Donnerstag, 3. September 1903 1903-09-03 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-F4EE-6
Tagebuch 1903-1908 978-3-7001-1906-7 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1991 1903-1908 042 492 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Wien

3/9 Traum. Ich und O. (und Mirj.) begegnen Schik (wo?) ― er citirt mit Beifall ein Referat, das er irgendwo gelesen, in dem betont wird, dass die Triesch das jüdische an der Christine heraus gebracht, mit leicht antisem. Tendenz.― Ich stelle Mirjam irrtümlich als Mitglied des Lessingth., Schik ebenso als Secretair am Hamb. Stadtth. vor … Nachtmahl, Saal, großer Tisch ― Dann möchte O. Sitze (wozu, irgend was mit der Kaiserin in Zusammenhang?) ― ev. durch die Wolter. Ich sage O.: Nie habe ich Sitze erbeten ― und gerade jetzt, wo wir verheiratet sind; (dabei zwängen wir uns durch eine enge Gartenthür). Nun springt O. über die Felsen, weiss, des Elisabethdenkmals (das unsichtbar) hinunter, ich nach, wundre mich dass ich nicht stürze, dann über sonderbare Stufen, wie pyramidenartig geordnete Blumentöpfe ― aber es wäre leichter gleich auf die Stiege ― Dort im Stiegenabsatz an einem Tisch ein Herr, Grillparzer, ? ― ich soll meinen Namen schreiben, kanns nicht recht; nun schreibt er ihn reinlich nieder und sagt ungefähr … Hiemit bleibt es beschlossen …

Vm. zu O.― Neue Wohnung.― Sie schwärmt von meinem Bild (auf der Gruppe) das sie gestern gesehn ― (94) was mich eifersüchtig auf mich selbst macht; nicht mit Unrecht.― Trotz aller ihrer Zärtlichkeits- und Liebesversicherung ― ich kann an unsre Zukunft nicht glauben. Was ich wünsche ― dass sie zu s. Zeit (wann? in 10 ― in 5 ― in 2 Jahren?) den Muth hat und die Ehrlichkeit mir das Aufhören ihrer Liebe und was es sonst noch zu gestehen gäbe, zu gestehen.―

Nm. Dr. Auernheimer; vom Thespisauto; ein neues Einakterunternehmen in Wien; Mißtrauen gerechtfertigt.―

Wolff (Josefstadt) teleph. wegen Puppenspieler. Zuwartend. Türkenschanzpark mit O. genachtm.