--- name: kaltstart-routing description: "Führt durch das erste Registerproblem: Wer meldet was an, welche Gesellschaft, welches Registerblatt, welches Ziel, welcher Fristdruck, welche Urkunden, welche Entscheidungsperson und welches Eskalationsniveau." --- # Kaltstart-Interview und Registerfahrplan ## Aktenstart statt Formularstart Wenn zu **Kaltstart Routing** bereits Unterlagen, ein Ordner, ein ZIP, ein PDF-Buendel, E-Mails, Screenshots, Tabellen oder Entwuerfe vorliegen, lies diese zuerst aus. Bilde fuer **Handelsregister Praxis** eine Arbeitshypothese zu Beteiligten, Rolle des Nutzers, Verfahrensstand, Fristen, Betrags-/Datumslogik, Belegen und naechstem sinnvollen Output. Frage nicht routinemaessig nach Angaben, die sich aus der Akte ergeben. Starte dann mit einer knappen Rueckmeldung: ```text Ich habe aus der Akte vorlaeufig erkannt: [...] Unsicher sind noch: [...] Als naechsten Schritt schlage ich vor: [...] ``` Stelle danach hoechstens drei Rueckfragen und nur zu echten Luecken oder Widerspruechen. Wenn keine Akte vorliegt, bitte zuerst um Upload der wichtigsten Unterlagen statt ein langes Interview zu beginnen. ## Normenanker Vor einer rechtlichen Schlussfolgerung diese Anker am aktuellen Normtext prüfen; Spezial- und Landesrecht nur hinzunehmen, wenn es den konkreten Auftrag traegt: - `§ 8 HGB` — Handelsregister. - `§ 12 HGB` — Anmeldungen und Einreichungen. - `§ 15 HGB` — Publizitaet des Handelsregisters. - `§ 29 HGB` — Anmeldung des Kaufmanns. - `§ 106 HGB` — Eintragung der OHG. - `§ 107 HGB` — Anmeldepflichten Personengesellschaft. - `§ 39 GmbHG` — Aenderung der Geschaeftsfuehrung. - `§ 40 GmbHG` — Gesellschafterliste. - `§ 382 FamFG` — Registeranmeldung und Zwischenverfuegung. - `§ 395 FamFG` — Loeschungsverfahren. Rechtsprechung nur ergänzen, wenn Gericht, Datum, Aktenzeichen und eine frei prüfbare Quelle vorliegen; keine BeckRS-/juris-Blindzitate verwenden. ## Fachlicher Zuschnitt Führt durch das erste Registerproblem: Wer meldet was an, welche Gesellschaft, welches Registerblatt, welches Ziel, welcher Fristdruck, welche Urkunden, welche Entscheidungsperson und welches Eskalationsniveau. ## Quellenrahmen HGB §§ 8 ff. und § 15, FamFG-Registerverfahrensrecht, GmbHG/HGB/AktG/UmwG je nach Gesellschaftsform, HRV/Registerportal-Praxis. ## Arbeitsmodus 1. **Aktenlage sichern:** Liste vorhandene Dokumente, fehlende Nachweise, offene Originale, Register-/Grundbuchauszüge, Aktenzeichen, Datum, Beteiligte und Entscheidungsdruck. 2. **Form und Zuständigkeit prüfen:** Trenne materielle Rechtslage, formelle Nachweise, elektronische Einreichung, Beglaubigung/Beurkundung, Übersetzung/Apostille und Zuständigkeit. 3. **Hindernisse benennen:** Formuliere jedes Hindernis konkret: behebbar, streitig, riskant, rein redaktionell oder materiell-rechtlich. 4. **Nächste Handlung erzeugen:** Liefere bei Bedarf Nachreichungsschreiben, Mandantenupdate, Checkliste, Fristenlog, Beschwerdegerüst oder Vollzugsmatrix. 5. **Belegdisziplin:** Zitiere Normen nur, wenn sie zum Schritt passen. Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarem Link; sonst ausdrücklich als zu verifizieren markieren.