Donnerstag, 7. September 1893 1893-09-07 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
Sonnenfelsgasse 19 1010 Vienna
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-E734-6
Tagebuch 1893-1902 978-3-7001-1636-3 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1989 1893-1902 051 504 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Wien Grillparzerstraße

7/9 Traum: Bin in einer Gesellschaft mit Goethe, der klein, unansehnlich, dem Hanslick ähnlich ist. Ich, im Schillermantel, küsse ihm die Hand.

― Nm. Gusti bei mir. Mz. könne ohne meinen Segen von Wien nicht fort.― Ich schrieb ihr:

Dir meinen Segen zu schicken, bin ich nicht großartig genug angelegt; eine Komödie spielen hab ich keine Lust. Lass dirs genügen, dass ich dir alles gute wünsche.― Vielleicht verstehst du’s einmal auch das gute festzuhalten. Wenn du es aber ins reißende Wasser wirfst, so weine nicht, daß es davonschwimmt.― Lebewohl.― A.

Gusti weinte.― Heute Abends reisen sie ab;― nun seh ich Mz. vielleicht niemals wieder.― Es thut doch noch weh. Ich war daran, auf die Bahn zu gehn, sie von fern noch einmal zu sehn.―

Vom Hause weg treff ich Fritz K., der recht nichtig geworden ist; und außerdem stets unangenehme Dinge in zudringlicher Weise sagt; er wollte von Mz. reden; mit Mühe wehrte ich ab.― Er erzählte mir, Jeanette sei hier, offenbar Demimonde.― Ich bezweifelte ihr Hiersein.― Da geh ich Abend spazieren ― und da treff ich sie; resp. geh an ihr, die vor mir ist, vorbei. Sie rief mir nach: Arthur!― Du! Du!― Ich ging weiter, ohne mich umzuwenden.―

Abd. Café Auböck.― Gustav Schw.―