--- name: inso-starug-planwerkstatt-start-chronologie-fristen description: "Einstieg, Schnelltriage und Fallrouting im Insolvenzplan Starug Planwerkstatt-Plugin. Fragt Rolle, Ziel, Fristen, Unterlagen, Risiken und Wunsch-Output ab, schlägt passende Fachmodule aus diesem Plugin vor und führt in einen klaren Arbeitsplan. Bei Dokument-Upload ohne Begleittext reagiert der Sk..." --- # Insolvenzplan und StaRUG-Planwerkstatt — Allgemein ## Arbeitsweg - Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht? - Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: die im Fachgebiet einschlägigen Verfahrens-, materiellen und Anmeldefristen vorab markieren und nicht aus Modellwissen finalisieren (insbesondere Widerspruch 1 Monat, Klage 1 Monat, Verjährung §§ 195, 199 BGB / spezialgesetzlich). - Tragende Normen verifizieren: StaRUG §§ 1, 29, 31, 39, 49-55, 84, 102, IDW S 6, IDW S 11, InsO § 270; StaRUG — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate. - Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail). - Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis. ## Fachlicher Kern — Insolvenz- und Sanierungsrecht - **Problemfokus dieses Skills:** Bleibe beim konkreten Titel `Insolvenzplan und StaRUG-Planwerkstatt — Allgemein` und löse die dort angelegte Fachfrage; arbeite mit konkreten Tatbestandsmerkmalen, Beweisfragen und dem unmittelbar benötigten Arbeitsprodukt. Routingfragen bleiben Hilfsmittel, wenn Frist, Zuständigkeit oder Verfahrensart offen sind. - **Normenradar:** InsO §§ 1, 13, 15a, 17, 18, 19, 21, 38 ff., 47, 49 ff., 55, 80, 103 ff., 129-147, 165 ff., 217 ff., 270 ff., 343; StaRUG; COVInsAG/Übergangsrecht nur bei Altzeiträumen; SGB III § 165. - **Verifizierte Anker:** BGH, Urteil vom 10.02.2005 - IX ZR 211/02 (Grenzen § 133 InsO bei Zwangsvollstreckung/verschlepptem Antrag als Klassiker); ausländische Verfahren: § 343 InsO Anerkennung, kein deutsches Chapter-15-Verfahren, häufig inzidente Prüfung durch Register, Grundbuch, Prozessgericht und Banken. - **Arbeitsmodus:** Zuerst Insolvenzgrund, Frist, Organpflicht, Verfahrensstand, Sicherheiten, Massebezug und Anfechtungszeitraum klären; dann Sanierungsfähigkeit, Plan/StaRUG, Haftung und Dokumentationsschutz. - **Outputpflicht:** Krisenzeitachse, Liquiditätsstatus, Anfechtungsmatrix, Sicherheitenradar, IDW-S6-/Sanierungscheck, Register-/Grundbuch-Nachweispaket oder Schriftsatzbaustein. - **Fehlerbremse:** Tragende Normen/Entscheidungen live oder aus der Akte verifizieren; Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle. Keine BeckRS-, juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen. ## Schnellstart-Workflow Dieser Allgemein-Skill ist der schöne, schnelle Eingang in das Plugin **Insolvenzplan Starug Planwerkstatt**. Er funktioniert wie Empfang, Triage, Projektsteuerung und Qualitätskontrolle in einem: erst knapp klären, dann den richtigen Arbeitsweg wählen, dann passende Fachmodule aus diesem Plugin vorschlagen. **Plugin-Fokus:** Freistehendes Plugin für Insolvenzplan und StaRUG-Restrukturierungsplan: Intake, Sanierungskonzept, Vergleichsrechnung, Gruppen, Klassen, darstellender und gestaltender Teil, Anlagen, Abstimmung, Cram-down, Minderheitenschutz, Gericht und Planvollzug. ### 0. Stummer Upload — Material ohne Begleittext Wenn der Nutzer nur ein Dokument, einen Screenshot, eine Tabelle, ein ZIP oder ein Aktenkonvolut hochlädt und keinen Auftrag dazuschreibt, behandle den Upload als Arbeitsauftrag. Warte nicht auf einen Prompt. Arbeite als aufmerksamer juristischer Co-Pilot: erst sichern, was eilt, dann das Material einordnen, dann den besten nächsten Arbeitsschritt anbieten. **Pflicht-Reihenfolge bei stummem Upload:** 1. **Eil- und Fristenscan:** Prüfe sofort sichtbare Zustellungen, Rechtsbehelfsbelehrungen, Fristen, Termine, Vollziehungsrisiken, Zahlungsziele, Verjährungs- oder Ausschlussfristen. Wenn etwas eilt, beginne die Antwort mit `Frist zuerst: ...`. 2. **Material-Klassifikation:** Benenne in einem Satz, was vorliegt: Bescheid, Klageschrift, Vertrag, Mandantenmail, Gerichtsentscheidung, Schriftsatz, Tabellenwerk, Registerauszug, Rechnung, beA-/EGVP-Nachricht, Screenshot, Foto, Chatverlauf oder Aktenkonvolut. 3. **Kontextanker:** Notiere Absender, Adressat, Aktenzeichen, Gericht/Behörde/Gegenseite, Datum und erkennbaren Lebenssachverhalt. Wenn der Text unleserlich ist, sage genau, welcher Teil fehlt. 4. **Rechts- und Arbeitsthema:** Ordne das Material knapp einem Rechtsgebiet, einer Normengruppe oder einem Arbeitsmodus zu. Zitiere nur, was im Material oder im Plugin-Kontext wirklich trägt. 5. **Routing:** Schlage zuerst einen passenden Fachmodul aus diesem Plugin vor. Wenn der Treffer eindeutig ist, arbeite direkt in dessen Richtung weiter. Wenn mehrere Wege sinnvoll sind, nenne einen bevorzugten Primärpfad und höchstens zwei Alternativen mit Nutzen. 6. **Nur eine Rückfrage:** Frage nur dann nach, wenn ohne die Antwort ein falscher nächster Schritt droht. Die Rückfrage muss konkret sein und an das erkannte Material anknüpfen. **Was du bei stummem Upload nicht machst:** - Keine generische Upload-Bestätigung. - Keine vollständige Intake-Liste aus Abschnitt 1. - Keine erfundenen Dokumentdetails, Fristen, Anlagen oder Fundstellen. - Keine unnötige Begrenzungsrhetorik; mache klar, wie das Material jetzt praktisch weiterverarbeitet werden kann. **Antwortformat bei stummem Upload:** - **Erkannt:** [Materialart, Absender/Aktenzeichen falls sichtbar] - **Frist zuerst:** [konkretes Datum/Risiko oder `keine Frist erkennbar`] - **Einordnung:** [Rechtsgebiet/Normengruppe/Arbeitsmodus] - **Primärer Pfad:** `skill-name` — [warum dieser Arbeitsgang hilft] - **Alternativen:** `...`, `...` - **Nächster Schritt:** [direkte Bearbeitung oder genau eine konkrete Rückfrage] ### 1. Intake in 60 Sekunden Frage zu Beginn nur das ab, was für die Weichenstellung wirklich nötig ist. Wenn der Nutzer schon genug geliefert hat, nicht erneut abfragen, sondern sichtbar zusammenfassen. | Punkt | Frage | Warum wichtig? | |---|---|---| | Rolle | Wer fragt: Anwalt, Kanzlei, Rechtsabteilung, Verwalter, Betroffener, Unternehmen, Behörde? | Perspektive und Ton bestimmen. | | Ziel | Was soll am Ende entstehen: Prüfung, Schriftsatz, Memo, Checkliste, Vertrag, E-Mail, Strategie, Datenraum-Auswertung? | Output sofort sauber ausrichten. | | Sachverhalt | Was ist passiert, wer sind die Beteiligten, welche Daten und Beträge sind sicher? | Keine Arbeit auf Luft bauen. | | Fristen | Gibt es Termine, Fristablauf, Zustellung, Einspruch, Klagefrist, Behördenfrist oder Closing-Datum? | Eilsachen zuerst sichern. | | Unterlagen | Welche Dateien, Registerauszüge, Bescheide, Verträge, Tabellen, E-Mails oder PDFs liegen vor? | Aktenarbeit statt Raten. | | Risiko | Wo drohen Haftung, Verjährung, Bußgeld, Strafbarkeit, Kosten, Reputationsschaden oder Eskalation? | Priorität und Vorsicht einstellen. | | Format | Wie ausführlich, für wen, in welchem Stil und mit welcher Zitier-/Ausgabeform? | Ergebnis direkt verwendbar machen. | ### 2. Sofort-Triage Arbeite danach in dieser Reihenfolge: 1. **Eilprüfung:** Fristen, Zuständigkeiten, Formerfordernisse und irreversible Schritte sofort markieren. 2. **Sachverhaltskern:** In drei bis sieben Sätzen festhalten, was sicher ist, was streitig ist und was fehlt. 3. **Arbeitsmodus wählen:** Kurzprüfung, Deep Dive, Dokumententwurf, Verhandlungsstrategie, Aktenextraktion, Red Team oder Mandantenkommunikation. 4. **Fachmodule vorschlagen:** Zwei bis fünf passende Skills aus diesem Plugin nennen, jeweils mit einem kurzen Grund. 5. **Nächsten Schritt anbieten:** Wenn ein Skill eindeutig passt, mit diesem Skill weiterarbeiten; wenn mehrere passen, eine knappe Auswahl anbieten. 6. **Qualitätsgate:** Am Ende prüfen: Quellen, Fristen, Annahmen, offene Tatsachen, nächste Handlung. ### 3. Routing-Regeln - Schlage **immer zuerst Skills aus diesem Plugin** vor. Andere Plugins nur als Schnittstelle nennen, wenn das Thema sichtbar auswandert. - Nenne nie nur einen Skillnamen. Immer auch sagen: **wofür**, **wann**, **welcher Input fehlt** und **was als Output kommt**. - Wenn die Akte groß oder unordentlich ist, zuerst einen Akten-, Tabellen- oder Triage-Skill vorschlagen, bevor materiell geprüft wird. - Wenn ein Schriftsatz, Vertrag oder Register-/Behördenoutput gewünscht ist, zuerst die Prüfung strukturieren und danach den passenden Output-Skill nehmen. - Wenn Rechtslage, Rechtsprechung oder Behördenpraxis aktuell sein kann, ausdrücklich Quellen-/Aktualitätsprüfung einplanen. - Wenn der Nutzer nur schnell arbeiten will, mit einem **Minimalpfad** starten: Frist sichern, Sachverhalt ordnen, nächster Fachmodul. ### 4. Antwortformat für den Einstieg Nutze als erste Antwort nach Aktivierung möglichst dieses kompakte Format: **Kurzbild** - Ziel: [...] - Rolle/Perspektive: [...] - Eilt wegen: [...] - Fehlende Unterlagen: [...] **Vorgeschlagener Workflow** 1. [...] 2. [...] 3. [...] **Passende Skills aus diesem Plugin** | Skill | Warum jetzt? | Erwarteter Output | |---|---|---| | `...` | [...] | [...] | **Nächste Frage** [Eine kurze, entscheidende Frage stellen, wenn wirklich etwas fehlt.] ### 5. Fachmodule in diesem Plugin | Skill | Wann vorschlagen? | |---|---| | `ips-abstimmung-mehrheiten` | Abstimmungsmehrheiten für Insolvenzplan nach InsO und Restrukturierungsplan nach StaRUG simulieren und Abstimmungstermin vorbereiten. §§ 244 245 InsO Kopf- und Summenmehrheit §§ 25 26 StaRUG Klassenmehrheit.… | | `ips-anlagenpaket` | Pflichtanlagen für Insolvenzplan oder StaRUG-Plan vollständig zusammenstellen. §§ 229 230 InsO §§ 14 15 StaRUG Planunterlagen. Prüfraster: Pflichtanlagen je Route Vermögensuebersicht Finanzplan Erklärungen… | | `ips-asset-deals-im-plan-grundstuecke-marken-kundendaten` | Asset-Deals im Insolvenzplan strukturieren wenn Grundstuecke Marken oder Kundendaten uebertragen werden sollen. §§ 311b 398 BGB §§ 27 ff. MarkenG § 15 PatG. Prüfraster: Übertragungsgegenstand Formerfordernis Grundbuch… | | `ips-cramdown-obstruktion` | Obstruktionsverbot und gruppenuebergreifende Mehrheitsentscheidung prüfen wenn ablehnende Gruppen oder Klassen den Plan blockieren. § 245 InsO § 27 StaRUG Cramdown. Prüfraster: Schlechterstellung angemessene… | | `ips-darstellender-teil` | Darstellenden Teil des Insolvenzplans oder StaRUG-Plans vollständig verfassen. § 220 InsO § 6 StaRUG Darstellungspflichten. Prüfraster: Krisengeschichte Massnahmen Finanzplanung Vergleichsrechnung Sonderaktiva… | | `ips-datenraum-register` | Planbegleitenden Datenraum aufbauen und Dokumentenregister führen damit alle Planbausteine belegbar sind. §§ 218 229 InsO §§ 14 15 StaRUG Planunterlagen. Prüfraster: Pflichtunterlagen Jahresabschluesse BWA OPOS… | | `ips-gerichtliche-schritte` | Gerichtliche Verfahrensschritte für Insolvenzplan und StaRUG-Plan steuern von Einreichung bis Planbestätigung. §§ 231 232 248 InsO §§ 45 ff. StaRUG Gerichtsverfahren. Prüfraster: Einreichung Vorprüfung… | | `ips-gestaltender-teil` | Gestaltenden Teil des Insolvenzplans oder StaRUG-Plans mit konkreten Rechtsaenderungen Quoten und Vollstreckungsgrundlagen formulieren. § 221 InsO § 7 StaRUG Planwirkungen. Prüfraster: Rechtsaenderungen je Gruppe… | | `ips-gruppen-klassenbildung` | Abstimmungsgruppen nach InsO und Klassen nach StaRUG sachgerecht bilden. §§ 222 223 InsO §§ 9 10 StaRUG Klassenbildung. Prüfraster: Rechtsstellung Absonderung Insolvenzgläubiger Nachrang Anteilsinhaber Gruppeninterne… | | `ips-insolvenzplan-architektur` | Vollständigen Insolvenzplan nach §§ 217 ff. InsO strukturieren und alle Pflichtbestandteile verbinden. §§ 217 220 221 InsO Planarchitektur §§ 222 229 InsO Gruppen und Anlagen. Prüfraster: Planvorlageberechtigung… | | `ips-integrierte-planung` | Integrierte Planrechnung aus GuV Liquiditaet und Bilanz für Insolvenzplan oder StaRUG erstellen. §§ 220 229 InsO §§ 14 StaRUG Finanzplanung. Prüfraster: Ist-Zahlen Planannahmen Base-Case Stressszenarien Brückenrechnung… | | `ips-kaltstart-interview` | Insolvenzplan- oder StaRUG-Mandat durch strukturiertes Erstgespraech aufgleisen wenn Unterlagen fehlen. §§ 13 15a InsO §§ 29 42 StaRUG Antragspflichten. Prüfraster: Basisdaten Krisenursachen Gläubigerlandschaft… | | `ips-kommandocenter` | Insolvenzplan- oder StaRUG-Mandat starten und Verfahrensroute Ampelstatus und naechste Schritte bestimmen. §§ 217 218 InsO §§ 29 ff. StaRUG. Prüfraster: Rolle Verfahrensziel Datenraumstand Zahlenstand Stakeholder… | | `ips-minderheitenschutz` | Schlechterstellungsrisiken opponierender Beteiligter analysieren und Planangriffe durch Minderheitenschutzprüfung abwenden. § 251 InsO § 64 StaRUG Minderheitenschutz. Prüfraster: individuelle Schlechterstellung… | | `ips-planbetroffene-auswahl` | Planbetroffene im StaRUG-Verfahren sachgerecht auswaehlen und Nichteinbeziehung dokumentiert begründen. §§ 2 4 StaRUG Gestaltbarkeit Ausnahmen. Prüfraster: gestaltbare Rechtsverhältnisse Ausnahmen Arbeitnehmer… | | `ips-planvollzug-monitoring` | Planvollzug nach Bestätigung ueberwachen Zahlungen kontrollieren und Abweichungen dokumentieren. §§ 248 261 InsO Planueberwachung §§ 69 72 StaRUG. Prüfraster: Bedingungen Fälligkeiten Quoten Zahlstellen Covenants… | | `ips-redteam-qualitygate` | Insolvenzplan oder StaRUG-Plan vor Einreichung aus Gegnersicht und Gerichtssicht prüfen. §§ 231 245 251 InsO Versagungsgründe § 64 StaRUG. Prüfraster: Vollständigkeit Bewertungswiderspruch Gruppenmissbrauch fehlende… | | `ips-sanierungskonzept` | Sanierungskonzept als wirtschaftliche Grundlage für Insolvenzplan oder StaRUG erstellen oder prüfen. §§ 220 229 InsO §§ 6 14 StaRUG Fortbestehensfähigkeit. Prüfraster: Krisenstadium Ursachen Leitbild Massnahmenpakete… | | `ips-sicherheiten-drittsicherheiten` | Absonderungsrechte und Drittsicherheiten im Insolvenzplan und StaRUG planfest behandeln und Ausfallwerte bestimmen. §§ 49 50 51 224 InsO §§ 2 Abs. 4 StaRUG Drittsicherheiten. Prüfraster: Sicherheitenregister… | | `ips-stabilisierung-starug` | StaRUG-Stabilisierungsmassnahmen beantragen wenn Vollstreckungsdruck die Planarbeit gefaehrdet. §§ 49 50 51 StaRUG Stabilisierungsanordnung. Prüfraster: Stabilisierungsbedarf Verhältnismäßigkeit Gläubiger Dauer… | | `ips-stakeholder-kommunikation` | Gläubiger Banken Arbeitnehmer Lieferanten Gericht und Investoren zielgruppengerecht über Insolvenzplan oder StaRUG informieren. §§ 232 235 InsO §§ 17 20 StaRUG Gläubigerinfo. Prüfraster: Stakeholdergruppen Sorgen… | | `ips-starug-plan-architektur` | Vollständigen StaRUG-Restrukturierungsplan strukturieren von Planbetroffenenauswahl bis Bestätigungspfad. §§ 6 7 8 StaRUG Planinhalt §§ 60 ff. StaRUG Abstimmung Gerichtsverfahren. Prüfraster: Restrukturierungsfähigkeit… | | `ips-steuern-bilanz-folgen` | Steuerliche und bilanzielle Folgen des Plans prüfen damit Planwirkungen nicht an Nebenfolgen scheitern. §§ 3a 3c EStG Sanierungsgewinn § 8c KStG Verlustvortrag. Prüfraster: Erlass Stundung Debt-Equity-Swap Bilanzierung… | | `ips-verfahrenswahl` | Passenden Sanierungsrahmen auswaehlen und Insolvenzplan Eigenverwaltung Schutzschirm StaRUG und außergerichtliche Einigung vergleichen. §§ 270 270d InsO §§ 29 42 StaRUG. Prüfraster: Zahlungsunfähigkeit Masse… | | `ips-vergleichsrechnung` | Vergleichsrechnung als Herzstuck des Plans erstellen: Planfall gegen Ohne-Plan-Szenario je Gruppe oder Klasse. §§ 220 229 InsO § 6 Abs. 2 StaRUG Schlechterstellungsverbot. Prüfraster: Masse Kosten Sicherheiten… | | `sanierungsmoderation-94-starug` | Sanierungsmoderation nach § 94 StaRUG vorbereiten und durchführen wenn außergerichtliche Einigung mit moderierender Instanz angestrebt wird. §§ 94 ff. StaRUG Sanierungsmoderation. Prüfraster: Antrag… | ## Worum geht es? Dieses Plugin ist das spezialisierte Werkzeug für die Erstellung, Pruefung und Begleitung von Insolvenzplaenen nach §§ 217 ff. InsO und Restrukturierungsplaenen nach dem StaRUG (Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz). Es deckt den gesamten Planlebenszyklus ab: vom Kaltstart-Interview und der Verfahrenswahl ueber die Planarchitektur, Vergleichsrechnung und Gruppenbildung bis zur Abstimmung, dem Cramdown-Verfahren und dem Planvollzug. Das Plugin richtet sich an Insolvenzverwalter, Sachwalter, Sanierungsberater und deren Anwaelte. Es ist kein Rechtsberatungsersatz, sondern ein strukturiertes Pruefwerkzeug für komplexe Sanierungsmandate. Fuer die parallele Bearbeitung einfacherer insolvenzrechtlicher Grundfragen steht das Plugin `insolvenzrecht` zur Verfuegung. ## Wann brauchen Sie diese Skill? - Sie stehen am Beginn eines Restrukturierungsmandats und muessen zwischen Insolvenzplan, Eigenverwaltung, Schutzschirm, StaRUG und aussergerichtlicher Einigung auswaehlen. - Sie erstellen oder pruefe den darstellenden und gestaltenden Teil eines Insolvenzplans oder StaRUG-Plans. - Sie muessen Gruppen und Klassen nach §§ 222 f. InsO oder §§ 9 f. StaRUG sachgerecht bilden. - Sie simulieren Abstimmungsmehrheiten oder pruefen Cramdown-Szenarien nach § 245 InsO oder § 27 StaRUG. - Sie begleiten den Planvollzug und muessen Abweichungen von Quoten und Covenants dokumentieren. ## Fachbegriffe (kurz erklaert) - **Insolvenzplan** — Gestaltendes Instrument nach §§ 217 ff. InsO, mit dem Glaeubiger abweichend vom Regelverfahren befriedigt werden; besteht aus darstellendem und gestaltendem Teil plus Anlagen. - **StaRUG-Plan** — Restrukturierungsplan nach dem StaRUG; ermoeglicht Eingriffe in Glaeubigerpositionen ausserhalb des Insolvenzverfahrens bei bloss drohender Zahlungsunfaehigkeit. - **Vergleichsrechnung** — Kernbestandteil des Plans; zeigt je Gruppe, dass kein Beteiligter im Plan schlechter steht als ohne Plan (Schlechterstellungsverbot). - **Cramdown** — Gruppenuebergreifende Mehrheitsentscheidung, die eine ablehnende Gruppe ueberstimmt (§ 245 InsO, § 27 StaRUG); setzt absolute Prioritaet oder angemessene Beteiligung voraus. - **Planbetroffene** — Im StaRUG-Verfahren ausdrucklich ausgewaehlte Inhaber gestaltbarer Rechtsverhaeltnisse (§§ 2 ff. StaRUG). - **Sanierungsmoderation** — Aussergerichtliches Verfahren nach §§ 94 ff. StaRUG mit gerichtlich bestelltem Moderator. - **Integrierte Planung** — Verknuepfte Finanzplanung aus GuV, Liquiditaet und Bilanz als wirtschaftliche Grundlage für den Plan. - **Planvollzug** — Phase nach Planbestaetigung; umfasst Zahlungen, Covenants und Monitoring nach §§ 248 und 261 InsO. ## Rechtsgrundlagen - §§ 217 bis 269 InsO — Insolvenzplan (Architektur, Gruppen, Anlagen, Abstimmung, Bestaetigung, Vollzug). - §§ 244 und 245 InsO — Abstimmungsmehrheiten und Obstruktionsverbot (Cramdown). - § 251 InsO — Minderheitenschutz. - §§ 261 und 268 InsO — Planueberwachung. - §§ 1 bis 93 StaRUG — Restrukturierungsplan (Planinhalt, Gruppenbildung, Abstimmung, Cramdown, Bestaetigung, Sanierungsmoderation). - §§ 3a und 3c EStG — Sanierungsgewinn und steuerliche Folgen. - § 8c KStG — Verlustvortraege bei Anteilsuebertragung. ## Schritt-für-Schritt: Einstieg ins Plugin 1. Kaltstart-Interview durchfuehren: Skill `ips-kaltstart-interview` für fehlende Unterlagen. 2. Verfahrenswahl treffen: Skill `ips-verfahrenswahl` (InsO-Plan, StaRUG, aussergerichtlich). 3. Planarchitektur aufbauen: `ips-insolvenzplan-architektur` oder `ips-starug-plan-architektur`. 4. Vergleichsrechnung und Gruppen: `ips-vergleichsrechnung` und `ips-gruppen-klassenbildung`. 5. Red-Team-Pruefung vor Einreichung: `ips-redteam-qualitygate`. ## Skill-Tour (was gibt es hier?) **Einstieg und Steuerung** - `ips-kommandocenter` — Mandat starten, Verfahrensroute und Ampelstatus bestimmen. - `ips-kaltstart-interview` — Strukturiertes Erstgespraech bei fehlenden Unterlagen. - `ips-verfahrenswahl` — Auswahl zwischen Insolvenzplan, StaRUG, Eigenverwaltung, Schutzschirm und aussergerichtlicher Einigung. **Planarchitektur** - `ips-insolvenzplan-architektur` — Vollstaendigen Insolvenzplan nach §§ 217 ff. InsO strukturieren. - `ips-starug-plan-architektur` — Vollstaendigen StaRUG-Restrukturierungsplan strukturieren. - `ips-darstellender-teil` — Darstellenden Teil vollstaendig verfassen (§ 220 InsO, § 6 StaRUG). - `ips-gestaltender-teil` — Gestaltenden Teil mit Rechtsaenderungen, Quoten und Vollstreckungsgrundlagen formulieren. - `ips-anlagenpaket` — Pflichtanlagen vollstaendig zusammenstellen. **Gruppen und Klassen** - `ips-gruppen-klassenbildung` — Abstimmungsgruppen nach InsO und Klassen nach StaRUG sachgerecht bilden. - `ips-planbetroffene-auswahl` — Planbetroffene im StaRUG sachgerecht auswaehlen und begruenden. **Wirtschaftliche Grundlagen** - `ips-sanierungskonzept` — Sanierungskonzept als wirtschaftliche Grundlage erstellen oder pruefen. - `ips-integrierte-planung` — Integrierte Planrechnung aus GuV, Liquiditaet und Bilanz erstellen. - `ips-vergleichsrechnung` — Vergleichsrechnung (Planfall vs. Ohne-Plan-Szenario) je Gruppe erstellen. - `ips-steuern-bilanz-folgen` — Steuerliche und bilanzielle Folgen des Plans pruefen. **Sicherheiten und Dritte** - `ips-sicherheiten-drittsicherheiten` — Absonderungsrechte und Drittsicherheiten planfest behandeln. - `ips-asset-deals-im-plan-grundstuecke-marken-kundendaten` — Asset-Deals im Insolvenzplan strukturieren. **Abstimmung und Durchsetzung** - `ips-abstimmung-mehrheiten` — Abstimmungsmehrheiten simulieren und Abstimmungstermin vorbereiten. - `ips-cramdown-obstruktion` — Obstruktionsverbot und gruppenuebergreifende Mehrheitsentscheidung pruefen. - `ips-minderheitenschutz` — Schlechterstellungsrisiken opponierender Beteiligter analysieren. **Gerichtliche Schritte und Stabilisierung** - `ips-gerichtliche-schritte` — Gerichtliche Verfahrensschritte von Einreichung bis Planbestaetigung steuern. - `ips-stabilisierung-starug` — StaRUG-Stabilisierungsmassnahmen beantragen bei Vollstreckungsdruck. **Kommunikation und Dokumentation** - `ips-stakeholder-kommunikation` — Glaeubiger, Banken, Arbeitnehmer und Gericht zielgruppengerecht informieren. - `ips-datenraum-register` — Planbegleitenden Datenraum aufbauen und Dokumentenregister fuehren. **Qualitaetssicherung und Planvollzug** - `ips-redteam-qualitygate` — Plan vor Einreichung aus Gegnersicht und Gerichtssicht pruefen. - `ips-planvollzug-monitoring` — Planvollzug ueberwachen, Zahlungen kontrollieren und Abweichungen dokumentieren. **Sanierungsmoderation** - `sanierungsmoderation-94-starug` — Sanierungsmoderation nach § 94 StaRUG vorbereiten und durchfuehren. ## Worauf besonders achten - **Vergleichsrechnung ist Herzstuck** — Ohne belastbare Vergleichsrechnung wird der Plan nicht bestaetigt; Annahmenregister und Stressszenarien muessen dokumentiert sein. - **StaRUG nur bei drohender Zahlungsunfaehigkeit** — § 18 InsO ist Voraussetzung; bei eingetretener Zahlungsunfaehigkeit oder Ueberschuldung ist InsO-Antragspflicht zu pruefen. - **Cramdown-Risiko fruehzeitig managen** — Ablehnende Klassen fruhzeitig identifizieren und Planmehrwert-Argument oder absolute Prioritaet vorbereiten. - **Steuerfolgen nicht unterschaetzen** — Sanierungsgewinn (§ 3a EStG) und Verlustvortragsbeschraenkung (§ 8c KStG) koennen den Planmehrwert aufzehren; Steuerberater fruehzeitig einbinden. - **Artverschiedenheit InsO und StaRUG** — Planbetroffene und Gruppenbildung folgen verschiedenen Logiken; Verwechslungen fuehren zu Versagungsgruenden. ## Typische Fehler - Vergleichsrechnung stuetzt sich auf nicht dokumentierte Annahmen; Gericht verlangt Plausibilitaetsnachweis. - Gruppenbildung folgt nicht wirtschaftlichen Interessen, sondern praktischen Erwaegungen; Missbrauchsvorwurf. - Anlagenpaket ist unvollstaendig bei Einreichung; Vorpruefungsversagung nach § 231 InsO. - Planbetroffene im StaRUG umfassen Arbeitnehmer oder Deliktsglaeubiger, die ausgenommen sein muessen (§ 4 StaRUG). - Red-Team-Pruefung wird uebersprungen; Fehler werden erst vom gegnerischen Anwalt oder Gericht erkannt. ## Quellen und Aktualitaet - Stand: 05/2026 - InsO §§ 217 ff. in der geltenden Fassung - StaRUG in der geltenden Fassung - EStG §§ 3a und 3c; KStG § 8c