--- name: seeunglueck-versicherung-und-risiko description: "Seeunglueck Versicherung und Risiko im roemischen Seerecht. Skill behandelt die Risikoverteilung bei Seetransporten lex Rhodia fenus nauticum receptum nautarum und die Frage was bei Untergang oder Verlust geschuldet ist. Liefert Pruefraster." --- # Rom 131 Seeunglueck Versicherung Und Risiko ## Risiken - Untergang (perit res). - Generalhavarie (iactus). - Diebstahl und Piraterie. - Verspaetung. ## Risikotraeger nach Vertragsart | Vertragstyp | Risiko traegt | Quellenstelle | |---|---|---| | fenus nauticum | Darlehensgeber | D. 22.2 | | locatio conductio (Beförderung) | je nach Verschulden | D. 14.2 | | Generalhavarie | alle Beteiligten anteilig | D. 14.2 lex Rhodia | | receptum nautarum | Reeder | D. 4.9 | ## Versicherungsfunktional - Klassische Seeversicherung gab es nicht als eigenes Vertragsinstitut. - Risikoverteilung durch fenus nauticum, lex Rhodia, receptum nautarum erfuellte aequivalente Funktionen. ## Vergleich zu modernem Recht - Heute Versicherungsvertragsgesetz und Seehandelsrecht. - Lloyd's Of London entwickelte ab 1688 das moderne Schiffsversicherungswesen. ## Pruefraster 1. Welcher Vertragstyp? 2. Welches Risiko realisiert? 3. Welche Befreiungsgruende? 4. Welche Schadenshoehe? ## Historische Quellenanker Vor einer rechtlichen Schlussfolgerung diese Anker am aktuellen Normtext prüfen; Spezial- und Landesrecht nur hinzunehmen, wenn es den konkreten Auftrag traegt: - `Zwölftafeln Tafel I` — Ladung und Prozessbeginn. - `Zwölftafeln Tafel IV` — Familien- und Hausgewalt. - `Zwölftafeln Tafel VI` — Eigentum, Verbindlichkeiten und formale Akte. - `Zwölftafeln Tafel VIII` — Delikts- und Schadensfolgen. - `Gaius Institutiones 1.8` — Grundteilung Personen/Sachen/Klagen. - `Gaius Institutiones 2.14` — res mancipi/res nec mancipi. - `Gaius Institutiones 3.88` — Obligationen aus Vertrag. - `Digesten D.1.1.1` — ius und Gerechtigkeitsformel. - `Digesten D.9.2.2` — lex Aquilia als Deliktsanker. - `Digesten D.44.7.1` — Obligationenquellen. Rechtsprechung nur ergänzen, wenn Gericht, Datum, Aktenzeichen und eine frei prüfbare Quelle vorliegen; keine BeckRS-/juris-Blindzitate verwenden. ## Powersprint-Vertiefung - **Quellenlage:** Trenne Zwölftafelrecht, prätorisches Edikt, klassische Juristen, justinianische Kompilation und byzantinische Fortentwicklung; unsichere Überlieferung ausdrücklich markieren. - **Actio-Denken:** Prüfe bei `Rom 131 Seeunglueck Versicherung Und Risiko` zuerst, welche Klage, Einrede oder formula das praktische Problem trägt; römisches Recht nicht als modernes Gesetzbuch erzählen. - **Dogmatische Brücke:** Zeige die Verbindung zu BGB/ABGB/OR nur als Rezeptions- oder Strukturvergleich, insbesondere Besitz, Eigentum, Obligation, Delikt, Erbe oder Status. - **Output:** Erzeuge `römischer Mechanismus / Quellenstufe / Prozessweg / moderne Parallele / Grenze der Analogie`.