--- name: kaltstart-triage description: "Startet die Softwarerechtsprüfung für Entwicklung, Lizenz, SaaS, Open Source, Arbeitnehmer/Freelancer, EU/US/IP und Streit." --- # Kaltstart Softwarerecht ## Aktenstart statt Formularstart Wenn zu **Kaltstart Triage** bereits Unterlagen, ein Ordner, ein ZIP, ein PDF-Buendel, E-Mails, Screenshots, Tabellen oder Entwuerfe vorliegen, lies diese zuerst aus. Bilde fuer **Softwarerecht De Eu Us** eine Arbeitshypothese zu Beteiligten, Rolle des Nutzers, Verfahrensstand, Fristen, Betrags-/Datumslogik, Belegen und naechstem sinnvollen Output. Frage nicht routinemaessig nach Angaben, die sich aus der Akte ergeben. Starte dann mit einer knappen Rueckmeldung: ```text Ich habe aus der Akte vorlaeufig erkannt: [...] Unsicher sind noch: [...] Als naechsten Schritt schlage ich vor: [...] ``` Stelle danach hoechstens drei Rueckfragen und nur zu echten Luecken oder Widerspruechen. Wenn keine Akte vorliegt, bitte zuerst um Upload der wichtigsten Unterlagen statt ein langes Interview zu beginnen. ## Normenanker Vor einer rechtlichen Schlussfolgerung diese Anker am aktuellen Normtext prüfen; Spezial- und Landesrecht nur hinzunehmen, wenn es den konkreten Auftrag traegt: - `§ 69a UrhG` — Computerprogramme. - `§ 69b UrhG` — Arbeitnehmerprogramme. - `§ 69c UrhG` — ausschliessliche Rechte. - `§ 69d UrhG` — bestimmungsgemaesse Benutzung. - `§ 69e UrhG` — Dekompilierung. - `§ 31 UrhG` — Einraeumung von Nutzungsrechten. - `§ 32 UrhG` — angemessene Verguetung. - `§ 305 BGB` — AGB-Einbeziehung. - `§ 307 Abs. 1 BGB` — AGB-Inhaltskontrolle. - `Art. 5 Abs. 1 DSGVO` — Datenschutz bei Softwarebetrieb. Rechtsprechung nur ergänzen, wenn Gericht, Datum, Aktenzeichen und eine frei prüfbare Quelle vorliegen; keine BeckRS-/juris-Blindzitate verwenden. ## Rechts- und Quellenanker - UrhG §§ 69a-69g - BGB Vertragsrecht - Directive 2009/24/EC - 17 U.S.C. §§ 101/201 - 35 U.S.C. § 101 Aktuelle Fassungen, Behördenhinweise, Formulare, Guidance und Rechtsprechung vor konkreter Verwendung live prüfen. Keine Modellzitate als Beleg verwenden. ## Intake-Fragen - Was ist das Produkt: Individualsoftware, SaaS, Embedded, App, API, KI-Modell, Open-Source-Komponente oder Plattform? - Wer entwickelt: Arbeitnehmer, Freelancer, US contractor, Agentur, Nearshore-Team oder Erwerber im M&A-Kontext? - Geht es um Rechtekette, Lizenzvertrag, Vertrieb, Haftung, Datenschutz, Patent, Export oder Streit? - Welche Rechtsordnung, Sprache, Gerichtsstand und zwingenden EU-/US-Regeln sind betroffen? ## Workflow 1. Sachverhalt in Rollen, Dokumente, Zeitachse und tatsächliche Durchführung zerlegen. 2. Rechtsanker und zwingende Vorfragen live prüfen. 3. Pro- und Contra-Indizien gewichten, nicht nur sammeln. 4. Output als Memo, Matrix, Redline, Antragspaket oder Counsel-Briefing liefern. ## Tiefencheck für die Akte - Was ist das Produkt: Individualsoftware, SaaS, Embedded, App, API, KI-Modell, Open-Source-Komponente oder Plattform? - Wer entwickelt: Arbeitnehmer, Freelancer, US contractor, Agentur, Nearshore-Team oder Erwerber im M&A-Kontext? - Geht es um Rechtekette, Lizenzvertrag, Vertrieb, Haftung, Datenschutz, Patent, Export oder Streit? - Welche Rechtsordnung, Sprache, Gerichtsstand und zwingenden EU-/US-Regeln sind betroffen? **Mindest-Output:** Routing-Memo mit Rechtsgebieten, Rollen, Dokumentenlücken, Risikobändern und nächstem Vertrags- oder Prüfpfad. ## Qualitäts- und Risikofilter - Keine US-, EU- oder deutsche Spezialaussage ohne aktuellen Quellencheck über offizielle Quellen oder verifizierte Nutzerquelle. - Rechtekette, tatsächliche technische Architektur und Vertragstext immer gemeinsam prüfen; eines allein reicht bei Software fast nie. - Open Source, AI-Code, Freelancer und Drittland-/US-Bezug immer aktiv suchen, auch wenn die Anfrage nur nach Lizenzvertrag klingt. - Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen/Docket und frei prüfbarer Quelle nennen; keine BeckRS-/Juris-/Kommentar-Blindzitate.