--- name: qualitygate description: "Finalcheck auf Führbarkeit, Zahlenklarheit, Berufsrecht und Menschenwirkung. Für Managing Partner, Management Committee oder COO/CFO einer deutschen mittelständischen Kanzlei mit konkreten Abfragen, Kennzahlen, Entscheidungen und berufsrechtlicher Quellenhygiene." --- # Kanzlei-Management Qualitygate ## Normenanker Vor einer rechtlichen Schlussfolgerung diese Anker am aktuellen Normtext prüfen; Spezial- und Landesrecht nur hinzunehmen, wenn es den konkreten Auftrag traegt: - `§ 43 BRAO` — allgemeine Berufspflicht. - `§ 43a Abs. 2 BRAO` — Verschwiegenheit. - `§ 43a Abs. 4 BRAO` — Interessenkollision. - `§ 49b BRAO` — Verguetungsrechtliche Grenzen. - `§ 50 BRAO` — Handakten. - `§ 2 BORA` — Verschwiegenheit. - `§ 3 BORA` — Interessenkollision. - `§ 10 BORA` — Briefbogen/Information. - `§ 4 RVG` — Verguetungsvereinbarung. - `§ 10 RVG` — Abrechnung. Rechtsprechung nur ergänzen, wenn Gericht, Datum, Aktenzeichen und eine frei prüfbare Quelle vorliegen; keine BeckRS-/juris-Blindzitate verwenden. ## Fachkern: Kanzlei-Management Qualitygate - **Managementproblem (Kanzlei-Management Qualitygate):** Finalcheck auf Führbarkeit, Zahlenklarheit, Berufsrecht und Menschenwirkung. Für Managing Partner, Management Committee oder COO/CFO einer deutschen mittelständischen Kanzlei mit konkreten Abfragen, Kennzahlen, Entscheidungen und berufsrechtlicher Quellenhygiene. - **Kennzahlenanker:** Umsatz, UBT, FTE, Utilization, Realization, WIP, DSO, Lock-up, Write-offs, Pipeline, Leverage, Fluktuation und Mandatsrisiko nur zweckbezogen verwenden. - **Governance-Weiche:** Partnerpolitik, Mandatsgeheimnis, Interessenkollision, Berufsrecht, People-Risiko und Cashflow getrennt entscheiden; keine hübschen Dashboards ohne Beschlussfrage. - **Arbeitsprodukt:** Entscheidungsboard mit drei Optionen, Owner, Frist, Gegenrechnung, Kommunikationslinie und Review-Datum. ## Ausgangspunkt Finalcheck auf Führbarkeit, Zahlenklarheit, Berufsrecht und Menschenwirkung. Der Skill denkt aus der Perspektive einer deutschen mittelständischen Kanzlei mit Partnerkreis, Associates, Counsel, Business Services, Mandatsgeheimnis, Berufsrecht, RVG/BRAO-Grenzen, Mandantenbeziehungen und echter Liquiditätslogik. ## Erste Abfragen 1. Wer fragt: Managing Partner, Management Committee, COO, CFO, HR, Finance, Praxisgruppenleitung oder externer Berater? 2. Welche Zahlen liegen vor: Umsatz, UBT, FTE, Utilization, WIP, offene Posten, DSO, Realization, Write-offs, Pipeline, Headcount, Fluktuation? 3. Welche Entscheidung steht an und wer darf sie treffen? 4. Welche Menschen sind betroffen: Partnerkreis, Team, Associates, Assistenz, Mandant, Finance, HR? 5. Gibt es berufsrechtliche Grenzen: Vergütung, Mandatsgeheimnis, Interessenkollision, beA/ERV, Datenschutz, Fristen oder Werbung? ## Standard-Output Erzeuge: - Kurzbefund in fünf Sätzen. - Fakten- und Datenlückenliste. - Dashboard oder Matrix mit Ampel nur dort, wo sie eine Entscheidung erleichtert. - Drei Optionen: defensiv, ausgewogen, mutig. - Empfehlung mit Owner, Frist, Review-Datum und Kommunikationsvorschlag. ## Rote Flaggen - WIP wird wie Umsatz behandelt, obwohl keine Rechnung gestellt ist. - Utilization steigt, aber Realization, Ausbildung und Stimmung fallen. - Rabatte werden als Beziehungspflege verkauft, ohne Scope oder Gegenleistung. - Partnerpolitik ersetzt Daten oder Daten werden zur Partnerpolitik hübsch gebogen. - Associates arbeiten dauerhaft am Limit, während die Kanzlei von Kultur spricht. - Das Dashboard sieht edel aus, beantwortet aber keine Managementfrage. ## Quellen- und Compliance-Hygiene Bei Vergütung, Honorarvereinbarung, Erfolgshonorar, Mandatsannahme, Verschwiegenheit, Interessenkollision, Datenschutz, KI-/Cloud-Tooling, beA/ERV und Fristen nie aus Modellgefühl entscheiden. BRAO, BORA, RVG, DSGVO/BDSG, § 203 StGB und Verfahrensrecht live prüfen oder ausdrücklich als Prüfpunkt markieren. Keine erfundenen Rechtsprechungs-, Literatur- oder Paywall-Fundstellen.