Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren 1910-10-05 Stefan Zweig an Arthur Schnitzler, [5. oder 6. 10. 1910?] Zweig, Stefan Jahnke, Selma Müller, Martin Anton Österreichischer Wissenschaftsfonds FWF
Georg-Coch-Platz 2 1010 Wien A Wien
schnitzler-briefe Transkription und Kommentierung Jahnke, Selma Müller, Martin Anton Austrian Centre for Digital Humanities Vienna 2025

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Machine-Readable Transcriptions of the Correspondences of Arthur Schnitzler

GB Cambridge University Library Schnitzler, B 118 »Zweig« Zweig, Stefan Briefwechsel mit Hermann Bahr, Sigmund Freud, Rainer Maria Rilke und Arthur Schnitzler Berlin, Jeffrey B. Lindken, Hans-Ulrich Prater, Donald A. 1987 Frankfurt am Main S. Fischer 359–360
German Zweig, Stefan [5. oder 6. 10. 1910?] Wien Schnitzler, Arthur [5. 10. 1910 – 8. 10. 1910?] Wien Zweig, Stefan Schnitzler an Hofmannsthal, 4. 10. 1910 Schnitzler an Zweig, 6. 10. 1910 Schnitzler an Zweig, 10. 9. 1910 Schnitzler an Zweig, 6. 10. 1910 Export aus Transkribus erste Auszeichnung Durchsicht Index check Durchsicht
SZVIII. Kochgasse 8Wien,Sehr verehrter Herr Doktor,

als Sie Ihr schönes Haus bezogenAm 16. 7. 1910 übersiedelte Arthur Schnitzler mit seiner Frau Olga und den Kindern Heinrich und Lili in die selbst erworbene Villa in der Sternwartestraße 71. und ich es zum erstenmal sehen durfteAm dokumentiert Schnitzler einen Besuch Stefan Zweigs im Tagebuch., sagte ich Ihnen von dem kleinen Schmuckstück, das ich mir dafür ausgedacht hatte. Es sollte der Hausspruch von GoetheDieser Brief stellt das Begleitschreiben zu einem von Johann Peter Eckermann zertifizierten Goetheautograf dar, das derzeit (2025) verschollen ist und nicht autopsiert werden konnte. Auf Fotografien von Schnitzlers Arbeitszimmer hängt es – neben anderen Goethe-Memorabilien – an der Wand über dem Stehpult. Die Herausgeber der ersten Edition der Korrespondenz SchnitzlerZweig zitierten den Inhalt des Autografs, gaben aber keine Auskunft über ihre Quelle. Sie schrieben: »

Vorderseite:

Gott segne das Haus

Zweymal rannt ich heraus,

Denn zweymal ist’s abgebrannt,

Komm ich zum drittenmal gerannt,

Da segne Gott meinen Lauf,

Ich bau’s warlich nicht wieder auf.

Was mehr ist als eine Laus

Trage du in’s Haus.

Daß obige Zeilen von Goethes eigener Hand geschrieben sind, bezeuge ich hiemit. Weimar d. 16: April 1851. J. P. Eckermann.

Rückseite (von Schnitzler recherchiert und aufgeklebt): Annalen oder Tages- u- Jahreshefte

1801.

›In Pyrmont bezog ich eine schöne ruhige gegen das Ende des Orts liegende Wohnung bei dem Brunnencassierer (folgen Bemerkungen über Brunnengäste, Bekanntschaften, Wetterberichte et cet.) ›Der Flusspfad nach Luedge zwischen abgeschränkten Weidenplätzen her, ward öfters zurückgelegt. In dem Oertchen, das einigemal abgebrannt war, erregte eine desparate Hausinschrift unsere Aufmerksamkeit, die lautete:

« (Stefan Zweig: Briefwechsel mit Hermann Bahr, Sigmund Freud, Rainer Maria Rilke und Arthur Schnitzler, S. 455–456.) in seiner Handschrift sein, und wirklich glückte es mir, ihn zu erlangen.

Nun ist er freilich nicht ein Edelspruch Goethes, sondern eher einer wo sein Genius geschlafen hat: aber immerhin, nehmen Sie nur die erste Zeile davon als den Wunsch eines Erlauchtesten für Ihr Haus und möge er sich – aber nur die erste Zeile! – erfüllen. Ich hätte ihn rahmen lassen, wüsste ich, wie und wo Sie ihn placieren wollten: nehmen Sie ihn abernunIm Tagebuch-Eintrag zum notiert Schnitzler den Erhalt des Autografs. Seinen Dank spricht er »gleich« aus (). Da für gewöhnlich die Post innerhalb Wiens noch am selben oder am Folgetag zugestellt wurde, ist anzunehmen, dass das vorliegende, undatierte Korrespondenzstück auf den 5. oder 6. 10. 1910 zu datieren ist. so als einen Dank für Vieles, für das Schöne, wdas ich von Ihnen mit vielen andern aus Ihren Büchern, für das Schöne, wdas ich von Ihnen allein durch Ihr ManuscriptStefan Zweig sammelte Handschriften. Am vermerkte Schnitzler im Tagebuch, er habe dem »Sammler Zweig Urform des ›Ruf des Lebens‹ geschenkt«. Es wird heute im Theatermuseum in Wien verwahrt., Ihr Bild, vor allem aber manches gute Gespräch und Ihre Güte empfangen habe. In herzlicher Liebe und Verehrung Ihr getreuer

Stefan Zweig
Johann Wolfgang von Goethe 1749-08-28 Frankfurt am Main 50,11552 8,68417 1832-03-22 Weimar 50,97361 11,33806 Stefan Zweig 1881-11-28 Wien 48,208333 16,373056 1942-02-23 Petrópolis -22,505 -43,17861 Schnitzler Arthur 15. 5. 1862 Wien 48,208333 16,373056 21. 10. 1931 Wien 48,208333 16,373056 Schriftsteller/Schriftstellerin Mediziner/Medizinerin https://d-nb.info/gnd/118609807/ Johann Peter Eckermann 1792-09-21 Winsen 53,35753 10,21282 1854-12-03 Weimar 50,97361 11,33806 Heinrich Schnitzler 1902-08-09 Hinterbrühl 48,08611 16,24809 Hauptstraße 56 48,08736 16,24924 1982-07-12 Wien 48,208333 16,373056 Olga Schnitzler 1882-01-17 Wien 48,208333 16,373056 1970-01-13 Lugano 46,01008 8,96004 Lili Cappellini 1909-09-13 Wien 48,208333 16,373056 1928-07-26 Venedig 45,43713 12,33265 [Hausspruch von Goethe] Gott segne das Haus Zweymal rannt ich heraus, Denn zweymal ist’s abgebrannt, Komm ich zum drittenmal gerannt, Da segne Gott meinen Lauf, Ich bau’s warlich nicht wieder auf. Goethe, Johann Wolfgang von Der Ruf des Lebens. Schauspiel in drei Akten http://www.literature.at/viewer.alo?objid=12117&page=1&viewmode=fullscreen Vatermörderin Der Ruf des Lebens Schnitzler, Arthur Tagebuch https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at Schnitzler, Arthur Tag- und Jahreshefte Goethe, Johann Wolfgang von Kochgasse 8 48,212327 16,349717 Kochgasse 48,213479790702 16,349493426813 VIII., Josefstadt 48,21126 16,34706 Wien K.K. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien Wien Bécs Land Wien Vídeň Wenia Beč Vindobona Vindobona Vienna Vienna Vienna 48,208333 16,373056 Österreich 47,33333 13,33333 Sternwartestraße 71 48,23188 16,33716 XVIII., Währing 48,23333 16,31667 Währinger Cottage 48,233056 16,341944 Sternwartestraße 48,23099349198 16,340117830625 Weimar Weimar Kreisfreie Stadt Weimar Weimar 50,97361 11,33806 Deutschland 51,5 10,5 Lügde 51,9576 9,248 Nordrhein-Westfahlen 51,466666666667 7,55 Bad Pyrmont Bad Pyrmont 51,98589 9,25246 Deutschland 51,5 10,5