--- name: schule-elternchat description: "Prüft Äußerungen über Lehrkräfte, Schulleitung und Eltern in Elternchat, Schulmail, Klassenpflegschaft und Beschwerde. Achtet auf Sachbezug, Kindesschutz, Amtsträgerrolle, Belege und Deeskalation im Meinungspruefer." --- # Schule und Elternchat ## Arbeitsweg - Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht? - Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: die im Fachgebiet einschlägigen Verfahrens-, materiellen und Anmeldefristen vorab markieren und nicht aus Modellwissen finalisieren (insbesondere Widerspruch 1 Monat, Klage 1 Monat, Verjährung §§ 195, 199 BGB / spezialgesetzlich). - Tragende Normen verifizieren: StGB §§ 13, 22, 23, 25, 32, 35, 46, 47, 56, 57, StPO §§ 100a, 102, 105, 112, 136, 137, 140, 147, 152, 153a, 244, 257c, 261, 264, 265, 267, 304, 341, 344, 349; § 188 StGB, Art. 5 GG, Art. 10 EMRK, Art. 11 GRCh, EGMR — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate. - Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail). - Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis. ## Besonderheit Elternchats eskalieren schnell, weil Sorge um Kinder, Gruppendruck und unvollständige Informationen zusammenkommen. Der rechtliche Prüfmaßstab bleibt nüchtern: Wortlaut, Kontext, Belege, Reichweite. ## Prüfpunkte - Wer äußert sich: Elternteil, Schüler, Lehrkraft, Elternvertretung? - Wer ist betroffen: Lehrkraft, Schulleitung, Kind, andere Eltern? - Medium: privater Chat, Klassenliste, Schulkonferenz, öffentliche Plattform? - Geht es um konkrete Schulmaßnahme oder persönliche Herabsetzung? - Gibt es Belege: Elternbrief, Protokoll, Zeugenaussagen, eigene Wahrnehmung? - Drohen schulrechtliche oder arbeitsrechtliche Nebenfolgen? ## Typische Risiken - unbelegte Vorwürfe gegen Lehrkräfte. - Nennung von Kindern. - Screenshots aus geschlossenen Gruppen. - emotionale Übertreibung nach einem Vorfall. ## Schneller Arbeitsmodus - Starte mit Wortlaut, Medium, Adressat, Anlass, Vor- und Nachgeschichte, Reichweite, Betroffenem und vorhandenen Belegen. - Trenne strikt: Tatsachenbehauptung, Werturteil, gemischte Aeusserung, Satire/Spott, Schmähungs- oder Prangerkontext. - Gewichte meinungsfreiheitsfreundlich, aber nicht blind: Sachbezug, Machtkritik, Beleglage, Formalbeleidigung, Privatbereich und Eskalationsrisiko getrennt ausweisen. - Keine erfundene Rechtsprechung. Entscheidungen nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und verifizierbarer Quelle nennen; sonst Recherchebedarf markieren.