Sonntag, 9. Dezember 1906 1906-12-09 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-F991-8
Tagebuch 1903-1908 978-3-7001-1906-7 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1991 1903-1908 238 492 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Wien

9/12 S. Unglaublich lebhafter Traum von der Todten. Begegne ihr auf einer Stiege (Museum, Theater) ― sehe sie völlig deutlich; rede von meinem Kind mit ihr, was sie wehmütig macht („Du hast ein Kind?“ ―), möchte, dass sie mit O. bekannt wird, bin dann irgendwo anders mit ihr, wo auch Mama, O.? ― und andre, ― sage: Ja, seht ihr denn nicht ein, dass das, was hier geschieht (dass eine Todte wiederkehrt) das ganze Weltbild völlig verändert!― Ich betone auch irgendwie das Datum ihres Todes: 18. März 1899.― Dann spielt noch ein Cylinder (den ich nie trage) irgend eine Rolle.― Der Traum hinterläßt eine Art von beruhigender Nachempfindung, und ich erzähle ihn O. (die auf dem Divan schlief).

(Deutung: Gestern las ich, eines Nachdrucks wegen, „Um eine Stunde“ durch und feilte dran.― Vorgestern erzählte ich Auernheimer von einer Begegnung mit Herzl auf einer Stiege.― Ferner, in den letzten Tagen hatt ich das Gefühl, als werde mir der Roman blasser, und ich wünschte natürlich, dass er mir wieder innerlich lebhafter werde.―)

Spazieren Pötzleinsdorf, Neuwaldegg.

Auf der Tram mit Hrn. Lemberger über Reisen.

Bei Mama zu Tisch; mit Raoul die 5. Tschaikowski.

― Shaw Mensch etc. ausgelesen.―

Roman 9., bisheriges, nicht weiter.―