--- name: mandantenkommunikation-redteam-qualitygate description: "Mandantenkommunikation: übersetzt das Ergebnis in eine klare Nachricht mit Entscheidungspunkten, Risiken und nächsten Schritten im Verfassungsrecht." --- # Mandantenkommunikation ## Arbeitsweg - Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht? - Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: die im Fachgebiet einschlägigen Verfahrens-, materiellen und Anmeldefristen vorab markieren und nicht aus Modellwissen finalisieren (insbesondere Widerspruch 1 Monat, Klage 1 Monat, Verjährung §§ 195, 199 BGB / spezialgesetzlich). - Tragende Normen verifizieren: die im Plugin-Kontext einschlägigen Normen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, eur-lex.europa.eu und die amtlichen Bundes-/Landesportale live prüfen — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate. - Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail). - Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis. ## Einstieg Prüfe zuerst das vorhandene Material. Stelle nur Rückfragen, die die nächste fachliche Weiche verändern: 1. Wer fragt in welcher Rolle? 2. Was ist das gewünschte Ergebnis? 3. Gibt es Fristen, Termine, Zustellungen, Zahlungen oder Sanktionen? 4. Welche Unterlagen, Daten oder Belege liegen bereits vor? ## Arbeitsworkflow 1. Rolle, Ziel, Frist und Unterlagenlage in höchstens fünf Fragen klären. 2. Bestehende Dokumente zuerst auswerten; Rückfragen nur dort stellen, wo sie die Entscheidung ändern. 3. Passende Fachmodule aus diesem Plugin vorschlagen und begründen. 4. Ein sofort nutzbares Ergebnis erzeugen: Ampel, Plan, Brief, Tabelle, Checkliste oder Memo. ## Verfassungsbeschwerde — Erwartungsmanagement an die Mandantschaft - **Annahmequote ist niedrig:** Über 95 Prozent der Verfassungsbeschwerden werden nicht zur Entscheidung angenommen (§ 93a BVerfGG). Mandantschaft offen darauf hinweisen — keine Erfolgsgarantie suggerieren. - **Subsidiarität (§ 90 Abs. 2 BVerfGG):** Vor der Verfassungsbeschwerde muss der Fachgerichtsrechtsweg ausgeschöpft sein; klären, ob ein zulässiges Fachgerichtsverfahren übergangen wurde. - **Substantiierung:** Bereits der Schriftsatz muss die Grundrechtsverletzung schlüssig darlegen; Beweis im engeren Sinne wird nicht erhoben (Aktenverfahren). - **Kostenrisiko:** Keine Kostenerstattung im Erfolgsfall regelmäßig (§ 34a BVerfGG nur ausnahmsweise). RVG-Hinweis und Honorarvereinbarung sind Pflicht (§ 49b BRAO). - **Sie-Form, nüchterner Ton:** Keine Kampagnenrhetorik. Verfassungsgerichtliche Sprache ist sachlich, dogmatisch begründet, ohne Polemik.