--- name: kaltstart-triage description: "Kaltstart und Routing für deutsche Verlage: Werkklasse, Rechtekette, Antragstyp, Gebühren, Deposit, Versand, Monitoring und Aktenvermerk in einer belastbaren US-Registrierungsakte." --- # Allgemein ## Aktenstart statt Formularstart Wenn zu **Kaltstart Triage** bereits Unterlagen, ein Ordner, ein ZIP, ein PDF-Buendel, E-Mails, Screenshots, Tabellen oder Entwuerfe vorliegen, lies diese zuerst aus. Bilde fuer **Us Copyright Registrierung Verlag** eine Arbeitshypothese zu Beteiligten, Rolle des Nutzers, Verfahrensstand, Fristen, Betrags-/Datumslogik, Belegen und naechstem sinnvollen Output. Frage nicht routinemaessig nach Angaben, die sich aus der Akte ergeben. Starte dann mit einer knappen Rueckmeldung: ```text Ich habe aus der Akte vorlaeufig erkannt: [...] Unsicher sind noch: [...] Als naechsten Schritt schlage ich vor: [...] ``` Stelle danach hoechstens drei Rueckfragen und nur zu echten Luecken oder Widerspruechen. Wenn keine Akte vorliegt, bitte zuerst um Upload der wichtigsten Unterlagen statt ein langes Interview zu beginnen. ## Einstieg in 8 Fragen 1. Welches Werk soll registriert werden: Buch, Kommentar, Loseblatt-/Onlinewerk, Zeitschrift, Beitrag, Übersetzung, Sammelwerk, E-Book, Hörbuch oder sonstige Ausgabe? 2. Ist es veröffentlicht, unveröffentlicht, zuerst in Deutschland/Europa, zuerst in den USA oder gleichzeitig erschienen? 3. Wer sind menschliche Autorinnen/Autoren, Herausgeber, Verlag, Rechteinhaber und gegebenenfalls Übersetzer, Bearbeiter oder Bildurheber? 4. Geht es um ein einzelnes Werk, mehrere unveröffentlichte Werke, eine Serie/Backlist, eine Zeitschrift/Newsletter-Struktur oder eine Sonderkonstellation? 5. Gibt es KI-generiertes oder KI-assistiertes Material, fremde Inhalte, Abbildungen, Tabellen, Karten, Datenbanken oder nur redaktionelle Bearbeitung? 6. Welche Frist oder Motivation treibt den Antrag: US-Lizenzgeschäft, Plattformstreit, Abmahnung, Litigation Readiness, Konzernstandard, Autorenvertrag oder reine Ordnung? 7. Soll digital hochgeladen werden oder ist physischer Deposit mit Shipping Slip nötig? 8. Welcher Output wird gebraucht: Datenblatt, eCO-Ausfüllhilfe, Packliste, Kurier-/Zollnotiz, Budgetplan, Rückfragenantwort oder Abschlussvermerk? ## Ergebnisformat Gib am Ende eine knappe, arbeitsfähige Übersicht aus: | Punkt | Ergebnis | Beleg/To-do | | --- | --- | --- | | Antragstyp | Standard / Single / Gruppe / Paper vermeiden | Quelle live prüfen | | Deposit | digital / physisch / Best Edition / foreign first edition | Slip oder Upload | | Risiko | grün/gelb/rot | fehlende Daten | | Nächster Schritt | konkrete Handlung | Verantwortliche Person | ## Sicherheitslinie Nicht als US-Litigation-Gutachten auftreten. Bei Ownership-Streit, drohendem Verfahren, Work-made-for-hire-Fragen, AI-Offenlegung oder Schadenersatzstrategie US-Counsel einbinden und die Verlagsakte so vorbereiten, dass US-Counsel sofort anschließen kann. ## Tiefencheck für die Akte Arbeite hier nicht nur abstrakt, sondern als Rechte-, Werk- und Beweisfilter: - Welche Werkart, Nutzung, Rechtekette und US-Berührung bestimmen den Prüfpfad? - Welche Elemente sind schutzfähig, welche sind ausgeschlossen, lizenziert, public domain oder nur vertraglich relevant? - Welche aktuelle USCO-Quelle, Title-17-Norm, Plattformregel oder Prozessanforderung muss vor konkreter Verwendung live geprüft werden? - Welche Ausgabe braucht der Mandant: Antragspaket, Clearance-Memo, Risikomatrix, Takedown, Lizenzklausel oder US-Counsel-Briefing? **Mindest-Output:** Arbeitsprodukt mit Claim Scope, Rechtekette, Risikomatrix, Evidenzlücken und nächstem US-Schritt.