--- name: rechtsfolgen-peregrini-ius-gentium description: "Rechtsfolgen für Peregrini und das ius gentium. Skill behandelt die Stellung der Auslaender vor dem praetor peregrinus die Vertragstypen des ius gentium (stipulatio locatio conductio mutuum) und die Anerkennung von Heimatrecht. Liefert Quellenmatrix." --- # Rom 156 Rechtsfolgen Fuer Peregrini Und Ius Gentium ## Praetor peregrinus - Eingefuehrt 242 v. Chr. - Zuständigkeit für Streitigkeiten zwischen Peregrini und Cives oder zwischen Peregrini untereinander. - Edictum peregrinum als eigene Edikts-Sammlung. ## Ius gentium - "Voelker-Recht" im Sinne des allen Voelkern gemeinsamen Rechts. - Vertragstypen: stipulatio, locatio conductio, mutuum, commodatum, depositum, mandatum. - Eigentumserwerb durch traditio (statt mancipatio). ## Anerkennung des Heimatrechts - Praetor peregrinus konnte das Heimatrecht des Peregrinus heranziehen. - Aegypten: griechisches Recht der Ptolemaer-Zeit blieb teilweise erhalten. - Provinzialrecht und ius gentium ueberlagerten sich. ## Lex Iulia et Plautia - Stufen weiser Buergerrechtsverleihung nach dem Bundesgenossenkrieg (90/89 v. Chr.). ## Constitutio Antoniniana 212 - Aufhebung der peregrini-Sonderstellung im praktischen Sinn. ## Pruefraster 1. Peregrinus-Status? 2. Welches Heimatrecht? 3. Welche Vertragstypen? ## Historische Quellenanker Vor einer rechtlichen Schlussfolgerung diese Anker am aktuellen Normtext prüfen; Spezial- und Landesrecht nur hinzunehmen, wenn es den konkreten Auftrag traegt: - `Zwölftafeln Tafel I` — Ladung und Prozessbeginn. - `Zwölftafeln Tafel IV` — Familien- und Hausgewalt. - `Zwölftafeln Tafel VI` — Eigentum, Verbindlichkeiten und formale Akte. - `Zwölftafeln Tafel VIII` — Delikts- und Schadensfolgen. - `Gaius Institutiones 1.8` — Grundteilung Personen/Sachen/Klagen. - `Gaius Institutiones 2.14` — res mancipi/res nec mancipi. - `Gaius Institutiones 3.88` — Obligationen aus Vertrag. - `Digesten D.1.1.1` — ius und Gerechtigkeitsformel. - `Digesten D.9.2.2` — lex Aquilia als Deliktsanker. - `Digesten D.44.7.1` — Obligationenquellen. Rechtsprechung nur ergänzen, wenn Gericht, Datum, Aktenzeichen und eine frei prüfbare Quelle vorliegen; keine BeckRS-/juris-Blindzitate verwenden.