--- name: seeunglueck-versicherung-actio-tributoria description: "Seeunglueck Versicherung und Risiko im roemischen Seerecht. Skill behandelt die Risikoverteilung bei Seetransporten lex Rhodia fenus nauticum receptum nautarum und die Frage was bei Untergang oder Verlust geschuldet ist. Liefert Pruefraster im Römisches Recht." --- # Rom 131 Seeunglueck Versicherung Und Risiko ## Historische Quellenanker Vor einer rechtlichen Schlussfolgerung diese Anker am aktuellen Normtext prüfen; Spezial- und Landesrecht nur hinzunehmen, wenn es den konkreten Auftrag traegt: - `Zwölftafeln Tafel I` — Ladung und Prozessbeginn. - `Zwölftafeln Tafel IV` — Familien- und Hausgewalt. - `Zwölftafeln Tafel VI` — Eigentum, Verbindlichkeiten und formale Akte. - `Zwölftafeln Tafel VIII` — Delikts- und Schadensfolgen. - `Gaius Institutiones 1.8` — Grundteilung Personen/Sachen/Klagen. - `Gaius Institutiones 2.14` — res mancipi/res nec mancipi. - `Gaius Institutiones 3.88` — Obligationen aus Vertrag. - `Digesten D.1.1.1` — ius und Gerechtigkeitsformel. - `Digesten D.9.2.2` — lex Aquilia als Deliktsanker. - `Digesten D.44.7.1` — Obligationenquellen. Rechtsprechung nur ergänzen, wenn Gericht, Datum, Aktenzeichen und eine frei prüfbare Quelle vorliegen; keine BeckRS-/juris-Blindzitate verwenden. ## Arbeitsweg - Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht? - Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: historisch — usucapio (Ersitzung) 1/2 Jahre Mobilia/Immobilia, praescriptio longi temporis, longissimi temporis; heute über § 195 BGB / § 937 BGB. - Tragende Normen verifizieren: Corpus Iuris Civilis (Institutionen, Digesten, Codex, Novellen), Zwölftafelgesetz, Lex Aquilia, Lex Iulia et Papia, römisches Personen-, Sachen-, Obligationen-, Familien- und Erbrecht; dogmenhistorisch fortwirkend in BGB §§ 90 ff. (Sachen), 433 ff., 812 ff., 854 ff. — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate. - Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Wissenschaftliche Rezipienten, Lehrstühle für Bürgerliches Recht/Rechtsgeschichte, Gesetzgeber (historisches Argumentum), Rechtsprechung (Auslegungshilfe). - Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Lehrbuchexegese, Quellenkritik (Digesten-Stelle), historisch-rechtsvergleichendes Gutachten, dogmatische Aufsatz, Klausur (Pandektistik) — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis. ## Risiken - Untergang (perit res). - Generalhavarie (iactus). - Diebstahl und Piraterie. - Verspaetung. ## Risikotraeger nach Vertragsart | Vertragstyp | Risiko traegt | Quellenstelle | |---|---|---| | fenus nauticum | Darlehensgeber | D. 22.2 | | locatio conductio (Beförderung) | je nach Verschulden | D. 14.2 | | Generalhavarie | alle Beteiligten anteilig | D. 14.2 lex Rhodia | | receptum nautarum | Reeder | D. 4.9 | ## Versicherungsfunktional - Klassische Seeversicherung gab es nicht als eigenes Vertragsinstitut. - Risikoverteilung durch fenus nauticum, lex Rhodia, receptum nautarum erfuellte aequivalente Funktionen. ## Vergleich zu modernem Recht - Heute Versicherungsvertragsgesetz und Seehandelsrecht. - Lloyd's Of London entwickelte ab 1688 das moderne Schiffsversicherungswesen. ## Pruefraster 1. Welcher Vertragstyp? 2. Welches Risiko realisiert? 3. Welche Befreiungsgruende? 4. Welche Schadenshoehe?