Montag, 5. April 1909 1909-04-05 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-FCBD-5
Tagebuch 1909-1912 978-3-7001-0415-5 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1981 1909-1912 060–061 459 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Wien

5/4 Traum gegen Morgen, daß Liebelei wieder im Burgtheater gegeben wird und daß Kutschera (wie im Volkstheater) den Weiring spielt, nur in andrer Maske ― (nicht Sonnenthal ― doch kam mir das nicht zu Bewußtsein). Im übrigen endete das Stück, indem etwa Fritz davon stürzt, der Schluß geht unter Futteralknacken und Publikumsflucht zu Ende ―

Ich finde darauf im Morgenblatt die Nachricht, daß Sonnenthal gestern in Prag plötzlich gestorben ist.―

Sehr erschüttert. Weinte. Erinnerungen aller Art, bis in die Kinderzeit. Theaterspiel in seinem Haus. Wie er mir einmal bei Tisch sozusagen das Leben rettet, als ich an einer Maccaroni fast ersticke.― Sein Brief an meinen Vater, mir das Talent absprechend.― Wie er mich wegen des Märchen auszankt: „Kloake …“ etc.― Wie er fast daran denkt, Alkandi aufzuführen.― Wie er den Hans Weiring spielt, endlich Prof. Pilgram und Henri. Das letzte Mal sprach ich ihn in der Generalprobe von Auernheimer: über sein Portrait von Laszlo, und über die Pointe des „Unverschämten“ die ihm nicht deutlich genug 1909: IV 5 - IV 12 61 war.― Zuletzt spielen sah ich ihn den Marke im Tantris.―

― Spaziergang Pötzleinsdorf ― traf in den Feldern Prof. Heitler, der mir nächstens einen Aufsatz über Goethe schicken will.―

Nm. wieder am Medardus. Fange an, an dem Stück ernstlich zu zweifeln.