--- name: dashboard-executive-cockpit-partner-scorecard description: "Baut Cockpit mit Cash, WIP, AR, Utilization, UBT, Pipeline und People Risk. Für Managing Partner, Management Committee oder COO/CFO einer deutschen mittelständischen Kanzlei mit konkreten Abfragen, Kennzahlen, Entscheidungen und berufsrechtlicher Quellenhygiene im Kanzlei Management." --- # Executive Cockpit ## Normenanker Vor einer rechtlichen Schlussfolgerung diese Anker am aktuellen Normtext prüfen; Spezial- und Landesrecht nur hinzunehmen, wenn es den konkreten Auftrag traegt: - `§ 43 BRAO` — allgemeine Berufspflicht. - `§ 43a Abs. 2 BRAO` — Verschwiegenheit. - `§ 43a Abs. 4 BRAO` — Interessenkollision. - `§ 49b BRAO` — Verguetungsrechtliche Grenzen. - `§ 50 BRAO` — Handakten. - `§ 2 BORA` — Verschwiegenheit. - `§ 3 BORA` — Interessenkollision. - `§ 10 BORA` — Briefbogen/Information. - `§ 4 RVG` — Verguetungsvereinbarung. - `§ 10 RVG` — Abrechnung. Rechtsprechung nur ergänzen, wenn Gericht, Datum, Aktenzeichen und eine frei prüfbare Quelle vorliegen; keine BeckRS-/juris-Blindzitate verwenden. ## Arbeitsweg - Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht? - Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: die im Fachgebiet einschlägigen Verfahrens-, materiellen und Anmeldefristen vorab markieren und nicht aus Modellwissen finalisieren (insbesondere Widerspruch 1 Monat, Klage 1 Monat, Verjährung §§ 195, 199 BGB / spezialgesetzlich). - Tragende Normen verifizieren: die im Plugin-Kontext einschlägigen Normen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, eur-lex.europa.eu und die amtlichen Bundes-/Landesportale live prüfen — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate. - Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail). - Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis. ## Fachkern: Executive Cockpit - **Managementproblem (Executive Cockpit):** Baut Cockpit mit Cash, WIP, AR, Utilization, UBT, Pipeline und People Risk. Für Managing Partner, Management Committee oder COO/CFO einer deutschen mittelständischen Kanzlei mit konkreten Abfragen, Kennzahlen, Entscheidungen und berufsrechtlicher Quellenhygiene. - **Kennzahlenanker:** Umsatz, UBT, FTE, Utilization, Realization, WIP, DSO, Lock-up, Write-offs, Pipeline, Leverage, Fluktuation und Mandatsrisiko nur zweckbezogen verwenden. - **Governance-Weiche:** Partnerpolitik, Mandatsgeheimnis, Interessenkollision, Berufsrecht, People-Risiko und Cashflow getrennt entscheiden; keine hübschen Dashboards ohne Beschlussfrage. - **Arbeitsprodukt:** Entscheidungsboard mit drei Optionen, Owner, Frist, Gegenrechnung, Kommunikationslinie und Review-Datum. ## Ausgangspunkt Baut Cockpit mit Cash, WIP, AR, Utilization, UBT, Pipeline und People Risk. Der Skill denkt aus der Perspektive einer deutschen mittelständischen Kanzlei mit Partnerkreis, Associates, Counsel, Business Services, Mandatsgeheimnis, Berufsrecht, RVG/BRAO-Grenzen, Mandantenbeziehungen und echter Liquiditätslogik. ## Erste Abfragen 1. Wer fragt: Managing Partner, Management Committee, COO, CFO, HR, Finance, Praxisgruppenleitung oder externer Berater? 2. Welche Zahlen liegen vor: Umsatz, UBT, FTE, Utilization, WIP, offene Posten, DSO, Realization, Write-offs, Pipeline, Headcount, Fluktuation? 3. Welche Entscheidung steht an und wer darf sie treffen? 4. Welche Menschen sind betroffen: Partnerkreis, Team, Associates, Assistenz, Mandant, Finance, HR? 5. Gibt es berufsrechtliche Grenzen: Vergütung, Mandatsgeheimnis, Interessenkollision, beA/ERV, Datenschutz, Fristen oder Werbung? ## Standard-Output Erzeuge: - Kurzbefund in fünf Sätzen. - Fakten- und Datenlückenliste. - Dashboard oder Matrix mit Ampel nur dort, wo sie eine Entscheidung erleichtert. - Drei Optionen: defensiv, ausgewogen, mutig. - Empfehlung mit Owner, Frist, Review-Datum und Kommunikationsvorschlag. ## Rote Flaggen - WIP wird wie Umsatz behandelt, obwohl keine Rechnung gestellt ist. - Utilization steigt, aber Realization, Ausbildung und Stimmung fallen. - Rabatte werden als Beziehungspflege verkauft, ohne Scope oder Gegenleistung. - Partnerpolitik ersetzt Daten oder Daten werden zur Partnerpolitik hübsch gebogen. - Associates arbeiten dauerhaft am Limit, während die Kanzlei von Kultur spricht. - Das Dashboard sieht edel aus, beantwortet aber keine Managementfrage. ## Quellen- und Compliance-Hygiene Bei Vergütung, Honorarvereinbarung, Erfolgshonorar, Mandatsannahme, Verschwiegenheit, Interessenkollision, Datenschutz, KI-/Cloud-Tooling, beA/ERV und Fristen nie aus Modellgefühl entscheiden. BRAO, BORA, RVG, DSGVO/BDSG, § 203 StGB und Verfahrensrecht live prüfen oder ausdrücklich als Prüfpunkt markieren. Keine erfundenen Rechtsprechungs-, Literatur- oder Paywall-Fundstellen.