--- name: liquiditaetsvorschau-3-6-12-monate description: "Rollierende Liquiditaetsvorschau 3-6-12 Monate für GmbH oder UG erstellen mit insolvenzrechtlicher Fortbestehensprognose. Anwendungsfall Steuerberater begleitet Krisenmandat und benoetigt strukturierte Zahlungsplanung für Insolvenzreife-Prüfung. Methodisch nach IDW S 6 Sanierungskonzept und IDW S..." --- # Rollierende Liquiditätsvorschau 3/6/12 Monate mit Fortführungsprognose (§§ 17, 19 InsO) ## Fachlicher Kern — Steuerrecht - **Problemfokus dieses Skills:** Bleibe beim konkreten Titel `Rollierende Liquiditätsvorschau 3/6/12 Monate mit Fortführungsprognose (§§ 17, 19 InsO)` und löse die dort angelegte Fachfrage; arbeite mit konkreten Tatbestandsmerkmalen, Beweisfragen und dem unmittelbar benötigten Arbeitsprodukt. Routingfragen bleiben Hilfsmittel, wenn Frist, Zuständigkeit oder Verfahrensart offen sind. - **Normenradar:** AO, EStG, KStG, GewStG, UStG, GrEStG, UmwStG, AStG, FZulG, MinStG; BMF-Schreiben nur mit Datum, Titel und offizieller BMF-URL verwenden. - **Verifizierte Anker:** BMF-Schreiben vom 15.10.2025 zur obligatorischen E-Rechnung und UStAE-Anpassung; BMF-Seite Forschungszulage mit Hinweis zu Antrags-/Festsetzungslogik und BMF-Schreiben vom 07.02.2023; BMF/BZSt-Datensatzbeschreibung vom 05.08.2025 für Mindeststeuer-Berichte; BMF-Schreiben vom 25.05.2023 zu § 6a GrEStG; BMF-Schreiben vom 02.01.2025/01.08.2025 zum Umwandlungssteuer-Anwendungserlass live prüfen. - **Arbeitsmodus:** Erst Steuerart, Zeitraum, Verwaltungsstand, Frist/Festsetzung, Zuständigkeit, Form/Portal und Beleglage klären; dann BMF-Verwaltungslinie von BFH-Rechtsprechung und Gesetz trennen. - **Outputpflicht:** Steuerartenmatrix, BMF-Radar, Einspruchsbaustein, ELSTER-/Portal-To-do, Risikoampel, DBA-/GrESt-/USt-Tabelle oder Mandantenmemo. - **Fehlerbremse:** Tragende Normen/Entscheidungen live oder aus der Akte verifizieren; Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle. Keine BeckRS-, juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen. ## Kernsachverhalt Krisenhafte GmbH/UG-Mandanten benötigen eine strukturierte, wöchentlich rollierte Liquiditätsvorschau als Grundlage für die insolvenzrechtliche Prüfung nach § 17 InsO und für die Fortführungsprognose nach § 19 InsO. Der Skill erzeugt diese Planung aus dem typischen unstrukturierten Steuerberater-Material (BWA, SuSa, offene Posten, Kontoauszüge) und generiert automatisch eine insolvenzrechtliche Ampel pro Woche. ## Kaltstart-Rückfragen 1. Welche Stammdaten — Rechtsform, Branche, Mitarbeiterzahl, Jahresumsatz, Stichtag, Hausbank? 2. Welche Liquiditätsdaten liegen vor — Kontostand, Kreditlinien (Stand und Limit), offene Forderungen-Liste? 3. Welche offenen Verbindlichkeiten bestehen — Kreditorenliste mit Fälligkeitsdatum und Mahnstufe? 4. Welche Dauerverpflichtungen — Miete, Lohn, SV-Beiträge (Drittellast), Lohnsteuer, Leasing, Versicherungen? 5. Welche Steuerverbindlichkeiten — USt-Voranmeldungsturnus, Körperschaft- und Gewerbesteuer-Vorauszahlungen, Rückstände? 6. Welcher Auftragsbestand — zugesagte Aufträge mit Zahlungserwartung, Abschläge, Zahlungsziel? 7. Gibt es Kreditverträge mit Covenants (EK-Quote, Leverage) und wann sind diese zu messen? 8. Liegt ein Sanierungskonzept IDW S 6 vor oder soll die Vorschau Grundlage dafür sein? - **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist für den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.) ## Rechtlicher Rahmen ### Primärnormen Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren. **§ 18 InsO** — Drohende Zahlungsunfähigkeit: voraussichtliche Unfähigkeit im 24-Monats-Horizont; Grundlage Eigenantragsoption. **§ 19 InsO** — Überschuldung: Fortbestehensprognose primär; bei negativer Prognose Liquidationswerte-Status. Prognosezeitraum nach SanInsKG 24 Monate (für Anträge bis 31.12.2026). **§ 15a InsO** — Antragspflicht: 3 Wochen (§ 17), 6 Wochen (§ 19). **§ 102 StaRUG** — Hinweispflicht des Steuerberaters; Liquiditätsvorschau als technisches Instrument der Krisenfrüherkennung. ### Leitentscheidungen | Gericht | Aktenzeichen | Datum | Leitsatz | |---|---|---|---| | Rechtsprechung live prüfen | Live-Verifikation erforderlich | - | keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und Aussage protokollieren | ## Prüfschema Liquiditätsvorschau **Vorab:** Der untenstehende ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm. | Schritt | Prüfungspunkt | Inhalt | Ergebnis | |---|---|---|---| | 1 | Datenaufnahme | BWA, SuSa, Kontoauszüge, Kreditorenliste, Debitorenliste, Dauerverpflichtungen | Datenbasis vollständig | | 2 | Eröffnungsbestand Liquidität | Kontostand, ungenutzte Kreditlinie (ziehungsfähig), Tagesgeld | Aktiva I-Basis | | 3 | Einzahlungs-Buckets | Kundenforderungen nach Eingangswahrscheinlichkeit; USt-Erstattung; sonstige | Einzahlungsplan | | 4 | Auszahlungs-Buckets | Personal (Lohn × 1.28 inkl. AG-SV); USt-Zahlung; KSt/GewSt-Vorauszahlungen; Miete; Leasing; Zins+Tilgung; Lieferanten | Auszahlungsplan | | 5 | Wochenraster 13 Wochen | Spalten: KW, Anfangsbestand, Einzahlungen, Auszahlungen, Endbestand, fällige VB Folgewoche, 3-Wochen-Lücke (kumuliert), Quote, Ampel | Primäres Instrument § 17 InsO | | 6 | 3-Wochen-Test § 17 InsO | Quote = Lücke_3W / fällige VB ≥ 10 %? Nicht binnen 3 Wochen schließbar? | Ampel Rot/Gelb/Grün | | 7 | SV- und Lohnsteuer-Position | SV-Beiträge (AG+AN-Anteil Drittellast); Lohnsteuer § 41a EStG; separate Zeile; nie aufrechnen | Passiva I korrekt | | Rechtsprechung live prüfen | Live-Verifikation erforderlich | Live-Verifikation erforderlich | keine Entscheidung aus Modellwissen; Quelle vor Ausgabe protokollieren | | 9 | Sensitivitätsanalyse | Best/Base/Worst: Zahlungseingang 100 %/80 %/60 %; Auftragserfüllung wie geplant/−10 %/−25 % | Risikoszenario | | 10 | Mittel- und Langfristhorizont | 26 Wochen (monatlich aggregiert ab Monat 4), 52 Wochen; Fortführungsprognose-Grundlage | § 18 und § 19 InsO | | 11 | Fortführungsprognose IDW S 6 | Krisenstadium; Konzept; integrierte Planung; überwiegende Wahrscheinlichkeit | § 19 InsO Stufe 1 | | Rechtsprechung live prüfen | Live-Verifikation erforderlich | Live-Verifikation erforderlich | keine Entscheidung aus Modellwissen; Quelle vor Ausgabe protokollieren | | 13 | Indizienkatalog prüfen | SV-Rückstände, Stundungsanträge, Lastschriftrückläufer, eingestellte Lieferantenzahlungen | Zahlungseinstellung ohne Deckungslücke möglich | | 14 | Ergebnis-Memo | Ampel-Zusammenfassung; frühester Rot-Eintritt (KW-Angabe); Handlungsempfehlung; § 102 StaRUG | Mandantenkommunikation | | 15 | Excel-Export | Sheets: 13W, 26W, 52W, Fortführungsprognose, Annahmen; Ampel bedingte Formatierung | Arbeitsunterlage | ## Wochenraster-Struktur (Excel-Vorlage) ``` LIQUIDITÄTSVORSCHAU — [Firma] GmbH Stand: [Datum] | KW | Anfangs- | + Einzah- | − Auszah- | End- | Fäll. VB | 3W-Lücke | Quote | Ampel | | | bestand | lungen | lungen | bestand | Folge-KW | kumuliert | % | | |----+-----------|-----------|-----------|---------|----------|----------|-------|-------| | 21 | 18.500 | 42.000 | 47.200 | 13.300 | 61.800 | 48.500 | 78 % | ROT | | 22 | 13.300 | 51.000 | 45.600 | 18.700 | 38.200 | | | | | 23 | 18.700 | 145.000* | 44.100 | 119.600 | | | GRÜN | | *Großauftrag-Eingang; Zahlungseingang-Risiko: Base 100 %, Worst 60 % ``` ## Beweislast | Beweisthema | Beweislastträger | Beweismittel | |---|---|---| | Rechtsprechung live prüfen | Live-Verifikation erforderlich | keine Entscheidung aus Modellwissen; Quelle vor Ausgabe protokollieren | | Zahlungseingang-Wahrscheinlichkeit | GF / StB | Debitorenliste, Mahnstand, DA-Liste | | Kreditlinie ziehungsfähig | GF | Bankbescheinigung über Limit und Valuta | | SV-Rückstände | Offen aus Buchhaltung; BG-/KK-Bescheide | Konto-Auszüge SV-Beitragskonten | | Fortführungsprognose positiv | GF / IDW S 6-Gutachter | Integrierter Finanzplan; Konzept | ## Fristen und zeitliche Warnschwellen | Horizont | Insolvenzrechtliche Bedeutung | Handlungspflicht | |---|---|---| | Woche 0–3 | § 17 InsO-Stichtag; 3-Wochen-Test | Sofortige Prüfung Antragspflicht | | Woche 0–13 | Zahlungsunfähigkeit; 3-Wochen-Test wöchentlich rollierend | Wöchentliche Aktualisierung | | Woche 0–26 | Mittelfristhorizont; Finanzierungsbedarf | Bankgespräch; Gesellschafterdarlehen | | Woche 0–52 | Fortbestehensprognose § 19 InsO; IDW S 6-Grundlage | Sanierungskonzept | | Monate 0–24 | § 18 InsO drohende ZU; SanInsKG | Eigenantragsoption; StaRUG | ## Typische Fehler | Fehler | Korrekte Vorgehensweise | |---|---| | Rechtsprechung live prüfen | keine Entscheidung aus Modellwissen; Quelle vor Ausgabe protokollieren | | Kreditlinie vollständig als Aktiva I | Nur ziehungsfähiger, nicht gesperrter oder bereits ausgeschöpfter Teil | | Auftragseingang zu optimistisch ansetzen | Sensitivitätsanalyse: Worst-Case-Szenario immer einbeziehen; BGH verlangt realistische Annahmen | | USt-Voranmeldung fehlt in Auszahlungen | USt monatlich oder quartalsweise je nach Turnus; Dauerfristverlängerung berücksichtigen | | AdV als Passiva I-Entlastung | Falsch: AdV § 361 AO hemmt Vollziehung, lässt Forderung materiell bestehen (§ 17 InsO-Relevant) | | Lohnzahlungen ohne AG-SV-Anteil | Drittellast: Lohn × 1.28 für Personal-Gesamtkosten | | 3-Wochen-Frist ab Erkenntnis (StB-Sicht) | Frist läuft ab Eintritt der Zahlungsunfähigkeit, nicht ab Erstellung der Vorschau | ## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden) Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige. | Konstellation | Empfohlener Weg | |---|---| | Standard — Liquiditaetsvorschau für 3 bis 12 Monate erstellen | Vorschau nach Schema; Schriftsatz unten | | Variante A — Kurzfristige Liquiditaet kritisch Woche noetig | Kurzfrist-Vorschau separat; dann Mittelfrist ergaenzen | | Variante B — Saisonales Unternehmen | Saisonalitaets-Hinweise in Vorschau einarbeiten | | Variante C — Bankfinanzierung laeuft aus Prolongation noetig | Bankgespraeche-Version der Vorschau; Stresstest anfuegen | Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen. ## Schriftsatzbausteine ### Baustein 1: Memo an GF — Liquiditätsvorschau-Ergebnis ``` MEMO — VERTRAULICH An: Geschäftsführung [Firma] GmbH Von: [Steuerberater/Kanzlei] Datum: [Datum] Betreff: Ergebnis Liquiditätsvorschau 13-Wochen — § 17 InsO-Prüfung 1. Ergebnis Ampel-Übersicht: KW [x]: GRÜN (Quote [y] %) KW [x+1]: GELB (Quote [z] % — Zahlungsstockung, voraussichtlich lösbar durch Eingang Rechnung [Rn.] EUR [x] in KW [x+2]) KW [x+3]: ROT (Quote [a] % — Zahlungsunfähigkeit § 17 InsO droht, falls Eingang Großauftrag ausbleibt) 2. Früheste § 17-InsO-Relevanz: KW [x+3] — [Datum] 3. Handlungsempfehlung: a) Sofortige anwaltliche Prüfung der Insolvenzreife beauftragen. b) Bankgespräch zur Linienerweiterung bis [Datum]. c) Auftragseingang [Bezeichnung] sichern/beschleunigen. d) Bis KW [x+2] Liquiditätslage neu auswerten. Wir stehen für ein persönliches Besprechungsgespräch zur Verfügung. Bitte bestätigen Sie Kenntnisnahme dieses Memos schriftlich. ``` ### Baustein 2: Fortführungsprognose — Ergebnisübersicht IDW S 6 ``` FORTFÜHRUNGSPROGNOSE — [Firma] GmbH — [Datum] 1. Krisenstadium (IDW S 6): [Liquiditätskrise / Ertragskrise / Strategiekrise — begründen] 2. Krisenursachen: Intern: [z.B. gesunkene Marge, Personalkosten] Extern: [z.B. Nachfragerückgang, Rohstoffpreise] 3. Leitbild des sanierten Unternehmens: [Kerngeschäft; Restrukturierungsmaßnahmen; Ziel-Geschäftsmodell] 4. Maßnahmen zur Krisenbewältigung: Innenfinanzierung: [Forderungsabbau, WC-Reduzierung] Außenfinanzierung: [Gesellschafterdarlehen, Bankgespräch] Leistungswirtschaftlich: [Kostenabbau, Produktsortiment] 5. Integrierte 24-Monats-Planung: Monat 1–12: Ergebnis [x]; Cashflow [y]; EK [z] Monat 13–24: Ergebnis [a]; Cashflow [b]; EK [c] 6. Ergebnis Fortführungsprognose: [ ] Positiv — überwiegende Wahrscheinlichkeit der Fortführung [ ] Negativ — Fortführung nicht überwiegend wahrscheinlich Begründung: [...] 7. Rechtsfolge für § 19 InsO: Positiv: keine Überschuldung, auch bei negativem Eigenkapital. Negativ: Überschuldungsstatus mit Liquidationswerten erforderlich. ``` --- vor Versand klaeren --- 1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Durchsetzung des Anspruchs / Vergleich / Reputationsschutz / schnelle Loesung] 2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestforderung / Zeitrahmen / Formerfordernis] 3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgesprach / Einigung vor Fristablauf] Schlussabsatz Variante A (kooperativ): Wir regen eine guetliche Einigung an und stehen für ein klaerenden Gesprach zur Verfuegung. Eine einvernehmliche Loesung erspart beiden Seiten Zeit und Kosten. Schlussabsatz Variante B (formal-streng): Eine aussergerichtliche Einigung kommt nur in Betracht wenn die Gegenseite innerhalb von [X] Tagen einen akzeptablen Vorschlag unterbreitet. Anderenfalls werden wir alle rechtlichen Schritte einleiten. ## Streitwert und Kosten | Position | Berechnung | Hinweis | |---|---|---| | Liquiditätsplanung (laufend) | Zeithonorar StB; typisch EUR 500–2.000 je Monat | Als eigenständige Leistung vereinbaren | | Sanierungskonzept IDW S 6 | EUR 10.000–50.000+ je nach Komplexität | WP/StB mit Sanierungserfahrung | | Insolvenzreife-Gutachten Anwalt | § 34 RVG oder Stundensatz; typisch EUR 2.000–8.000 | Wird durch Liquiditätsvorschau als Datenbasis vorbereitet | | Excel-Vorlage Erstellung | Einmalig ca. 4–8 Stunden; dann rollierend 1–2 h/Woche | — | ## Strategische Empfehlung | Situation | Empfehlung | |---|---| | Grüne Ampeln, kein § 17-Risiko | Monatliche Aktualisierung; § 102 StaRUG-Hinweispflicht dokumentiert erfüllt | | Gelbe Ampeln — Zahlungsstockung absehbar lösbar | Bankgespräch; Gesellschafterdarlehen; Debitoren-Beschleunigung; wöchentliche Aktualisierung | | Rote Ampele — § 17 InsO-Schwelle | Sofortige anwaltliche Beratung; Antragspflicht-Check; § 102 StaRUG-Warnschreiben | | Großauftrag als einziger Ausweg | Worst-Case-Szenario ohne Auftrag ausarbeiten; nicht auf Eingang vertrauen ohne Vertrag | | Kreditlinien ausgeschöpft | Neue Finanzierungsquellen (Factoring, Gesellschafter, Sale-and-Lease-back) prüfen | ## Anschluss-Skills - `anw-insolvenzreife-pruefung-17-19-inso` — anwaltliche Insolvenzreife-Prüfung mit Datenbasis aus Liquiditätsvorschau - `stb-bwa-sus-bilanz-pruefung` — vorgelagerte BWA/SuSa-Prüfung - `stb-warnschreiben-krisensignale` — § 102 StaRUG-Pflichthinweis an GF ## Quellen - InsO §§ 17, 18, 19, 15a, 15b - StaRUG §§ 1, 102 - SanInsKG (Prognosezeitraum 24 Monate bis 31.12.2026) - Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren. - IDW S 6 (Sanierungskonzept); IDW S 11 (Insolvenzeröffnungsgründe) - K. Schmidt/Herchen, InsO § 17 Rn. 5–35 - Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch-, Aufsatz- oder Tabellenfundstellen aus Modellwissen; nur Nutzerquelle, amtliche/freie Quelle oder lizenzierte Live-Verifikation verwenden. - Pape/Schaltke, StaRUG § 102 Rn. 8–35