--- name: outreach-copy description: 'Use when user says "Cold-Mail schreiben", "Cold-Mail prüfen", "Copy prüfen", "Kampagnen-Copy", "Sequenz schreiben", "Betreffzeile", "Opener", "Intro-Prompt", "hallo-Prompt", "Marketing-Offer formulieren", "Offer schärfen", "Feinheiten-Satz", "Follow-ups schreiben", or wants to write, review or fix the copy of an outreach campaign. Verbindliche Cold-Mail-Copy-Regeln (Anatomie der Entry-Mail, Offer-Karten A-E, Feinheiten-Satz, 4er-Sequenz, Wortlimits, Intro- und Anrede-Regeln, Verbote, Selbstprüfung). outreach-campaign, outreach-generate und outreach-verify laden diesen Skill verbindlich.' --- # Outreach Copy — die Cold-Mail-Regeln für Kampagnen Dieser Skill ist die eine Copy-Doktrin für alles, was über den Outreach-MCP an Text entsteht: Sequenz (Betreff und Body jedes Steps), die Prompts der AI-Variablen `hallo` und `intro` und die pro Lead erzeugten Werte. Er gilt verbindlich für: | Skill | Wann diesen Skill laden | |---|---| | `outreach-campaign` | bevor eine Zeile Sequenz oder Variablen-Prompt entsteht (`create_campaign`, `edit_campaign`) | | `outreach-generate` | bevor `hallo`/`intro` für einen Lead geschrieben werden (`save_lead_variables`) | | `outreach-verify` | beim Prüfen der Werte (`get_lead_variables`) vor `approve_lead_variables`/`reject_lead_variables` | Ausführliche Lehre mit allen Beispielen: `references/copy-lehre.md`. Offer-Lehre: `references/marketing-offer.md`. Ein vollständig ausformulierter Blueprint: `references/beispiel-blueprint.md`. Bei einem Widerspruch zwischen diesen Dateien gilt diese SKILL.md. ## Ziel und Grundsatz Aus den Angaben des Nutzers entsteht eine Cold-Mail-Kampagne für die erste Aussendung: eine Entry-Mail, die wie eine persönliche Nachricht wirkt, und drei Follow-ups mit je einer Aufgabe. Ziel ist eine Antwort, kein Klick und kein Termin in Mail 1. - Nur verwenden, was der Nutzer im Gespräch angegeben hat (Angebot, Zielgruppe, Absender, Belege, Kapazitäten) oder was die Recherche pro Lead liefert. Keine Zahlen, Namen, Referenzen oder Fristen erfinden. Wo Angaben fehlen, allgemeiner formulieren oder beim Nutzer nachfragen. - Der Marketing-Offer bestimmt 80 % der Reply Rate. Ohne konkretes Deliverable keine Copy: erst das Offer schärfen (siehe unten), dann schreiben. ## Tonalität und Formatierung - Du-Form als Standard: direkt, konkret, kein Beratersprech, keine Floskeln. Deutsch. Sie-Form nur, wenn der Nutzer sie für die Kampagne wählt (siehe Anrede). - Knapp und menschlich: kurze Sätze, ein klarer CTA pro Mail. Die Mail klingt wie eine kurze Nachricht an einen Bekannten, nicht wie eine Agentur-Website. - Keine M-Striche (—) und keine Gedankenstriche als Trenner, auch kein Bindestrich mit Leerzeichen („ - “). Bindestriche nur innerhalb von Wörtern (E-Mail, Smart-Home); Ausnahme ist die Signaturzeile „ - “. - Anführungszeichen nur als deutsches Paar „…“, geschlossen immer mit “, nie mit dem geraden Zeichen ("). In einer Variable beendet ein gerades Zeichen den JSON-String, der Rest des Satzes geht verloren; `save_lead_variables` lehnt einen Wert mit offenem „ ab. - Korrekte deutsche Rechtschreibung mit echten Umlauten und ß: „für“, „Grüße“, „über“, nie „fuer“, „Gruesse“, „ueber“. Das gilt für JEDES Feld: Sequenz, Variablen-Prompts, Kampagnenkonfiguration, Beispielwerte. - Plain Text: kein Bold, keine Bulletpoints, keine Emojis, kein HTML-Layout, keine Bilder, keine Anhänge. ## Anrede und Ansprache Die Ansprache steht in `campaign.emailAgentConfig.salutation` und gilt für jede generierte Variable einer Mail. Immer explizit setzen. Der feste Sequenztext (Überleitung, CTA, Follow-ups) muss dieselben Pronomen tragen wie der gewählte Modus. | `salutation` | Pronomen im ganzen Text | `hallo` | Fallback ohne benennbare Person | |---|---|---|---| | `du` (Standard) | Person: du/dich/dir/dein, nie ihr/euch als Anrede; Tatsachen über den Betrieb auch ihr/euer (siehe unten) | „Hallo Vorname,“ | „Hallo,“ | | `sie` (Ausnahme) | Sie/Ihnen/Ihre | „Hallo Frau Nachname,“ / „Hallo Herr Nachname,“ | „Guten Tag,“ | **Standard ist immer `du`, Singular** – auch bei Praxen, Kanzleien, Finanz und generischen Adressen: Die Mail richtet sich an den Ansprechpartner bzw. Entscheider, nicht an den Betrieb. Die Person wird nie mit ihr/euch angesprochen (keine Ihr- und keine Team-Form, auch nicht im Gruß). Tatsachen über einen Betrieb mit mehr als einer Person dürfen aber mit ihr/euer stehen („dass ihr nach ISO 9001 zertifiziert seid“, „auf eurer Website“) oder mit „dein Team“/„deine Firma“, je nachdem, was natürlicher klingt. Firmenleistungen (Projekte, Anlagen, Produkte, Zertifikate, Auszeichnungen) gehören dem Betrieb: nie „du hast die Anlage gebaut“ an eine Geschäftsführerin oder einen Vertriebsleiter; „du hast …“ nur, wenn die Person es nachweislich selbst getan hat, oder bei Ein-Personen-Betrieben, Personenmarken und kleinen Inhaberbetrieben, die sie verkörpert. Innerhalb eines Satzes nicht zwischen du und ihr wechseln („deine Bewertungen …, dass ihr …“ ist falsch). Ein „nie ihr/euch“ im Prompt einer Variable meint die Anrede der Person, nicht diese Tatsachen. Ohne benennbaren Ansprechpartner lautet der Gruß „Hallo,“ und der Text bleibt im Singular („dein Team“, „dein Betrieb“, „deine Praxis“). `sie` gilt nur, wenn der Nutzer es für die Kampagne wählt (Kampagnen, die gezielt sehr große Unternehmen ansprechen), nie automatisch je Lead. Dass eine alte Vorlage, eine Bestandskampagne oder die Branche siezt bzw. „ihr“ schreibt, ist KEIN Grund für eine Abweichung. Keine Mischform in der Anrede: „Hallo Max,“ vor „ich hab was für euch“ ist ein Fehler. Den Wert `team`, den der Server noch annimmt, setzt dieser Skill nie. Der feste Text nennt den Empfänger nur mit einer Bezeichnung, die auf jeden Lead der Liste passt. Mischt die Zielgruppe Firmen und Einzelpersonen (Agenturen und Freelancer, Praxen und Einzelbehandler), schreibt er „dein Business“, „deine Kunden“ oder „für dich“ statt „deine Agentur“ bzw. „deine Praxis“. - Wer wird in der Du-Form mit Vornamen angesprochen? Die Person, der die Versandadresse gehört. Trägt die Adresse nur einen Nachnamen (instagram.leitner@, leitner.coaching@), die Person mit diesem Namen, sobald Lead-Name oder Recherche sie eindeutig benennen. Bei allgemeinen Adressen (info@, kontakt@, office@, team@, hallo@, hello@, mail@, contact@, partnership@, business@, kooperation@, support@, Filialpostfach) der Vorname der Ansprechperson, die die Recherche als Entscheider nennt (Inhaber, Geschäftsführung, Verantwortliche), damit die Mail dort ankommt bzw. weitergeleitet wird. Nennt die Recherche mehrere gleichrangige Inhaber oder Geschäftsführer, gilt die Person, die sie als Ansprechpartner empfiehlt, sonst die erstgenannte im Impressum. Personenmarken und Ein-Personen-Betriebe (Creator, Coach, Freelancer, Solo-Selbstständige) immer mit Vornamen, auch hinter hello@, info@ oder partnership@ ihrer Marke; trägt der Lead selbst den Namen einer Person, ist sie gemeint, auch wenn die Recherche den Geschäftsführer einer Firma als Entscheider nennt. Ist keine Person klar erkennbar, steht nur „Hallo,“. Die Sie-Form geht analog mit Herr/Frau und Nachname, Fallback „Guten Tag,“. - NIE „Hallo Herr/Frau Nachname,“ zusammen mit Du-Text (`du`), nie „Hallo Team,“ oder „Hallo zusammen,“, nie „Hey …“, nie Sie und du gemischt. - Die Anrede kommt immer aus `{{ai.hallo}}`. Kein `{{firstName}}`, kein `{{companyName}}`, kein `{{custom.vorname}}` direkt in Betreff oder Body: Es gibt kein Vornamen-Feld, und ein leeres Attribut ergibt „Hallo ,“. Liegt der Vorname als Custom-Attribut aus dem Import vor (Schlüssel zeigt `get_lead_data` unter `customAttributes`), nennt der `hallo`-Prompt ihn als Quelle. - Titel („Dr.“) nur in der Sie-Form und nur, wenn er belegt ist. ## Schritt 1: Offer-Typ wählen Der Marketing-Offer ist nicht die Dienstleistung des Nutzers, sondern der Türöffner: das konkrete, greifbare Ding, das den Erstkontakt trägt. Wähle GENAU EINE Karte und begründe die Wahl dem Nutzer in einem Satz. | Karte | Wann | Überleitung (statisch, für alle Leads gleich) | |---|---|---| | A: Kostenlose Teildienstleistung | Standard, funktioniert in 80 % der Fälle. Im Zweifel diese. | „Genau deshalb bieten wir aktuell für [Anzahl] Unternehmen in [Region] ein kostenloses [Deliverable] an.“ | | B: Tester/Pilotprojekt | Neues Produkt, wenig Referenzen, Exklusivität als Narrativ | „Genau solche Unternehmen suchen wir gerade. Wir starten [Projekt] mit [Anzahl] Betrieben in [Region].“ | | C: Konkretes Deliverable (Reziprozität) | Kleine Zielgruppe, hohe Reply Rate nötig. Höchste Reply Rate, mehr Aufwand pro Lead. | „Deswegen war ich so frei und habe [Deliverable] für dich erstellt.“ | | D: Förder-Hook | Nutzer hat förderfähige Produkte | „Wusstest du, dass der Staat aktuell bis zu [Prozent] der [Kosten] übernimmt?“ | | E: Partner gesucht | Nischen-Anbieter, Kooperation auf Augenhöhe | „Genau solche [Branche] suchen wir als Partner. Wir haben regelmäßig [Anfragen], die zu dir passen würden.“ | Die Klammern füllst du beim Schreiben der Sequenz aus den Angaben des Nutzers; im fertigen Text steht keine Klammer mehr. Pronomen an die `salutation` anpassen (Standard `du`: dir/dich/dein). Das Offer muss ALLE drei Punkte erfüllen, sonst umformulieren: - **No-Brainer:** Würde ich selbst auf diese Mail antworten? - **Kein Commitment:** Der Empfänger muss NICHTS tun außer antworten. Kein Call buchen, kein Formular, kein Download. - **Konkret:** „Kostenloses Google Ads Setup“ statt „Kostenlose Beratung“. Werttest: Das Offer spart erkennbar Zeit, spart Geld oder bringt Geld. VERBOTEN als Offer (Sales Calls in Verkleidung): „Analyse“, „Audit“, „Potenzial-Check“, „Erstgespräch“, „Beratung“, „Strategiegespräch“. Immer ein Deliverable statt eines Gesprächs. Bei Karte D Quoten immer als Spanne („bis zu 100 %“), nie als Zusage. ## Der Marketing-Offer (Türöffner) Das konkrete, vorbereitete Asset, das sich mit AI-Unterstützung realistisch vorbereiten lässt (z. B. „ein kompletter Webseitenentwurf inklusive Buchungssystem“, „eine fertige Werbekampagnen-Struktur“, „eine Lead-Liste inklusive Outreach-Sequenz“, „ein 30-Tage-Content-Plan“). Quellen in dieser Reihenfolge: 1. Das Marketing-Offer, das der Nutzer im Gespräch selbst benennt: 1:1 übernehmen, nur sprachlich glätten. 2. Sonst aus dem Angebot des Nutzers abgeleitet (seine Leistungen und Kanäle aus dem Gespräch). 3. Sonst einen Vorschlag nach Karte A machen und vom Nutzer bestätigen lassen. Regeln: - In Mail 1 steht GENAU EIN Marketing-Offer mit GENAU EINEM CTA, der die Antwort auslöst. - Bei Karte A und C als bereits erledigte Arbeit formulieren („war so frei und habe … erstellt“), nicht als Absicht. Reziprozität wirkt erst, wenn das Geschenk schon existiert. - Kein „Lass uns mal sprechen“ ohne vorbereiteten Mehrwert. - Die Überleitung verbindet das Lob mit dem Offer („Genau deshalb …“, „Deswegen war ich so frei …“). - Das Offer steht NUR in Mail 1. Follow-ups wiederholen es nicht. ## Anatomie der Entry-Mail ``` {{ai.hallo}} 1. Anrede {{ai.intro}} 2. Lob / positiver Bezug (Intro-Regeln) Feste Überleitung + Offer 3. statisch, benennt KEIN lead-spezifisches Problem; bei A und C als erledigte Arbeit Feinheiten-Satz 4. eigener Absatz; Pflicht bei A und C, optional bei B, entfällt bei D und E EIN Frage-CTA 5. niedrige Hürde Signatur im Klartext 6. Grußformel, Name, „Rolle - Firma“ ``` **Feinheiten-Satz (Value Stacking), wörtlich:** „Ich bin gerade noch an den letzten Feinheiten dran, vor allem […], und werde morgen mit […] fertig.“ In die erste Klammer kommt genau EIN konkretes On-Top-Detail aus den Angaben des Nutzers, das wirklich lieferbar ist, in die zweite das Deliverable („dem Entwurf“, „dem Setup“, „den Anzeigen“). Nichts erfinden. Er steht als eigener Absatz zwischen Offer und CTA, ist KEIN zweites Offer und KEIN zweiter CTA. Nicht „Feinschliff“, nicht umformulieren. Den Halbsatz „und werde morgen … fertig“ nur, wenn der Nutzer das Deliverable nach der Antwort wirklich bis zum nächsten Tag liefern kann; sonst endet der Satz nach dem On-Top-Detail. **CTA:** Genau einer, nie zwei Optionen. Standard bei Karte A und C ist der CTA der Master-Formel (Kurs Outbound 3.0, Lektion 2.4): „Wäre es in Ordnung, wenn ich dir das zusende? Völlig unverbindlich natürlich.“ Der Zusatz „Völlig unverbindlich natürlich.“ senkt die Hürde und ist kein zweiter CTA. Weitere Beispiele: „Darf ich es dir zusenden?“, „Antworte mir einfach kurz.“, „Wäre das grundsätzlich interessant?“. Kein Terminvorschlag und kein Link in Mail 1. Die Master-Formel in fünf Bausteinen: Lob → „Deswegen …“ → konkretes Offer → Fertigstellung („… und werde morgen mit dem Entwurf fertig.“, hier im Feinheiten-Satz) → CTA mit wenig Verpflichtung. „Werde morgen fertig“ wirkt stärker als „bin fertig“: Der Lead sieht, dass gerade noch für ihn gearbeitet wird. **Kein Pitch, keine Selbstvorstellung im Body.** Authority und Proof gehören in die Signatur bzw. in Step 3. Über den Empfänger schreiben, nie über den Absender („Du bekommst …“, nicht „Wir bieten …“). Muster für Karte C, direkt nach dem Lob-Intro, jeder Baustein ein eigener Absatz: ``` Deswegen war ich so frei und habe dir einen kompletten Webseitenentwurf inklusive Buchungssystem erstellt. Ich bin gerade noch an den letzten Feinheiten dran, vor allem an der Optimierung für Google und KI-Suchmaschinen, und werde morgen mit dem Entwurf fertig. Wäre es in Ordnung, wenn ich dir das zusende? Völlig unverbindlich natürlich. ``` **Signatur:** Name, Rolle und Firma des ABSENDERS als Klartext aus den Angaben des Nutzers, z. B. „Viele Grüße\nAngela Selbert\nGeschäftsführerin - njoy online marketing GmbH“. Nie `{{sender.firstName}}`, `{{sender.company}}` o. Ä. (gibt es nicht). Ohne bekannten Absendernamen nur „Viele Grüße“. Schlank: keine Auszeichnungen, Links, Telefonnummern oder Social-Leisten. ## Intro-Regeln (`{{ai.intro}}`) Das Intro ist Lob oder eine anerkennende Beobachtung: ein positiver Bezug auf den Lead, der beweist, dass jemand hingeschaut hat, getragen von einem konkreten Detail. Es ist KEINE Kritik und KEIN Verbesserungsvorschlag. Das Problem sind leere Lobadjektive ohne Inhalt, nicht das Lob. Gründe, Gegensatzpaare und Beispiele: `references/copy-lehre.md`, Abschnitt „Abhebung und Austauschtest“. MUSS: - Abhebung statt Leistungsnennung: Das Intro nennt, was diesen Betrieb von anderen seiner Branche abhebt: einen Eigennamen oder ein eigenes Konzept, eine ungewöhnliche Zeit oder Zahl, ein eigenes Verfahren, eine seltene Spezialisierung, eine Auszeichnung, ein Lob aus Bewertungen, auffällige Bewertungszahlen. - Austauschtest: Passt der Satz auf zehn andere Betriebe derselben Branche in der Stadt, ist er kein Aufhänger. Dann den nächsten Anker nehmen, zuletzt den Fallback der Kampagne. Ein Nutzen rettet keine Standardleistung. Dasselbe Thema besteht als Lob aus Bewertungstexten (was Kunden über DIESEN Betrieb schreiben), nicht als Zeile aus der Leistungsliste. Eine Aufzählung von Leistungen („A, B und C“) ist nie ein Aufhänger. Gegensatzpaar: „du bietest Badsanierung an“ fällt durch, „jedes Bad vorab als begehbarer 3D-Rundgang“ besteht. - Sperrliste der Kampagne: Was in den Research-Vorgaben oder im `intro`-Prompt als branchenübliche Leistung gesperrt ist, trägt kein Intro, außer als Lob aus Bewertungstexten. - Positiver Schluss: Nach der Beobachtung folgt ein kurzer Halbsatz, in dieser Rangfolge: 1) Nutzen oder Wirkung, wenn sie sich aus dem Detail anbietet (wem nützt es, was bewirkt es); 2) sonst eine kurze persönliche Reaktion, die am Detail hängt und es benennt, in der Vergangenheit erzählt wie unter Kollegen, nie allein; welche Reaktion gilt, gibt der Block `SCHLUSS DES OPENERS` im System-Prompt (`emailGeneration.systemPrompt`) wörtlich vor; fehlt er (älterer Server), die Reaktion je Lead selbst variieren und die zwei bekannten Muster („das fand ich eine schöne Idee“, „hat mir gut gefallen“) nicht wörtlich übernehmen; 3) nie ein Prüfer-Urteil über die Qualität ihrer Arbeit, verboten sind etwa „das wirkt vertrauenswürdig“, „so einen Schnitt hält man nur, wenn die Arbeit stimmt“, „da machst du vieles richtig“, „das schafft man nicht ohne sauberes Arbeiten“, „zeigt, dass die Behandlung ankommt“. Nichts erfinden, nur was direkt aus dem Detail folgt. Keine feste Wendung aus Beispielen: den Nutzen aus dem konkreten Detail bilden, die Reaktion aus dem Block. Gilt auch bei Bewertungsankern; der Fallback-Satz bleibt ohne Schluss. - Ausschließlich positiv, getragen vom konkreten Detail selbst. Verboten sind austauschbare Bewertungsfloskeln und Superlative wie „das spricht für sich“, „das sieht man selten“, „das sieht man nicht immer“, „hat man nicht alle Tage“, „finde ich stark“, „finde ich spannend“, „finde ich bemerkenswert“, „Hammer“, „beeindruckend“. Abgrenzung: „finde ich stark“ ist eine Formel, ein gegenwärtiges Urteil ohne Inhalt; eine Reaktion in der Vergangenheit am benannten Detail ist erlaubt (siehe Positiver Schluss). Die Formeln machen alle Opener gleich (ListM8-Regel, gilt zusätzlich zu den Akquise-Regeln). Auch in Beispielen und Prompts nie als Muster stehen lassen: Modelle kopieren Beispiele. - Anker-Rangfolge: 1) Lob aus Bewertungstexten (Paraphrase; Plural oder „immer wieder“ nur, wenn mindestens 2 Bewertungen es tragen) 2) abhebendes Detail von der Website, auch Wachstum oder Stellenanzeige als Erkenntnis 3) Anzahl und Schnitt der Bewertungen als eigener Anker, nur bei mindestens 30 Bewertungen und einem Schnitt ab 4,5; Zahl gerundet („über 200“), Schnitt mit Komma („4,8“); Werte aus dem Import (Google-Profil) gelten als Quelle, bei widersprüchlichen Quellen der kleinere Wert; unter 30 Bewertungen oder unter 4,5 keine Bewertungszahlen 4) Fallback der Kampagne. Die Reihenfolge der Kampagne hat Vorrang, wo sie etwas anderes festlegt. - Einstiege abwechseln, keiner ist Standard: nach der letzten Ziffer der Lead-ID 0-2 „mir ist aufgefallen, dass …“, 3-5 „ich hab mir … angeschaut“, 6-7 „beim Stöbern auf deiner Website …“, 8-9 direkt mit dem Detail. Ausnahme: Ein Bewertungsanker nennt im Einstieg die Quelle (siehe unten). Beginnt mehr als ein Drittel einer Kampagne gleich, ist das ein systematischer Befund. - Auch ein Projekt, eine Referenz, die Firmengeschichte oder das Gründungsjahr (mit seinem Ereignis), Auszeichnungen und Siegel (ohne Altersgrenze), Lage und Ausstattung können tragen, jeweils mit EINEM konkreten Detail und nur, wenn sie den Austauschtest bestehen. - Stellenanzeige: die Erkenntnis nutzen, die sie über den Betrieb verrät (Wachstum, Spezialisierung, Projekt), nicht „ich hab gesehen, dass du gerade … suchst“. Nie „du stellst ein“ ankündigen. - Ein zweiter Satz ist konkret und wiederholt oder nimmt nicht vorweg, was der feste Text danach sagt (beginnt der feste Text mit „Das hat mich neugierig gemacht.“, darf der Satz nicht davor stehen). - Zuschreibung stimmt: Der angeschriebenen Person nie etwas zuschreiben, das einer anderen gehört (der Podcast der Inhaberin bei einer Mail an eine Mitarbeiterin). Die Person beim Namen nennen oder einen Anker wählen, der zur angeschriebenen Person gehört. Meint eine Bewertung jemanden ohne Namen („die Zahnärztin“) und hat der Betrieb mehrere davon, das Lob dem Betrieb zuschreiben („in deiner Praxis nimmt man sich Zeit“), nie „bei dir“. - Maximal 2 Sätze, etwa 30 Wörter, ohne Gedankenstrich (Komma statt Strich). - Beginnt mit Kleinbuchstaben (folgt direkt auf „Hallo …,“). Nur der erste Buchstabe ist klein, jeder weitere Satz beginnt groß. Substantive und Namen bleiben auch am Anfang groß („Kunden loben …“, nie „kunden loben …“). - Inhaltlich über den EMPFÄNGER schreiben, nie über den Absender. Einstiegsrahmen wie „ich hab mir … angeschaut“ oder „mir ist aufgefallen“ sind erlaubt und keine Selbstvorstellung. - Locker und authentisch, Ton wie eine kurze Nachricht an einen Bekannten. - Geht nahtlos in den festen Folgesatz über, ohne ein Problem zu benennen. NIEMALS: - Kritik, Defizit, Mangel, „Lücke“, „Hürde“, „Problem“, „leider“, „schade“. - Konjunktiv-Wunsch: „wäre (doch) schön/besser/sinnvoll, wenn …“. - „noch nicht“, „fehlt“, „begrenzt“, „veraltet“, „ausbaufähig“, „verschenkt Potenzial“, auditartige Formulierungen. - Bevormundende Verbesserungsvorschläge oder Ratschläge. - Selbstvorstellung/Pitch („Wir sind …“, „Mein Name ist …“, „Wir helfen …“). - Floskeln („Ich bin auf Ihre Webseite gestoßen“, „Tolle Webseite“). - Erfundene Fakten, Personen, Rollen oder Zahlen. - Sichtbare Platzhalter ([Branche], [Name]) oder M-Striche (—). - Heikles als Aufhänger, auch wenn eine Bewertung es lobt: Preis, „günstig“ oder „faire Preise“; persönliche Merkmale von Rezensierenden (Alter, Herkunft, Sprache), ihre Familie und Umstände; sensible Gesundheitsdetails (Eingriffe, Diagnosen, Körperteile); negative Wörter aus Zitaten. Steht so etwas neben anderem Lob in derselben Bewertung, nur das andere Lob nehmen. Ein Bewertungsanker beginnt mit einem Einstieg, der die Quelle nennt („ich hab mir deine Bewertungen angeschaut, und …“). Ein nacktes „jemand schreibt, dass …“ direkt nach der Anrede lässt offen, wo das steht, und wirkt wie aus dem Nichts. Lieber Fallback als Floskel: Ein generischer Opener („deine Website macht einen professionellen Eindruck“) ist schlechter als der ehrliche Fallback-Satz. Hinweis: Der ListM8-Server legt beim Generieren zusätzlich eigene Intro-Regeln in den Prompt (u. a. Empfänger direkt ansprechen statt „Die Praxis hat …“, keine Kunden-, Projekt-, Ergebnis- oder Bewertungszahlen aus Selbstangaben der Website, den Befund selbst als Lob tragen statt mit einer Bewertungsfloskel abzuschließen). Gründungsjahr mit seinem Ereignis und Teamgröße sind Tatsachen und erlaubt. Sie verschärfen die Regeln oben und gelten mit. ## Prompts der AI-Variablen `hallo` und `intro` Pflicht sind genau diese zwei Variablen (`sortOrder` 1 und 2). Weitere sind optional (z. B. `proof`, `research_hook`, oder `firma` als Kurzname, wie `outreach-campaign` ihn vorsieht). Namen: nur `a-zA-Z0-9_`, mit Buchstaben beginnend, eindeutig. Jede Variable wird pro Lead EINMAL erzeugt: `{{ai.intro}}` steht deshalb NUR in Step 1; Follow-ups nutzen `{{ai.hallo}}` plus festen Text. Jeder Prompt ist eigenständig (Server-Minimum 10 Zeichen, besser ausführlich): Bei der Generierung sieht das Modell NUR diesen Prompt, die Lead-Daten, die Recherche und den Kampagnenkontext, nicht diesen Skill. Er enthält Kontext (wer schreibt, was angeboten wird, für wen), Ziel, Aufgabe, verbotene Formulierungen und Tonfall. Der `hallo`-Prompt MUSS enthalten: - dass NUR die Begrüßungszeile ausgegeben wird, kein weiterer Satz, endet mit Komma; - das Format passend zur `salutation` (Tabelle oben) samt Fallback („Hallo,“ in der Du-Form, „Guten Tag,“ in der Sie-Form); - die Namensquelle: die Person, der die Versandadresse gehört; bei generischen Adressen (info@, kontakt@ …) der Entscheider/Inhaber aus der Recherche; ggf. Custom-Attribut mit dem Vornamen. Dazu das Verbot, Namen, Titel oder Rollen zu erfinden; - das Verbot von Platzhaltern in Klammern, Gedankenstrichen und Emojis; echte Umlaute. Der `intro`-Prompt MUSS enthalten: - Kontext: Absender, Angebot und den festen Folgesatz, an den das Intro anschließt (z. B. „Deswegen war ich so frei …“); - die Abhebungs-Typen und den Austauschtest (zehn andere Betriebe derselben Branche in der Stadt; ein Nutzen rettet keine Standardleistung), höchstens ein Gegensatzpaar aus der Branche als Fund, nie als fertiger Satz; - die Sperrliste der Kampagne (dieselbe wie in `researchAgentConfig.additionalPrompt`); - die Anker-Rangfolge (Lob aus Bewertungstexten > abhebendes Website-Detail, auch Stellenanzeige als Erkenntnis statt „du suchst“ > Anzahl und Schnitt > Fallback) samt Sterne-Regel: Zahlen nur bei mindestens 30 Bewertungen und einem Schnitt ab 4,5, gerundet, mit Komma, Import-Werte als Quelle, bei Widerspruch der kleinere Wert; - den positiven Schluss mit Rangfolge (Nutzen oder Wirkung, sonst kurze Reaktion am benannten Detail, nie ein Prüfer-Urteil über die Qualität der Arbeit) und Leitplanken (nichts erfinden, keine Floskel, kein Superlativ, keine feste Wendung), ohne ausformulierte Beispiel-Schlüsse; - den Einstiegswechsel nach der letzten Ziffer der Lead-ID, mit Quelle im Einstieg bei Bewertungsankern; - die Verbotsliste aus den Intro-Regeln, einschließlich der Floskeln „finde ich spannend/stark“; - Form: max. 2 Sätze, erster Buchstabe klein, weitere Sätze groß, über den Empfänger, Pronomen gemäß `salutation`; - einen ausformulierten FALLBACK-Satz für den Fall, dass kein belastbares Detail gefunden wird, plus die Anweisung, diesen Fallback zu nutzen statt eine Floskel zu erfinden. Der Fallback behauptet nichts Unbelegtes über den Lead („so gut bewertet“, „seit Jahren“, „viele zufriedene Kunden“). Ein vollständig ausformuliertes Paar steht in `references/beispiel-blueprint.md`. ## Platzhalter in ListM8 Aufgelöst werden nur diese Platzhalter (abschließende Liste für Betreff und Body): - `{{ai.hallo}}`, `{{ai.intro}}`, `{{ai.}}` (die Variablen der Kampagne) - `{{lead.company}}`, `{{lead.website}}`, `{{lead.city}}` (der Server löst zusätzlich `lead.email` und `lead.phoneNumber` auf; in Copy nicht verwenden) - `{{custom.}}` (Custom-Attribute aus dem Import; leer, wenn der Lead keinen Wert hat) Alles andere (`{{firstName}}`, `{{companyName}}`, `{{sender.*}}`, If-Blöcke, Default-Syntax) landet als Rohtext beim Empfänger. Ein nicht erzeugter AI-Wert erscheint als „[NOT GENERATED]“. Firmenname des Empfängers im Body: `{{lead.company}}` (bzw. `{{ai.firma}}`, wenn die Kampagne den Kurznamen führt), nie `{{companyName}}`. Im Betreff nie das rohe `{{lead.company}}`, siehe Betreffzeilen. ## Sequenz Standard sind 4 Steps mit festen Rollen (Praxis-Belege: Eric Nowoslawski mit 2 bis 3 Mails, nie alle im selben Thread; Jay mit 4 Steps und Routing, ohne künstliche Knappheit). `delayDays` ist die Wartezeit VOR dem Step (kumuliert Tag 0, 3, 8, 15), eine ganze Zahl; `delayUnit` immer `"days"`. Threads: Step 1 öffnet einen Thread, Step 2 antwortet darin, Step 3 öffnet einen NEUEN Thread, Step 4 antwortet im Thread von Step 3. Der Betreff steht deshalb nur in Step 1 und Step 3, in Step 2 und 4 bleibt er leer. | Step | Rolle | `delayDays` | Wörter max. | Betreff | Inhalt | |---|---|---|---|---|---| | 1 | Entry Mail | 0 | 120 (Ziel 50-90) | eigener, neuer Thread | `{{ai.hallo}}` + `{{ai.intro}}` + feste Überleitung mit Offer + Feinheiten-Satz als eigener Absatz (A/C) + EIN CTA + Signatur | | 2 | Erinnerung | 3 | 50 | leer, Thread von Mail 1 | `{{ai.hallo}}` + nur nachhaken, weich wie eine schnell getippte Nachricht („du hast sicher viel um die Ohren, ich wollte nur sichergehen, dass meine Mail angekommen ist“). Kein Doppelpunkt-Opener, kein Offer, kein neuer Aspekt, kein `{{ai.intro}}` | | 3 | Neuer Winkel (Mehrwert + Social Proof) | 5 | 80 | eigener kurzer Betreff, NEUER Thread (z. B. „kurzes Update“) | `{{ai.hallo}}` + EIN Beleg: eine Case Story, eine Zahl, ein Ergebnis. HIER steht der Social Proof. Die Mail muss ohne den Verlauf von Mail 1 verständlich sein: höchstens ein Halbsatz Bezug auf das Angebot, kein neues Offer, kein `{{ai.intro}}` | | 4 | Abschied mit Routing-Hinweis | 7 | 60 | leer, Thread von Mail 3 | `{{ai.hallo}}` + Tür offen lassen, ohne Druck und ohne Vorwurf + Routing-Hinweis („sag mir gern kurz Bescheid, falls ich mich damit besser bei jemand anderem im Team melden sollte“). Kein Offer | - Gezählt wird der Body ohne Betreff und ohne Signatur, den Bezug aus `{{ai.intro}}` (bis zu 2 Sätzen) eingerechnet. Die Limits sind Obergrenzen: kürzer ist erlaubt und meist besser. Bewährte Entry-Mails liegen bei 55 bis 86 Wörtern. Nie auffüllen. - Der CTA wird von Step zu Step weicher: Erlaubnis erbitten → nur anstoßen → offen anbieten → Tür offen lassen. - Jedes Follow-up hat max. EINEN neuen Aspekt und beginnt mit einem ganzen, weichen Satz in der gewählten Ansprache. Das erste Wort nach `{{ai.hallo}}` (in jedem Step) schreibt man klein, weil es auf „Hallo …,“ folgt: „du hast sicher …“, nicht „Du hast sicher …“; Substantive bleiben groß. - **Dringlichkeit** ist kein Standard-Step. Nur wenn der Nutzer einen echten Zeit- oder Kapazitätsgrund nennt, kommt sie als zusätzlicher Step zwischen Step 3 und den Abschied (dann 5 Steps, `delayDays` 0/3/5/7/7; Wortlimit 60; leerer Betreff, Thread von Mail 3). Ohne echten Grund entfällt sie, nichts Erfundenes und keine künstliche Knappheit. - Fehlt dem Nutzer ein echter Beleg für Step 3: nachfragen, nicht erfinden. - Der Routing-Hinweis in Step 4 steht als fester Satz im Body. Hat die Kampagne ein Recherche-Ziel für Ansprechpartner, ersetzt die AI-Variable `routing` ihn durch eine Version mit belegten Namen („bin ich bei dir richtig oder eher bei Anna oder Tom?“); Vorlage und Regeln in `references/routing-baustein.md`. ## Betreffzeilen Nur Step 1 und Step 3 tragen einen Betreff (jeweils ein neuer Thread): 2-5 Wörter, keine Werbung, kein Spam-Wort, keine Großschreibung ganzer Wörter, kein Ausrufezeichen, kein Prozentzeichen. Er klingt wie eine harmlose Frage eines Menschen. Keine Ankündigung und keine Ergebnisansage („Website für …“, „Entwurf für …“, „Idee für …“, „Website ist fertig“). Firmenname im Betreff nur über `{{ai.firma}}` (bereinigter Kurzname, siehe `outreach-campaign`), nie über das rohe `{{lead.company}}`: Importnamen sind oft Google-Titel oder Domains. Führt die Kampagne keine Variable `firma`, steht im Betreff kein Firmenname, dann „kurze Frage“. Bewährte Muster (an den Offer-Typ anpassen): - „kurze Frage“ (Standard: Neugier, niedrige Hürde; Karte C und jedes Entwurfs-Angebot wie Website, Anzeigen, Stellenanzeigen, Testzugang) - „Frage zur Terminbuchung“ (wenn das Buchungssystem den Kern des Offers bildet) - „Meeting {{ai.firma}} & “ (Karte A; persönlich, wirkt wie ein Termin; nur mit `firma`) - „Anfrage für {{ai.firma}}“ (Karte A/B; direkt, business-like; nur mit `firma`) - „Deine Förderung“ (nur bei Karte D) - „Partnerschaft {{ai.firma}}?“ (nur bei Karte E, nur mit `firma`) Step 2 und Step 4 (und eine optionale Dringlichkeits-Mail): Betreff LEER, die Mails laufen im Thread der vorigen Betreff-Mail (Step 2 in Step 1, Step 4 in Step 3). Kein neuer Betreff-Text, kein „Re:“. Step 3 startet einen neuen Thread mit eigenem kurzem Betreff, z. B. „kurzes Update“. Er wiederholt den Betreff von Step 1 nicht, kündigt kein Ergebnis an und hält dieselben Regeln (2-5 Wörter, kein Spam-Wort, Firmenname nur über `{{ai.firma}}`). **Test von Hand (Hinweis, keine Pflicht):** Der Standard für Step 1 bleibt „kurze Frage“. Wer Betreffs testen will, legt beim echten Versand in Instantly von Hand eine Variante B „Frage zu {{firma}}“ an (braucht die Variable `firma` in der Kampagne, am besten in 1 bis 2 Kampagnen). ListM8 kennt keine Betreff-Varianten. NICHT: „Kostenlose Beratung für …“ (zu lang, Spam), „Exklusives Angebot - jetzt zugreifen!“ (Spam-Trigger), „Re: Ihre Anfrage“ (Fake-Reply). ## Harte Verbote (jede Verletzung ist ein Fehler) Im Body jeder Mail: - Kein Pitch: „Wir helfen [Zielgruppe] dabei …“, „Das machen wir seit X Jahren …“, „Als [Zertifizierung/Partner] …“, kein Satz, der die eigene Firma beschreibt. - Kein zweiter CTA („Antworte mir oder buche hier …“). - Kein Link in Mail 1. Ab Mail 3 maximal einer (nur Kalender oder Website). - Kein Bold, keine Bulletpoints, keine Emojis, kein HTML-Layout. - Keine M-Striche (—) und keine Gedankenstriche als Trenner (siehe Tonalität). - Kein Doppelpunkt-Opener direkt nach der Anrede in Follow-ups („kurz nachgehakt:“, „kurzes Update:“, „zur Erinnerung:“). - Keine sichtbaren Platzhalter ([Branche], [Name], `{{firstName}}`). - Social Proof und Case Studies NUR in Step 3, nie in Step 1. **Spam-Wörter** — im Betreff komplett verboten, im Body vermeiden: „gratis“, „100 %“, „garantiert“, „Garantie“, „jetzt zugreifen“, „jetzt handeln“, „begrenztes Angebot“, „nur heute“, „exklusives Angebot“, „hier klicken“, „Rabatt“, „Sonderpreis“, „Gewinner“, „Sie haben gewonnen“, „dringend“, „risikofrei“, „ohne Risiko“, „Geld verdienen“. „unverbindlich“ ist kein Spam-Wort (abweichend von akquise-ai); der Standard-CTA endet mit „Völlig unverbindlich natürlich.“ **Verbotene Offer-Begriffe:** „kostenlose Analyse“, „kostenlose Beratung“, „kostenloses Erstgespräch“, „unverbindliches Audit“, „Potenzial-Check“, „Strategiegespräch“ (und allgemein „Analyse“, „Audit“, „Beratung“, „Erstgespräch“ als Offer). **Sonderfall „kostenlos“:** im Betreff nie (auch nicht „kostenfrei“ oder „gratis“), im Body höchstens einmal und nur direkt am konkreten Deliverable („ein kostenloses Google Ads Setup“), nie als Eigenschaft der Zusammenarbeit („ein kostenloses Erstgespräch“), nie zusammen mit einem zweiten Trigger. ## Selbstprüfung (vor dem Speichern, verbindlich) Geh jede Mail einmal durch und korrigiere, bevor du `create_campaign`/`edit_campaign` aufrufst oder Werte speicherst. Nach jeder Korrektur von vorne beginnen: Kürzungen erzeugen neue Fehler. 1. Wörter zählen: jeder Step im Limit? Wenn drüber: kürzen, nicht umformulieren. 2. Pitch-Scan: kommt „wir helfen“, „wir sind“, „wir machen“, „seit … Jahren“, „als … Partner“ vor? Jeder Treffer fliegt raus. 3. CTA zählen: genau einer pro Mail? 4. Steht das Offer nur in Step 1 (in Step 3 höchstens ein Halbsatz Bezug)? 5. Steht `{{ai.intro}}` nur in Step 1? 6. Steht der Social Proof in Step 3 und nicht früher? 7. Zeichen-Scan: M-Striche, Emojis, Bold, Bulletpoints, Links in Step 1? 8. Spam-Scan: Betreff und Body gegen die Wortliste. „kostenlos“ höchstens einmal im Body? 9. Platzhalter-Scan: kein [Klammer-Feld]? Jede `{{…}}`-Variable gegen die abschließende Liste prüfen. Signatur als Klartext, keine `{{sender.*}}`-Variablen? 10. Betreff von Step 1 und Step 3: 2-5 Wörter, kein Spam-Wort, keine Großschreibung, keine Ankündigung, Firmenname nur über `{{ai.firma}}`, Step 3 nicht gleich Step 1? Step 2 und Step 4 ohne Betreff? 11. Enthält der `intro`-Prompt Austauschtest, Sperrliste der Kampagne, Anker-Rangfolge mit Sterne-Regel, positiven Schluss, Einstiegswechsel, die Verbote UND einen Fallback-Satz, der keine unbelegte Tatsache behauptet? Steht dieselbe Sperrliste in den Research-Vorgaben? 12. Passen `salutation`, `hallo`-Prompt und die Pronomen des festen Texts zusammen (kein „Hallo Herr/Frau …“, „… Team,“ oder „Hallo zusammen,“ mit Du-Text, kein du/ihr-Wechsel in einem Satz und keine Anrede mit ihr/euch, auch nicht ohne Ansprechpartner: „Hallo,“ und „dein Team“)? 13. Zeigst du dem Nutzer Beispielwerte für `hallo`/`intro`: fertiger Klartext ohne `{{…}}`-Platzhalter, Namen und Firmen erkennbar fiktiv, Angle-Reihenfolge und Verbote eingehalten? 14. Umlaut-Scan über ALLES (Sequenz, Prompts, Konfiguration): steht irgendwo „ae“, „oe“, „ue“ oder „ss“ als Ersatz für ä, ö, ü, ß („fuer“, „Gruesse“, „groesser“, „heisst“)? Ersetzen. ## Prüfliste nach Code-Regeln Diese Regeln lassen sich mechanisch prüfen. ListM8 prüft sie beim Anlegen nicht, also prüfst du sie: vor dem Anlegen der Sequenz und beim Review der Werte abhaken. „Hart“ = Fehler, „weich“ = Hinweis, der begründet werden muss. | Regel | Prüfung | Stufe | |---|---|---| | Wortlimit | Step 1-4 max. 120/50/80/60 Wörter, ein zusätzlicher Dringlichkeits-Step max. 60 (Platzhalter zählen nicht mit, den Intro-Umfang einrechnen) | hart | | Zielkorridor | Entry-Mail unter 50 Wörtern: trägt der Bezug? | weich | | Kein Gedankenstrich | kein „—“ und kein „–“ im Text | hart | | Anführungszeichen geschlossen | jedes „ schließt mit “, nie mit " | hart | | Kein Pitch | kein „wir helfen“, „wir sind ein/eine/der/die/seit“, „wir bieten“, „seit (über) N Jahren“, „als zertifizierter/offizieller/Google/Meta … Partner“, „mein Name ist“, „unser Unternehmen“ | hart | | Kein Platzhalter | kein sichtbares `[Feld]` | hart | | Bekannte Variablen | nur `{{ai.*}}`, `{{lead.company}}`, `{{lead.website}}`, `{{lead.city}}`, `{{custom.*}}` | hart | | Kein Emoji | keine Emojis/Symbole | hart | | Keine Formatierung | kein `**fett**`, keine Zeile, die mit „-“, „*“ oder „•“ beginnt | weich | | „kostenlos“ | höchstens einmal pro Mail | weich | | Betreff ohne Spam | kein Spam-Wort, kein „kostenlos“, „kostenlose“, „kostenloses“, „kostenfrei“ | hart | | Betreff-Länge | max. 5 Wörter (Step 1 und 3) | weich | | Betreff-Platzhalter | kein `{{lead.company}}` im Betreff; Firmenname nur als `{{ai.firma}}` | hart | | Follow-up-Betreff | `subject` in Step 1 und 3 nicht leer, in Step 2 und 4 (sowie in einem Dringlichkeits-Step) leer | hart | | Betreff ohne Schreien | kein Wort mit 4+ Großbuchstaben, kein „!“ | weich | | Ein CTA | kein „oder/alternativ … buchen/klicken/vereinbaren/reservieren/anrufen/Termin sichern“ neben der Antwort-Bitte | hart | | Kein Link in Mail 1 | kein „http(s)://“, „www.“, „calendly.com“, „hier buchen“ in Step 1 | hart | | Offer ist kein Gespräch | Step 1 enthält keinen verbotenen Offer-Begriff (außer verneint: „statt …“, „kein …“) | hart | | Intro nur in Step 1 | `{{ai.intro}}` in keinem Step ab 2 | hart | | Anrede überall | jeder Step enthält `{{ai.hallo}}` | weich | | Umlaute | keine Transliteration (fuer, ueber, gruess, koennen, moechte, groess, persoenlich, moeglich, waere, haette …) in Sequenz, Prompts und Konfiguration | hart | ## Verwandt - `references/copy-lehre.md` — Abhebung und Austauschtest (zentrale Opener-Regel mit Gegensatzpaaren, Sperrliste, Einstiegswechsel), Goldene Formel, Angle-Hierarchie, Überleitungsbausteine, Feinheiten-Satz, Beispiele A/C/E, Follow-ups mit Varianten, 12 Gebote, Anti-Patterns, Zustellregeln, Prüfdurchlauf. - `references/marketing-offer.md` — Karten A-E im Detail, Werttest, Offer-Killer, Reziprozität, was kein Offer ist. - `references/beispiel-blueprint.md` — vollständiger Blueprint (Karte C, Du-Form, 4 Steps, `hallo`- und `intro`-Prompt) zum Anlegen mit `create_campaign`. - Skill `outreach-launch` — Versand nach dem Export (Domains, Warm-up, Instantly, KPIs) und wann bei schwachen Zahlen Copy, Offer oder Liste geändert werden.