Dienstag, 14. April 1896 1896-04-14 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-EAE5-B
Tagebuch 1893-1902 978-3-7001-1636-3 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1989 1893-1902 183–184 504 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Wien

14/4 Traum.― Sommertag, Ring, hab meinen Stock zerbrochen, brauch ihn, spiel ja den Fritz Lobheimer, geh ins Café Kremser, tausche [dort] den Stock aus, krieg ein Cigarrenspitzel, ganz richtig, hab anfangs gehofft aus Bernstein, aber das papierne passt besser fürn Fritz, hinüber! rasch ― fängt ja um 8 Uhr früh an,― 184 1896: IV 14 - IV 17 Kärnthnerring 12, 3. Stock (wo ich früher gewohnt) ist ja der Eingang ins Burgtheater ― läute, es wird aufgethan ― prächtige Stiege ― Hofstiege!― Diener ― führen mich auf die Bühne.― Kallina steht da und kl. Gerzhofer ― Klavierspiel ― ah, Kutschera hat was neues componirt!― Jarno’s Stimme, aha, zweiter Akt.― Sorma, Brahm sind auch da ― ich bin traurig, daß sie mich nicht verständigt haben ― zum Fenster, Sommertag ― es ist ja gar nicht „Liebelei“― Heinrich der fünfte ― in einem Akt ― zu Sorma: Sind Sie mit Mann und Kind da?― Nein, allein, mir lieber!― Und damit küsst sie mich auf die Nase.―

Nm.― Mz. Hornsberger (Roger L.) da.― Elegant, immer angezogen wie eine Pariser Cocotte.― Vor 6 Jahren, sagt sie, war sie mehr in mich verliebt.― Sie war aufrichtig und mir sympathischer als sonst.― Erzählt mir von 2 andern, die ihr den Hof machen, „der Sohn“, ein 25j., und ― Graf S., sonderbarer Weise derselbe, mit dem auch ― Olga W. eines ihrer „Nicht“verhältnisse gehabt hat.― Zwischen dem Sohn und dem Grafen schwankt Mz. H. ― ich gehör auf ein andres Blatt ― „denn das mit Ihnen kann sehr schön werden!“― Sie hat mich als Arzt lieber wie als Dichter ― sie kennt auch keine Zeile von mir, interessirt sie auch nicht im allergeringsten. ― Wir küssten einander viel und sie freute sich ihrer Seidenstrümpfe.

― Abd. bei Richard III., ebenso wie Mz. Rh. der ich meistens wenn ich in die Burg geh, auch einen Sitz nehme.― Nachher begleitete ich sie ein Stück.― Ich mach jetzt gar nichts und hab eigentlich auch keine Lust dazu.