--- name: automatischer-aktualisierer description: "Plugins und Skills in der KI-Anwaltskanzlei automatisch aktualisieren: neue Norm-Versionen, Rechtsprechungsaenderungen. Normen: technisch/intern. Prüfraster: aeltere Versionen identifizieren, Update-Prioritaet, Rollback-Option. Output: Aktualisierungsprotokoll. Abgrenzung: nicht manuelle Skill-Ve..." --- # /automatischer-aktualisierer — Automatische Aktualisierung mit Diff-Review ## Arbeitsweg - Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht? - Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: BRAO § 51 Mindestversicherung sofort, FAO § 4 Fachanwalt-Antrag 3-Jahres-Frist (10 % Mindestumfang), GwG-Risikoanalyse jährlich, beA Pflichtnutzung seit 01.01.2022. - Tragende Normen verifizieren: BRAO §§ 5, 7, 14, 27, 43 ff., 49b, 51 (Berufshaftpflicht), BORA, FAO, RVG §§ 1 ff., GwG §§ 2, 10, 11, 43 (Kanzlei als Verpflichteter), DSGVO, beA-Bedingungen, Steuerrecht (EStG, UStG, GewStG) — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate. - Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Kanzleigründer, Kammer, BRAK, Versicherer (Berufshaftpflicht), Mandant, Steuerberater, IT-Dienstleister (beA, RA-MICRO/AnNoText). - Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Kanzleihandbuch, Datenschutz-Konzept, Geldwäsche-Risikoanalyse, Mandatsvertrag, Honorarvereinbarung, Versicherungspolice, Sozietätsvertrag, beA-Konfiguration — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis. ## Eingaben - Laufende Konfiguration: `~/.claude/plugins/config/claude-fuer-deutsches-recht/kanzlei-builder-hub/CLAUDE.md` → installierte Skills (mit Versionsnummer/Commit-SHA), Update-Einstellungen (benachrichtigen / manuell). - Optional: `--apply` um alle genehmigten Updates zu installieren; `--rollback [skill]` um auf die vorherige Version zurückzusetzen. ## Rechtlicher Rahmen ### Kernvorschriften - **§ 43a Abs. 2 BRAO** — Verschwiegenheitspflicht; unkontrollierte Skill-Updates können Mandatsdaten gefährden. - **Art. 32 DSGVO** — Pflicht zu technisch-organisatorischen Maßnahmen; Aktualisierungen von in Mandatsprozessen eingesetzten Werkzeugen sind sicherheitstechnisch zu überwachen. - **§ 50 BRAO** — Pflicht zur Aktenführung; das Installationsprotokoll dokumentiert alle Versionsänderungen als Teil der Kanzleiorganisation. - **AI Act Art. 26** — Deployer-Pflichten bei Hochrisiko-KI: Änderungen am KI-System sind zu überwachen und zu dokumentieren. ### Leitentscheidungen - Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren. ### Quellenregel - Quellenregel: Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff; keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen. - Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen zitieren. Literatur nur nutzen, wenn der Nutzer die Quelle bereitstellt oder ein lizenzierter Live-Zugriff sie verifiziert. ## Ablauf ### Schritt 1: Jeden installierten Skill prüfen Für jeden Skill in der Installationsliste: - Aktuellen Commit-SHA von der Quellregistry abrufen (exakter Commit, nicht ein Tag oder Branch-Head — Tags sind veränderbar und können nachträglich vom Publisher überschrieben werden; nur Commit-SHAs sind unveränderlich). - Mit dem beim Installationszeitpunkt gespeicherten SHA vergleichen. - Bei Abweichung: Update verfügbar. ### Schritt 2: Diff und Vertrauensprüfung Für jedes Update den vollständigen Diff anzeigen: ```diff ### [skill-name] — [installierter SHA] → [neuester SHA] ## Änderungen in SKILL.md [Unified Diff] ## Änderungen in ausloeser/ausloeser.json [Unified Diff — ACHTUNG: Automatische Auslöser können beliebigen Code ausführen] ## Änderungen in .mcp.json [Unified Diff — ACHTUNG: MCP-Server laufen mit Ihren Anmeldedaten] ## Weitere Dateien [Liste hinzugefügter/entfernter/geänderter Dateien mit Diffs] ``` Dann die Vertrauensprüfung durchführen: - **Hat sich `ausloeser/ausloeser.json` (hooks/hooks.json) geändert?** Automatische Auslöser können beliebige Shell-Befehle auf Ereignisse ausführen. Diff prominent anzeigen und Nutzer bestätigen lassen, dass er versteht, was die neuen Auslöser tun. - **Hat sich `.mcp.json` geändert?** Neue oder geänderte MCP-Server können auf die Umgebung zugreifen. - **Hat sich `allowed-tools` oder `tools` im Frontmatter erweitert?** Neuer Werkzeugzugriff ist eine Berechtigungseskalation. - **Gibt es neue Netzwerkaufrufe, Dateischreibvorgänge außerhalb des Skill-Verzeichnisses oder Code-Ausführung in der SKILL.md?** Diese kennzeichnen. - **Hat sich die `description` des Skills oder sein angegebener Zweck geändert?** Ein Skill, der behauptete, "NDAs zu prüfen", und jetzt behauptet, "Verträge zu senden", hat sich umprogrammiert. ### Schritt 2.5: Erneuter Scan der neuen Version (GlassWorm-Sperre) Den vollständigen `skills-qualitaetspruefung`-Scan gegen die NEUE Version durchführen, bevor das Update angewendet wird. Ein Skill, der bei v1.0 sauber war, kann ein vergiftetes v1.1 ausliefern — das GlassWorm-Muster (ein vertrauenswürdiger Publisher, ein etablierter Skill, ein kleinerer Versions-Bump, der die Nutzlast trägt). Vertrauen aus der Installationszeit überträgt sich nicht auf Updates. **Regeln:** 1. **Bei Regression schließen.** Wenn die neue Version Befunde erzeugt, wo die alte keine hatte — in einer beliebigen `skills-qualitaetspruefung`-Kategorie — Update standardmäßig verweigern und erklären warum. 2. **Sicherheitsrelevante Diffs erfordern menschliche Genehmigung unabhängig vom Urteil.** Jede Änderung an `ausloeser/ausloeser.json`, `.mcp.json`, `allowed-tools`/`tools`-Frontmatter, neuer `Bash`/`WebFetch`/`WebSearch`-Zugriff, neue externe URLs, neue Dateischreibpfade außerhalb des Skill-Verzeichnisses oder das `description`-Frontmatter erzwingt einen menschlichen Genehmigungsprompt. 3. **Leseschutz-Scan-Kontext.** Der Scan liest angreiferkontrollierten Text (die neue SKILL.md). Im Leseschutz-Subagenten mit Read + WebFetch + Glob ausführen (kein Write, kein Bash, kein MCP), wenn verfügbar. 4. **Update verweigern, wenn Scan jetzt fehlschlägt.** Kein "trotzdem anwenden"-Option. REFUSE-Ausgabe und Stopp. ### Schritt 2.6: Aktualitätsbedingte Neu-Verifikation Nicht nur auf neue Commits prüfen. Auch prüfen, ob installierte Skills ihr Aktualitätsfenster überschritten haben. Für jeden installierten Skill aus dem Installationsprotokoll `last_verified`, `freshness_window` und `freshness_category` lesen. Aktives Fenster als `min(freshness_window, Nutzer-Schwellenwert für freshness_category)` berechnen. **Wenn aktives Fenster abgelaufen ist UND es keinen neueren Commit gibt:** > "Dieser Skill wurde seit [Datum] nicht aktualisiert und sein Referenzmaterial wurde zuletzt am [Datum] verifiziert — das Aktualitätsfenster von [N Monaten] ist überschritten. Optionen: > (a) [verified_against-URLs] selbst prüfen, > (b) beim Registry-Maintainer melden, > (c) Skill bis zur erneuten Verifikation deaktivieren." **Wenn aktives Fenster abgelaufen ist UND es einen neueren Commit gibt:** Immer bei Update neu verifizieren, nicht still anwenden. Ein neuer Commit beweist nicht von sich aus, dass der Autor die gebearbeiteten Referenzen neu verifiziert hat. ### Schritt 3: Gemäß Einstellung verarbeiten **Benachrichtigen (Standard):** Vollständigen Diff und Vertrauensprüfung anzeigen. "Update verfügbar. Den obigen Diff prüfen. Anwenden? [ja/nein]" **Manuell:** Nur auflisten, was Updates hat. Nutzer führt `/kanzlei-builder-hub:automatischer-aktualisierer --apply [skill]` aus, wenn bereit. Es gibt keinen "automatischen" Modus. Updates für Code in der Kanzleiumgebung erfordern immer, dass ein Mensch den Diff liest. ### Schritt 4: Anwenden (nach expliziter Genehmigung) Installierte Skill-Dateien durch neue Version ersetzen. `~/.claude/plugins/config/claude-fuer-deutsches-recht/kanzlei-builder-hub/CLAUDE.md` mit neuem Commit-SHA aktualisieren. Alte Version vorher sichern (nach `~/.claude/skills/.backups/[skill]-[alter-sha]/`) für Rollback. ## Beispiel ``` ## Update-Prüfung — 3 installierte Skills geprüft ### nda-prüfung — Update verfügbar Installierter SHA: a1b2c3d → Neuester SHA: e4f5g6h ## Änderungen in SKILL.md + ## Neue DSGVO-Checkliste + 1. Art. 28 DSGVO Auftragsverarbeitung prüfen - ## Alte NDA-Checkliste Vertrauensprüfung: ✅ Keine Änderungen an ausloeser.json, .mcp.json oder allowed-tools. skills-qualitaetspruefung: BEREIT — kein Rückschritt gegenüber v1.0. Diff anzeigen (ja) oder Update zurückstellen (nein)? ``` ## Risiken und typische Fehler - **GlassWorm-Muster:** Vertrauenswürdiger Publisher, kleiner Versions-Bump, versteckte Nutzlast — deshalb scannt Schritt 2.5 jede neue Version. - **Veränderliche Tags:** Niemals auf Tags pinnen — nur auf Commit-SHAs. Ein Tag `v1.0` kann retroaktiv auf einen anderen Commit zeigen. - **Aktualitätsdrift:** Ein Skill kann ohne Commit-Änderung veralten, wenn Gesetze oder Rechtsprechung sich ändern. Schritt 2.6 erkennt dies. - **Erster automatischer Update-Fallstrick:** Es gibt keinen automatischen Modus. Keine Ausnahme. Jedes Update erfordert menschliche Genehmigung. ## Was dieser Skill nicht tut - Updates automatisch anwenden. Niemals. Jedes Update erhält einen Diff und eine Genehmigung. - Skills aktualisieren, die nicht über den Hub installiert wurden. - Tags, Branches oder Versionsnummern vertrauen. Nur Commit-SHAs werden gepinnt. ## Quellenpflicht Bei der Ausführung dieses Skills sind folgende Quellen zu berücksichtigen: - § 43a Abs. 2 BRAO (Verschwiegenheit; Sicherheit eingesetzter Werkzeuge) - Art. 32 DSGVO (technisch-organisatorische Maßnahmen) - § 50 BRAO (Aktenführung; Versionsprotokollierung) - AI Act Art. 26 (Deployer-Pflichten; Überwachung von KI-Systemänderungen) - Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren. - Quellenregel: Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff; keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen. - Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen zitieren. Literatur nur nutzen, wenn der Nutzer die Quelle bereitstellt oder ein lizenzierter Live-Zugriff sie verifiziert. Hinweis: Dieser Skill ersetzt keine anwaltliche Beratung im konkreten Einzelfall. ## Normen und Rechtsprechung ### Kuratierte Normen-Bibliothek - Art. 32 DSGVO - § 203 StGB - Art. 28 DSGVO - Art. 30 DSGVO - Art. 35 DSGVO - § 4 KSchG - Art. 25 DSGVO - Art. 17 DSGVO - § 5 KSchG - § 29 VwVfG - § 102 BetrVG - § 17 MuSchG ### Leitentscheidungen - BVerfGE Band 6 Rn 32 (Lüth, Drittwirkung der Grundrechte) - BVerwG 6 C 12.21 (Maßstab Verwaltungsentscheidung) - BGH GSZ 1/14 (richterliche Rechtsfortbildung)