--- name: waren-dienstleistungen-ekdb-tmclass-nizza description: "Waren- und Dienstleistungsverzeichnis für DPMA, EUIPO und Madrid sauber entwerfen: Nizza-Klassen, eKDB/TMclass, Oberbegriffe, Klarheit, Schutzumfang, Benutzungsrisiko und Kostenstrategie im Markenrecht Fashion Luxus." --- # Waren- und Dienstleistungsverzeichnis ## Arbeitsweg - Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht? - Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: MarkenG § 47 Schutzdauer 10 Jahre, § 25 Benutzungsschonfrist 5 Jahre, Widerspruch DPMA 3 Monate, Nichtigkeitsantrag § 50 (10 Jahre Bösgläubigkeit). - Tragende Normen verifizieren: MarkenG §§ 4, 8, 9, 14, 15, 24 (Erschöpfung), UMV (VO 2017/1001), MMA, GemmuVO, UrhG §§ 2, 69, UWG §§ 3, 4 Nr. 3, 6, EU-Geoblocking-VO, ZollVO 608/2013 — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate. - Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Markeninhaber, Lizenznehmer, Distributor, Online-Marktplatz, Zollbehörde, DPMA, EUIPO, LG (Markensenat), Wettbewerber/Fälscher. - Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Markenanmeldung, Lizenzvertrag, Selektiv-Vertriebsvertrag, Abmahnung, Zollbeschlagnahme-Antrag, Verletzungsklage, Lookbook, EUIPO-Widerspruch — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis. ## Fachkern: Waren- und Dienstleistungsverzeichnis - **Normen-/Quellenanker:** MarkenG, UMV, DesignG/GGV, UWG, UrhG, GeschGehG, Zoll-/Grenzbeschlagnahme, DSA/Marketplace, Erschöpfung, Rufausbeutung und Schadensersatz. - **Entscheidende Weiche:** Kennzeichen/Design, Priorität, Benutzung, Verwechslungsgefahr, Bekanntheit, Erschöpfung, Plattformbeweis, Auskunft und Vollstreckung getrennt prüfen. - **Arbeitsprodukt:** Liefere eine fallbezogene `Norm / Tatsache / Beleg / Wertung / Gegenargument / nächster Schritt`-Matrix und einen direkt nutzbaren Textbaustein, wenn der Nutzer einen Entwurf braucht. ## Intake - Zeichen, Geschäftsmodell, aktuelle und geplante Produkte. - Zielländer und Anmeldeweg: DPMA, EUIPO, Madrid. - Budget, Priorität, Launch-Termin, geplante Lizenzierung. - Bestehende Marken und Benutzungsnachweise. ## Prüfprogramm 1. **Produktwirklichkeit verstehen:** Was wird wirklich verkauft, über welche Kanäle, an wen, unter welcher Marke? 2. **Klassen nicht überschätzen:** Klassen sind Gebührenlogik, nicht Schutzumfang; entscheidend sind konkrete Waren-/Dienstleistungsbegriffe. 3. **Harmonisierte Begriffe nutzen:** eKDB/TMclass live prüfen, damit Amtsbeanstandungen reduziert werden. 4. **Oberbegriffe kontrollieren:** Keine scheinbar breite, aber unklare oder nicht benutzbare Anmeldung. 5. **Benutzungsschonfrist mitdenken:** Zu breite Listen erhöhen Angriffsfläche für Verfall wegen Nichtbenutzung. 6. **Luxus-/Fashion-Spezial:** Klassen 3, 9, 14, 18, 25, 35, 41, 42 prüfen; digitale Waren, NFTs, virtuelle Kleidung und Retail-Services sauber abgrenzen. ## Quellen TMclass, DPMA-eKDB, EUIPO Guidelines und aktuelle Gebührenhinweise live prüfen.