Freitag, 4. Februar 1910 1910-02-04 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-FDEE-D
Tagebuch 1909-1912 978-3-7001-0415-5 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1981 1909-1912 125 459 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Wien

4/2 Vm. bei Herzmansky (nach gestrigem Telephon-Gespräch mit Straus; Cassian betreffend) ― mit O.; dann in der Palästina Ausstellung (Bezalel); York-Steiner, Boris Schatz u. a. gesprochen; (Berichte über die Zustände dort).

Seltsamer Traum, Fahrt Nachts mit irgend Einer (wer?) im Einspänner Paris, an einer Stelle vorbei, wo s. Z. M. R. ohnmächtig geworden und nach Haus transportirt worden war ― (was nie der Fall war ―) ― ah,― welche Straße? ja, rue Scribe ―! ― ich sehe in Papieren nach und finde die Ausgaben über Medicamente etc. aufgeschrieben, breche in krampfhaftes Schluchzen aus. Die Begleiterin beruhigt mich.―

― Nm. Brief von Jacob und Julie, weil ich für die Schule, für die sich Julie bemüht (College) nicht zeichnen wollte. (Julie hatte O.s Unterschrift haben wollen, ohne jede andre Verpflichtung ― neulich, bei Trebitsch fand sie plötzlich, es sei unmoralisch, Unterschrift ohne Geld herzugeben.) Julie kam selbst, nachdem O. schon ablehnend geantwortet; nach einer durch Juliens Taktlosigkeiten von O.s Seite erregten Discussion, löste sichs in Wohlgefallen, da Julie rührend und komisch war, und ich zeichnete 500 Kr.― Ich spielte ihr aus Pant. und Cassian vor.―

W. L. zu Ende durchgesehn.

Mit O. zu Mama. Familie.