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Machine-Readable Transcriptions of the Correspondences of Arthur Schnitzler
wie ungeladene GäSchnitzler. Nach der kleinen und durch die Um
Und nun i
So will ich auch, da
Im Übrigen: was waren die Loris’ aus, reich und rau
Freilich: mitten heraus mu Prag aus hab’ ich dann meine er
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Prag, Wassergasse 15 .am
19. März 99 .Verehrter
Herr von Hofmannsthal Der Bahnnacht zum Trotz, die mich, dunkel und ungewiß, mitten aus dem
Märchen vonSobeïdens Sehnsucht riß, kehre ich zu Ihnen zurück von meinem Dank und meinen besten Gedanken geführt.Sie übermäßiger, unersättlicher Verschwender! Sie haben bislang Ihre Verse, die rosenreifen, in die Andacht einsamer Leser und Lauscher wie in schöne Schalen gestreut; gestern aber warfen Sie in göttlichem Vergeuden in das Meer der Menge hinaus was der stille Stolz ihrer Gärten ist.
Die Erregung des Überschütteten, Überbeschenkten, dessen Freude sich hundert Hände wünscht, fiel mich aus Ihren Versen an. Die ganze Nacht trug ich einen Duft in meinen Kleidern und wie ein anvertrautes Geheimnis nahm ich den Nachklang von Schönheit und Schicksal mit.
Sooft ich Ihre Verse gelesen habe, geschah es mir, daß ich vor einer dunkeln Stelle blieb, wie man im Wald nicht weiter geht, geht irgendwo die Landschaft licht oder das lichte Aug einer einsamen Wegmadonna auf. Das Weitermüssen durch die Schönheit durch, zu dem die Verse von der Bühne zwingen: das war der neue gewaltsame Genuß, mit dem der Abend gestern mich beschenkt hat.
Wenn ich Sie als den Führer oft empfand, der dunkle Worte spricht vor ernsten Bildern und einen tiefern Sinn in Bäume und in Blumen senkt im Weitergehen, so hab' ich Sie gestern als den Herrn gefühlt, und Ihres Wesens Wille war mein Weg.
Ich sage Ihnen das, lieber Herr
von Hofmannsthal , weil ich Ihnen an jenem kurzen Abend viel verschwieg; und weil ich weiß, daß ich Ihnen seither noch näher bin; denn gestern war ich der Ihre in Angst und Andacht!Ihr
Rainer Maria Rilke Bitte, grüßen Sie Herrn Dr.
Schnitzler sehr!