Donnerstag, 26. Dezember 1912 1912-12-26 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-020E-3
Tagebuch 1909-1912 978-3-7001-0415-5 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1981 1909-1912 377 459 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Wien

26/12 Allerlei Träume. Mein Vater an einem Tisch mir gegenüber: Onkel W. du weißt doch hat Zungencarcinom (er starb thatsächlich vor mehr als 20 J. daran) ― ich möchte ihn todtschießen (das ist nicht seine Art, denk ich ― offenbar Ersatz des Gedankens,― auch wie Bernhardi würde er sich nicht benehmen).― Dann nach allerlei Reiseträumen … ich soll nach Afrika, mit Wolfgang Schumann, überlege, welche Schuhe mitzunehmen, Landstraße, auf der linken Seite Frauen Mädchen, die wie nach einer Kur, die aufgelösten Haare kämmen. Ich gehe einen Seitenweg, der mich lockt ―

Spazieren mit O., Heini, Stephi Hohe Warte etc.―

Stephi speist bei uns; nach Tisch Wassermann, der einen Roman Gänsemännchen schreibt und davon entzückt ist.―

Herbot („Lügenwelt“) durchgelesen, Notizen dazu; las ihn O. vor, an ihrem Bett; er ist noch nicht ganz fertig’ doch wird er sicher gut. Heimkehr („Die ewigen Ströme“) mißfiel ihr durchaus in der 2. Hälfte, mit Recht; ich kam dann auf allerlei Rettungseinfälle, da der Stoff mich nicht frei gibt.