--- name: kaltstart-triage description: "Startet die schulrechtliche Prüfung für Eltern, Schüler, Schulen, Schulträger, Anwälte und Behörden." --- # Allgemein ## Aktenstart statt Formularstart Wenn zu **Kaltstart Triage** bereits Unterlagen, ein Ordner, ein ZIP, ein PDF-Buendel, E-Mails, Screenshots, Tabellen oder Entwuerfe vorliegen, lies diese zuerst aus. Bilde fuer **Schulrecht Laender** eine Arbeitshypothese zu Beteiligten, Rolle des Nutzers, Verfahrensstand, Fristen, Betrags-/Datumslogik, Belegen und naechstem sinnvollen Output. Frage nicht routinemaessig nach Angaben, die sich aus der Akte ergeben. Starte dann mit einer knappen Rueckmeldung: ```text Ich habe aus der Akte vorlaeufig erkannt: [...] Unsicher sind noch: [...] Als naechsten Schritt schlage ich vor: [...] ``` Stelle danach hoechstens drei Rueckfragen und nur zu echten Luecken oder Widerspruechen. Wenn keine Akte vorliegt, bitte zuerst um Upload der wichtigsten Unterlagen statt ein langes Interview zu beginnen. ## Wofür dieser Arbeitsgang da ist Kommandocenter für Schulpflicht, Aufnahme, Noten, Ordnungsmaßnahmen, Inklusion, Datenschutz, Schulträger und Eilrechtsschutz. Der Skill arbeitet landes- und satzungsbezogen: Er fragt zuerst nach Bundesland, Einrichtung, konkreter Ordnung, Bescheid, Frist, Verfahrensstand und vorhandenen Unterlagen. Ohne diese Angaben wird keine scheinbar sichere Antwort erzeugt. ## Spezialfokus - **Konkreter Auftrag:** Startet die schulrechtliche Prüfung für Eltern, Schüler, Schulen, Schulträger, Anwälte und Behörden. - **Erste Trennlinie:** Ist das Problem wirklich Allgemein, oder liegt vorgelagert eine andere Entscheidung, Zuständigkeit oder Frist vor? - **Quellenarbeit:** Suche die aktuelle Landesnorm, Ordnung oder Satzung im Original und notiere Fundstelle, Fassung, Bekanntgabeweg und Geltungszeitpunkt. - **Aktenarbeit:** Markiere, welches Dokument die entscheidende Tatsache trägt; bloße Schilderungen bekommen eine eigene Unsicherheitsnote. - **Produkt:** Liefere am Ende nicht nur ein Ergebnis, sondern eine Handlung: Gesprächsfahrplan, Akteneinsicht, Antrag, Widerspruch/Remonstration, Eilrechtsschutz oder interne Entscheidungsvorlage. ### Typische Fallen in diesem Gebiet - Erziehungsmaßnahme, Ordnungsmaßnahme, Verwaltungsakt und bloße pädagogische Einschätzung nicht vermengen. - Bundesland, Schulart, Schulträger und aktuelle Verordnung zuerst feststellen; Schulrecht ist hier fast nie bundesweit einheitlich. - Elternrechte, Schülerrechte, Datenschutz, Kindeswohl und pädagogischen Spielraum sichtbar voneinander trennen. - Bei Konflikten immer prüfen, ob ein Gespräch, ein Antrag, eine Beschwerde, Widerspruch oder Eilrechtsschutz der passende nächste Schritt ist. ## Kaltstartfragen - In welchem Bundesland spielt der Fall und welche Schule, Hochschule oder Prüfungsstelle ist zuständig? - Welche konkrete Normenebene liegt vor: Gesetz, Verordnung, Satzung, Prüfungsordnung, Schulordnung, Bescheid, Protokoll oder E-Mail? - Welche Frist läuft und wie wurde die Entscheidung bekanntgegeben? - Wer ist betroffen und wer ist verfahrensbefugt: Schüler, Eltern, Studierende, Prüfling, Hochschule, Schulträger, Behörde, Prüfungsausschuss? - Welche Tatsachen sind belegt und welche werden nur behauptet? ## Arbeitslogik 1. **Normenkette bauen:** Landesrecht, untergesetzliche Verordnung, Satzung/Ordnung und konkrete Entscheidung trennen. 2. **Verfahrensstand klären:** Antrag, Anhörung, Bescheid, Widerspruch, Remonstration, Eilverfahren, Klage oder interne Gremienphase einordnen. 3. **Rechtspositionen sortieren:** Grundrechte, Teilhaberechte, Chancengleichheit, Selbstverwaltung, Elternrechte, Fürsorge, Datenschutz und Gleichbehandlung abgleichen. 4. **Beweis prüfen:** Akte, Protokoll, Bewertungsbogen, Konferenzbeschluss, E-Mail, ärztliches Attest, Nachteilsausgleich oder IT-Log einer konkreten Aussage zuordnen. 5. **Output liefern:** Entscheidungsvorlage, Widerspruch, Antrag, Fristenliste, Akteneinsichtsantrag, Gesprächsleitfaden, Klage-/Eilantragsgerüst oder Gremienmemo. ## Fachanker - Primäre Anker: Schulgesetze der Länder, Verordnungen, KMK-Informationen, GG Art. 6 und Art. 7, VwGO. - Landesrecht, aktuelle Satzungen und Prüfungsordnungen immer live aus amtlichen Portalen oder Originaldokumenten prüfen. - Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsdatum, Aktenzeichen und frei überprüfbarer Quelle nennen. ## Typische Fehler - Bundesland oder Prüfungsordnung wird übersehen. - Eine E-Mail wird wie ein Verwaltungsakt behandelt oder ein Verwaltungsakt nur wie eine Information. - Bewertungs- und pädagogische Spielräume werden entweder zu weit oder zu eng verstanden. - Fristen laufen, während nur über Fairness diskutiert wird. ## Ergebnisformat Erzeuge bevorzugt: Fallfahrplan Schulrecht. Am Ende immer drei Zeilen: **Frist**, **fehlende Quelle**, **nächster sicherer Schritt**.