-Systeme ohne Einwilligung. ## Quellenpflicht Alle Aussagen zu GmbH-Gründungsrecht nach `references/zitierweise.md`. Rspr. vor Kommentar; neueste Entscheidungen zuerst. Bei UG-Variante und Vorgesellschaftsfragen bestehende Meinungsunterschiede in der Literatur ausdrücklich aufzeigen. Gesetzesstände (insb. GwG) auf Aktualität prüfen.